|
|
||||
| Der "Perro de Pastor Garafiano" stammt von der spanischen Atlantik Insel La Palma.
Die Einheimischen, die Palmeros, nennen ihre Insel nur La Isla Bonita, Die schöne Insel. La Palma ist die dritt-kleinste Insel der Kanaren. Sie hat eine Fläche von 729 km² und ist 42 Kilometer lang und 24 Kilometer breit. Auf ihr leben etwa 85.000 Einwohner - und durchschnittlich 3.000 - 10.000 Touristen (Daten 2003). La Palma zeichnet sich durch
mehrere Superlative aus. So hat sie die höchste Erhebung in Relation zu ihrem Durchmesser. Außerdem gibt es auf La Palma den größten vulkanischen Krater der Erde, die Caldera de
Taburiente, mit 9 Kilometern Duchmesser und mit 1700m der tiefste Senkkessel der Welt. Der höchste Gipfel des Kraterrandes ist der Roque de Los Muchachos mit seinen 2.426 m. Das heißt
auf 24 Kilometer Inselbreite steigt der Roque de Los Muchachos 2,4 Kilometer in die Höhe! Auf dem Roque wurde ist das größte Observatorium
der nördlichen Hemisphäre errichtet. Inselhauptstadt ist Santa Cruz auf der Ostseite der Insel mit
ca. 18000 Einwohnern. Das Stadtzentrum mit seinen historischen Bauten aus dem 16. Jahrhundert stellt die UNESCO unter Denkmalschutz. Im archäologischen Park bei La
Zarza sind Felszeichnugen der Ureinwohner der Insel, den Guanchen, zu bewundern. Die älteste Fundstätte archäologischer Reste der Guanchen kann man im Geologischen Park
in Belmaco besichtigen. Bei San Isidro kurz vor Santa Cruz stehen die einzigen Zwilligsdrachenbäume La Palmas. Ihr Alter wird auf etwa 400 Jahre geschätzt.
Der einzige einigermaßen
flache Strand befindet sich bei Puerto Naos. Ansonsten findet man meist Felsküste mit kleineren Sandbuchten, die
Strände La Palmas sind in der Regel steil mit schwarzem vulkanischen Sand.. Die Guanchen, die Ureinwohner der
Kanaren geben heute immer noch Rätsel auf. Der Name der Guanchen bezog sich ursprünglich nur auf die Urbevölkerung
Teneriffas. Er setzt sich aus guan =Einwohner und chinechi =die Urbevölkerung Teneriffas zusammen. Erst im 18. Jh. verwendete man den Begriff verallgemeinernd auf alle Ureinwohner
der Kanarischen Inseln. Die Anfänge der Besiedelung der
Kanaren gehen auf das 9.-6. Jahrhundet v. Chr. zurück. Man nimmt an, daß nordafrikanische Berber waren zum erstenmal betraten. Mit
Schilfbooten kamen sie auf die Kanaren. Da das Schilf hielt nicht lange und neues nicht zur Verfügung, gab es für die
Berber kein zurück mehr. Obwohl es auf den Inseln genügend Holz gab, konnten die Berber damit nichts anfangen, da sie nicht gelernt hatten, damit Boote zu bauen. Man geht aber sowieso
davon aus, daß die Berber mit Frauen, Kleinvieh und Saatgut aufgebrochen waren und die die Absicht hatten,
auszuwandern. Die ältesten Fundstücke
der Guanchen gehen auf ca. 200 Jahre v. Ch. Zurück. Die Kultur ist mit der der Steinzeit zu vergleichen.
Die Guanchen wohnten in Höhlen oder in einfachen Steinhütten. Ihre Lebensgrundlage waren Ackerbau und Viehzucht, Fischfang fand nur von der Küste aus statt. Die Werkzeuge
bestanden aus Knochen und Stein. Funde von Tonwaren zeigten, daß sich die Tongefäße in ihrer Ausführung sehr denen in Nordwestafrika gleichen. Sie wurden ohne
Drehscheibe hergestellt. Gekleidet haben sich die Guanchen in Felle. Die Toten wurden in
Hohlräumen abseits der Wohnhöhlen begraben, wobei die Toten mumifiziert wurden. Religiöse Kulthandlungen sind nicht nachzuvollziehen, da im Zuge der Missionierung derartige Kulte
sofort zerstört wurden. Es wird aber davon ausgegangen, daß aufgrund der Berber-Herkunft Sonnnenkult und Tieropfer eine Bedeutung hatten. Bis zum Einfall der europäischen Eroberer und Sklavenhändler auf den Kanarischen Inseln sollen 36.000 bis 100.000 Ureinwohner auf ihnen gelebt haben. Ab 1405 wurde La Palma in das spanische Königreich integriert und die conquistadores schafften es, innerhalb nur eines Jahrhunderts Sprache und Kultur der Guanchen durch Missionierung und Gewaltakte vollständig auszulöschen. Es gibt veschiedene Theorien, was mit den Menschen selbst geschehen ist. Die Diskussion beinhaltet zum einen den Genozid, zum zweiten die in den Eroberungskriegen von den Spaniern eingeschleppten Seuchen. Vulkanismus
spielt für die Insel La Palma eine große Rolle. Auch heute ist Vulkantätigkeit
allgegenwärtig. Die östlichen Kanaren entstanden vor ungefähr 16 Millionen Jahren, die westlichen vor 2-3 Millionen Jahren. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Über Sprünge in der Erdkruste strömte Magma aus und baute sich sukzessive zu hohen Türmen auf, die sich bis über die Wasseroberfläche erstreckten, auf. Die Inseln stehen also gewissermaßen auf Magma-Säulen, die mehrere tausend Meter bis in den Meeresboden reichen. Das erklärt, daß sie die Geographie La Palmas in ihrer Steilheit bis über die Strände in Steilwänden im Meer fortsetzt. Bei Tauchgängen vor der Küste La Palmas`s kann man diese Geographie eindrucksvoll nachvollziehen, die Insel fällt steil in die unermesslichen Tiefe des Meeres ab. Einsturz und Erosion begründen das heutige eher flache Aussehen z.B. Teneriffas, mit der Zeit wird auch La Palma wohl eine flachere Insel sein. Der jüngste Vulkanausbruch des Teneguia war im Jahre 1971. Vulkanausbrüche sind auch in Zukunft nicht auszuschließen. Besucht man den Teneguia kann man noch intensiv den Schwefelgeruch wahrnehmen und die Hitze unter den Steinen erspüren. Die Caldera de Taburiente ist das wohl beeindruckendste Resultat des Vulkanismus auf La Palma. "Caldera" ist spanisch und bedeutet „Kessel“. Die Enstehung der Caldera ist auf einen längst vergangenen Vulkanausbruch zurückzuführen. Die gewaltigsten Vulkane sind keineswegs immer hohe Berge, sie können vielmehr relativ flache runde Vertiefungen sein. Calderas entstehen dort, wo sich Magmakammern unter der Erdoberfläche befinden. Durch Anstieg des Druck in der Magmakammer entstehen im Dachbereich der Magmakammer Risse. Steigt der Druck übermäßig an, kann es zu heftigen Vulkanausbrüchen kommen. Die Ringspalten reißen auf. Die plötzliche Druckentlastung führt zu einem Aufschäumen des Magmas, das in Form gewaltiger, heißer Bims- und Asche-ströme aus den Ringspalten gepreßt wird, während der Zentralbereich des Dachs der Magmakammer wie ein Kolben in diese einsinkt. Eine Caldera ist also kein zu groß geratener Explosionskrater, sondern entsteht beim Einbruch des Daches in eine Magmakammer.
Die Kanaren gehören mit den Kapverden und Madeira zur Floreinheit
Makronesien. Alle zu den Makronesen gehörenden Inseln sind vulkanischen Ursprungs und haben aufgrund dessen eine ähnliche Oberflächenbeschaffenheit und sie gleichen sich in ihrer
Vegetation. Ca. 25 % der auf La Palma wachsenden Pflanzen sind endemisch, d.h. sie wachsen ausschließlich auf den Kanaren. La Palma ist in Höhenstufen gegliedert, die von den
unterschiedlichsten Vegetationszonen geprägt werden. Am Meer tropische Palmen und Bananenpflanzungen. Vulkane und Lavafelder mit Trockenweinanbau im Süden der Insel . Dem Regenwald von
Los Tilos im Norden. Alpine Vegetation auf dem manchmal schneebedeckten Roque De Los Muchachos. Eine markante Pflanze der Kanaren ist die Kanarenkiefer mit 30cm langen Nadeln. Die ca. 40
% Kiefernwald auf La Palma tragen ebenfalls zum Wasserreichtum La Palmas bei. Selbst nach Waldbränden treibet die Kanarenkiefer schnell wieder aus. Gefährliche Wildtiere gibt es auf La Palma nicht. Nur der
Hundertfüßler, der bis zu 25 cm lang werden kann, kann bei einem Verteidigungsstich allergische Reaktionen beim gestochenen hervorrufen. In der Caldera de Taburiente gibt
es wenige wilde Mufflons, ansonsten ist das Bild geprägt von Ziegenhaltung. Neben dem Pastor Garafiano auf La Palma hat sich auf den Kanaren ein spezieller Hundetypus herausgebildet, der Podenco Canario, der in ähnlichen Erscheinungsbildern auch auf den Balearen und dem nördlichen afrikanischen Kontinent anzutreffen ist. Im Aussehen zeichnen sie sich durch besondere Schlankheit mit kurzem Fell, großen Ohren und spitzen Schnauzen aus. Der Podenco Canario eignet sich hervorragend zur Jagd auf Kleinwild, da er ausgesprochen zäh und ausdauernd ist. |
||||
|
|||||||||||||||||||