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| Um beurteilen zu können, ob beim Hund eine Erkrankung vorliegt, ist es notwendig zu wissen, wie die Normwerte des Hunde sind.
Sehr informativ ist auch der link >>>> Hundezeitung.de/medizin
Bezüglich Impfproblematik findet man unter Hundezeitung.de/medizin/impfen.
einen kritischen Artikel.
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| Innere Körpertemperatur mit einem normalen Fieberthermometer tief im After
mindestens 1 Minute lang messen
Normalbereich: 37,5 - 38,5° C
Fieber: ab 39° C
Untertemperatur: 36° C und darunter |
| Herzschlagfrequenz fühlbar an der linken Seitenbrust hinter dem Ellbogen .Normalfrequenz:
60 - 120 Schläge pro Minute (großer Hund), 60 - 150 Schläge pro Minute (kleiner Hund)
Erhöhte Frequenz: 130 - 160 Schläge pro Minute
Erniedrigte Frequenz:50 - Schläge pro Minute u. darunter
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| Puls fühlbar in der Mitte des inneren Oberschenkels an der Oberschenkelarterie
Pulsfrequenz: wie Herzfrequenz
Gefäßfüllung: ca. bleistiftstark
Pulsqualität: deutliche Pulswelle
Krankhaft ist ein klopfender, harter Puls oder schwacher, fader Puls oder unregelmäßiger Puls
Der Herzschlag des Hundes und somit auch der Puls haben eine gewisse Unregelmäßigkeit, die sich turnusmäßig wiederholt, d.h. beim Einatmen hat der
Hund eine schnellere Herzfrequenz, beim Ausatmen fühlt man weniger Herzschläge.
Dieser Rhythmus muß sich aber gleichmäßig wiederholen, deshalb sollte man die Frequenzen über 1 Minute lang messen. Bei starken Unregelmäßigkeiten
sollte man einen Tierarzt konsultieren. |
| Atmung: Der Hund atmet in Ruhe mit geschlossenem Fang durch die Nase. Die Atemzüge werden
durch die Bewegung der Rippen erkannt und hinter der letzten Rippe gezählt.
Normale Atemfrequenz: 40 - 60 Atemzüge/Minute
Erhöhte Atemfrequenz: 70 - 120 Atemzüge/Minute
Erniedrigte Atemfrequenz: 20 Atemzüge und darunter
Herzschlag und Atemfrequenz werden bei Bewegung und Aufregung erhöht. Ist der Hund in Ruhestellung, sollten sich beide Werte innerhalb von 10 Minuten
im Normbereich befinden.
Hecheln ist eine vermehrte Atmung mit offenem Fang. Hecheln gilt nicht zur Bestimmung der Atemfrequenz. Durch
das Hecheln kann der Hund Wasser verdunsten und damit seine innere Körpertemperatur regulieren. Hecheln kommt vor bei: Hitze, Anstrengung, freudige
Erregung, Überhitzung, Fieber, innerlicher Unruhe, Schmerz.
Die Regulierung der inneren Körpertemperatur ist begrenzt! Der Hund kann nur eine Außentemperatur von 27 ° C mit Hecheln ausgleichen. Höhere
Temperaturen verursachen Wasserverlust und damit Eindickung des Blutes, was zum Tod durch Kreislaufversagen führt, wenn der Zustand länger anhält.
Merke: Bei höheren Temperaturen müssen dem Hund öfters kleine Mengen Wasser angeboten werden, bei Temperaturen um
30 ° C und höher sogar stündlich.
Absolut tödlich für den Hund sind die Temperaturen im Auto. Ein Fahrzeug heizt sich im Sommer auch im Schatten unverhältnismäßig stark auf. Deshalb
ist das "Wartenlassen im Auto" in den Frühjahrs- und Sommermonaten bei Außentemperaturen über 22 °C tierschutzrelevant. |
| Schleimhäute: Die Farbe der Schleimhäute gibt Auskunft über das Kreislaufbefinden des Hundes. Sie ist an den
Bindeschleimhäuten vom Auge durch Herabziehen des Unterliedes oder an der Mundschleimhaut sowie der Zunge zu beurteilen.
-Normalerweise sind Schleimhäute rosarot
Hochrote Schleimhäute: weisen auf eine Entzündung hin
Bläuliche Schleimhäute: auf Sauerstoffmangel
Weißliche Schleimhäute: zeigen Blutarmut an
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| Kapillarfüllungszeit (KFZ) zu7r Überprüfung der Kreislaufsituation:
Überprüfung: indem die rosa Mundschleimhaut an der Innenseite der Lefze mit dem Finger fest gedrückt wird.
Es entsteht ein blutleerer, weißer Fleck, der sich in weniger als 2 Sekunden wieder rosa färben muß. Normwert < 2 Sekunden. Bei
allen Veränderungen der Schleimhäute sollte unbedingt ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.
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| Augen und Nase sind normalerweise feucht und glänzend. Jeglicher
Augen- oder Nasenausfluß sowie Hornhauttrübungen oder rissige Nasenspiegel erfordern tierärztliche Untersuchung und Behandlung. |
| Harn: wird normalerweise im Strahl abgesetzt, er sollte zitronengelb sein. Bei
deutlichen Veränderungen von Farbe und Menge muß ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. |
| Kot: Der normale Kotabsatz erfolgt 2 - 3 mal täglich; er sollte geformt und mittel-
bisdunkelbraun sein. Abweichungen in Form und Farbe deuten auf eine Darmerkrankung hin und müssen tierärztlich behandelt werden. |
| Besonders wenn der Hund mehrmals täglich Riesenkothäufen von gelblich breiigem Kot absetzt und dazu noch an Körpergewicht
verliert oder trotz reichlichem Futter nicht zunimmt, besteht der Verdacht einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung, die bei Deutschen Schäferhunden recht häufig vorkommt.
Häufiges Pressen beim Kotabsatz deutet auf eine Verstopfung hin, kommt aber auch bei Darmentzündungen mit
Durchfällen vor.
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Veränderungen in Benehmen (Wesen), Temperament, Körperhaltung und Bewegung:
Jeder Hundehalter sollte seinen Hund durch ständiges Beobachten insoweit kennen, daß er jegliche Veränderung in seinem Benehmen,
Temperament, seiner Körperhaltung und Bewegung wahrnimmt und deuten kann.Solchen Veränderungen muß man so lange auf den Grund gehen, bis man die Ursachen ermittelt hat.
Weiß man nicht gleich Bescheid, so muß man einen Fachmann oder Tierarzt zu Rate ziehen.
Jegliches "Warten - es wird schon besser werden" kann üble Folgen nach sich ziehen.
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| A |
| Allel: Teil eines Genpaars, das einen Genort (Genlocus) besetzt. Allele eines Genortes können gleich (homozygoter
Genotyp) oder ungleich (heterozygoter Genotyp) sei |
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| B |
| Borreliose: Die Lyme-Borreliose ist beim Menschen schon seit den 80 er Jahren von den USA ausgehend eine
verbreitete Infektionskrankheit, deren Erreger, das Bakterium Borrelia burgdorferi, durch Zeckenbisse übertragen wird. Ob die Borreliose auch auf unsere Haustiere übertragbar ist, war
zunächst unbekannt. Mitte der 80er Jahre stellte sich heraus, daß auch der Hund für Borrelia burgdorferi empfänglich ist. Inwieweit die Borreliose auch für Katze und Pferd ein
Risiko darstellen ist Gegenstand augenblicklicher Untersuchungen. |
| Babesiose: wird beim Hund überwiegend durch Infektionen mit Babesia canis verursacht. Die Übertragung der
Protozoen erfolgt durch Zecken der Gattungen Rhipicephalus und Dermacentor. Infizierte Hunde müssen sich in den Endemiegebieten aufgehalten haben. Dazu zählen die Länder des
Mittelmeerraumes, der Balkan sowie tropische und subtropische Regionen in Afrika und Asien. Auch in Deutschland sind in verschiedenen Gegenden, z.B. im Rhein-Main-Gebiet, infizierte
Zecken und erkrankte Hunde nachgewiesen worden. |
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| C |
| CLAD: Canine Leukozyten Adhäsionsdefizienz: Canine Leukozyten Adhäsionsdefizienz ist eine in der Regel tödlich
verlaufende Erkrankung des Immunsystems. Betroffene Welpen zeigen schwere lokale oder systemische Infektionen. |
| Cauda Equina Syndrom ist teils genetisch veranlagt, teils durch Leistungssport gefördert. Meist tritt mit 3-5 Jahren
eine Absenkung des Kreuzbeins auf. Der Wirbelkanal verengt sich immer mehr und übt Druck auf die Nervenstränge aus. Der Krankheitsverlauf ist langsam
und zieht sich über Monate bis Jahre hinweg. Meist beginnt es damit, dass die Rute nicht mehr so hoch getragen wird und im Laufe der Zeit immer schlaffer hängt. Der Hund verweigert
zunehmend Sprünge und wird im allgemeinen vorsichtiger in seinen Bewegungen. Ohne OP sterben die Nervenwurzeln mit der Zeit ab, die Rute hängt dann schlaff herunter. Oftmals tritt mit
der Zeit eine Inkontinenz ein, welche den Hund den Harn- und Kotaustritt nicht mehr kontrollieren lassen. Außerdem kann es zur Lähmung der Hinterläufe führen. |
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| D |
| Dermatitis: Entzündung der Haut |
| Demodikose - Demodex: Diese spezielle Form der Räude (Rote Räude) wird durch Haarbalgmilben (Demodex-Milben)
hervorgerufen. Die meisten Hunde sind Träger dieser Milben ohne jemals daran zu erkranken. Sie leben in den Haarfollikeln und vermehren sich erst dann, wenn das Immunsystem des Hundes
über längere Zeit geschwächt ist. Symptome sind: Rötungen, Schuppen, Haarausfall sind erste Alarmzeichen. Besonders betroffen ist die Kopfregion, der Nasenrücken, die Ohren und die
Augen. Dort entsteht der Eindruck, als habe der Hund eine Brille auf. Es bilden sich auch oft kleine Knötchen, die sich durch eine Infektion mit Bakterien zu eitrigen Pusteln
entwickeln. Kahle Stellen können auch über den gesamten Körper verteilt auftreten. Schuppen und eine trockene Haut sind meist sichtbar. Juckreiz ist eher selten. Kahle Stellen können
vereinzelt auftreten, sich aber auch über den ganzen Körper erstrecken. Die Haut ist schuppig. Die Behandlung erfolgt mit Spezialshampoos und Injektionen, damit die Milben auch über
die Blutbahn abgetötet werden können. Manche Ärzte spritzen in diesen Fällen auch Ivomec. Achtung: Ivomec ist nicht ungefährlich! Für Collies, Shelties, Bobtails, Australian
Shepherds und deren Mischlinge kann es sogar tödlich wirken! Bei zusätzlicher bakterieller Hautinfektion müssen Antibiotika gegeben werden. Das Immunsystem muss gestärkt, und
eventuell die Ernährung umgestellt werden. |
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| E |
| Erbgang: Vererbung beruht auf der Weitergabe und Neukombination von Genen >>.
Die Vererbung von Merkmalen kann von einem einzelnen Gen bestimmt werden, was als monogene Vererbung, oder auch von mehreren was polygene Vererbung genannt wird. Befindet sich das oder
die merkmalsvererbenden Gene auf dem X-Chromosom (Geschlechtschromosom) so spricht man von einem geschlechtsgekoppelten Erbgang, ansonsten von einem autosomalen oder
geschlechtsunabhängigen. |
| ED: Ellbogendysplasie: Chronisch degenerative Erkrankung des Ellbogengelenks |
| Entropium: Einrollung des Augenlides nach innen. Wimpern und Haare des Lidrandes reizen dabei die Hornhaut was zu
schmerzhaften Entzündungen führen kann. |
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| F |
| Frucosidose: Neurologische Erkrankung deren Grundlage das Fehlen des Enzyms a-L-Fucosidase ist. Insbesondere in den
Zellen des Gehirns kommt es dadurch zur Ablagerung jener Substanzen die beim gesunden Hund durch dieses Enzym gespalten werden. Dadurch kommt es zu schwerwiegenden neurologischen
Problemen (Bewegungsstörungen, Verhaltensstörungen, Blindheit, Taubheit) bei betroffenen Hunden. Die Erkrankung zeigt sich erstmals im Alterer von 8 Monaten bis 4 Jahren. Ihr Verlauf
ist chronisch progressiv, da eine Behandlung nicht möglich ist endet sie immer tödlich. |
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| G |
| Gen: Einheit der genetischen Information, durch die der Aufbau eines Proteins codiert wird. |
| Genort: Abschnitt eines Chromosmenpaares, der für die Ausprägung eines bestimmten Merkmals zuständig ist. Ein Genort
wird von einem Genpaar (Allelpaar) besetzt. |
| Genom: Gesamtheit der genetischen Information eines Individuums |
| Genotyp: Bezeichnung für Allelkombination an einem Genort oder Summe der genetischen Information eines Individuums, der
Genotyp eines Individuums beeinflusst den Phänotyp |
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| H |
| HD: Hüftgelenksdysplasie. Erbliche chronisch degenerative Erkrankung des Hüftgelenks |
| Heritabilität: Erblichkeitsgrad. Gibt an in welchem Ausmaß ein Merkmal vom Genotyp beeinflußt wird. Je höher die
Heritabilität eines Merkmals ist umso besser läßt es sich züchterisch bearbeiten. |
| Heterozygotie: Mischerbigkeit. Liegt vor, wenn die beiden Allele eines Genpaars unterschiedlich sind |
| Homozygotie: Reinerbigkeit.. Liegt vor, wenn die beiden Allele eines Genpaars gleich sind |
| Hepatitis: Ansteckendere Leberentzündung, Virusinfektion, ansteckend |
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| I |
| Inzuchtdepression: Folge von steigendem Inzuchtniveau. Durch die eingeschränkte genetische Vielfalt wird das
Anpassungsvermögen des Organismus gegen Umwelteinflüsse herabgesetzt. Vitalität und Krankheitsresistenz der Tiere werden negativ beeinflusst. Fruchtbarkeit und Lebenserwartung sinken |
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| J |
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| K |
| Krabbe Desease: Degenerative neurologische Erkrankung, die durch Fehlen des Enzyms Galactocerebroside b-galactosidase
zustande kommt. Beginnend in den ersten Lebenswochen bis -monaten kommt es zu progressiven motorischen und mentalen Beeinträchtigungen. Die Krankheit endet immer tödlich, eine
Behandlung ist nicht möglich. |
| KCS: Kerato Conjunktivitis Sicca - das „trockene Auge“: Erkrankte Tiere leiden ständig unter Augenbeschwerden wie
Brennen, Tränen, Fremdkörper- oder Trockenheitsgefühl. Eine Störung der Produktion von Tränenflüssigkeit an einem oder beiden Augen führt zu einem Austrocknen der Bindehaut und
der Hornhaut. Hierdurch sammelt sich in den erkrankten Augen Schleim an, der einen optimalen Nährboden für Bakterien bietet. |
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| L |
| Legg Calve-Perthes-Erkrankung: Aseptische Nekrose des Oberschenkelkopfes.
Aufgrund einer Störung der Durchblutung im Bereich der Wachstumsfuge des Oberschenkelhalses kommt es zu Verformungen und schließlich zum Absterben des Oberschenkelkopfes. |
| Leptospirose: Auch die Leptospirose ist eine gefährliche Erkrankung der Hunde, die auch unter dem Namen Stuttgarter
Hundeseuche oder Weilsche Krankheit bekannt ist. Erreger sind die Bakterien Leptospra canicola und Leptospira icterohaemorrhagiae, letzteres ist auch für den Menschen gefährlich.
Ansteckungsquelle sind Hunde, Ratten, Mäuse und andere Tiere sowie verschmutzte Teiche, Tümpel, Gräben und Sumpfe. |
| Leishmaniosen sind lang bekannte (siehe auch:Leishmaniose - die
Historie) äußerst ernstzunehmende parasitäre Erkrankungen von Mensch und Tier. >> hier mehr:
www.leishmaniose.de |
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| M |
| Merle: Spezielle Farbvariante, die z.B. bei Collies, Doggen, Dackeln etc. auftritt. Das Fell wirkt marmoriert. Das Gen,
das in heterozygoter Form für diese Färbung verantwortlich ist führt in homozygoter Form zu starkem Pigmentmangel, der mit Störungen der Sinnesorgane (Sehen, Hören, Gleichgewicht)
verbunden ist. Damit der homozygote Genotp nicht auftritt, sollten Tiere mit Merlefärbung immer nur mit normalgefärbten Tieren gepaart werden. |
| Mukopolysaccharidose: Gruppe von Speichererkrankungen (Stoffwechselerkrankunbgen),
bei denen es durch den genetischen Defekt eines bestimmten Enzyms zur Anhäufung von Stoffwechselprodukten in den Lysosomen (Speichereservoir von Zellen) kommt. Die betroffenen Zellen
werden dadurch geschädigt und sterben ab. Die klinische Symptomatik besteht in Skelettmissbildungen und fortschreitenden neurologischen Ausfällen die schließlich zum Tod des Tieres führen. |
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| N |
| Nachtblindheit: Erblich bedingte Augenerkrankung, die z.B. beim Briard auftritt. Betroffene Tiere zeigen vom Welpenalter
an bei Dunkelheit ein stark eingeschränktes Sehvermögen. Im späteren Alter ist auch bei Tageslicht der Visus beeinträchtigt. |
| Narkolepsie: Neurologische Erkrankung, die mit anfallsartigen Lähmungen der Hinterextremität und Einschlafattacken
einhergeht. Betroffene Hunde schlafen mehr und häufiger als gesunde Hunde. Durch (freudige) Erregung können die Anfälle ausgelöst werden. |
| Nierendysplasie: Entwicklungsstörung der Nieren, die zu eingeschränkter oder fehlender Nierenfunktion und schließlich
zu tödlichem Nierenversagen führt. |
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| O |
| Osteochondrosis dissecans: Erbliche Gelenkserkrankung, die in verschiedenen Gelenken (Schulter,
Ellbogen, Knie, Tarsalgelenk) auftreten kann. Durch Fehlbelastungen kommt es Verletzungen des Gelenksknorpels. Knorpelstückchen |
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| P |
| Phänotyp:
Äußeres Erscheinungsbild eines Individuums das sowohl vom Genotyp wie
auch von der Umwelt beeinflußt wird |
| Patellaluxation - Kniescheibenluxation: Erbliche Erkrankung des Kniegelenks, die
besonders häufig bei Zwerghunderassen auftritt. Durch Abflachung der Knochenwülste, an denen die Kniescheibe normalerweise auf und abgleitet rutscht die Kniescheibe nach innen ab.
Diese Luxation kann je nach Ausprägung der Erkrankung gelegentlich auftreten (habituelle Form) oder ständig bestehen (stationäre Form). In jedem Fall kommt es durch die überlastung
des Gelenksknorpels zu chronisch degenerativen Veränderungen (Arthrose) |
| Panostitis eosinophilica: Erkrankung der langen Röhrenknochen, die häufig bei Junghunden großer
Rassen auftritt. Die Ursache ist bisher noch nicht bekannt. Es kommt zu wechselnden Lahmheiten, Druckempfindlichkeit, Fieber, Appetitlosigkeit und Störungen des Allgemeinbefindens. Die
Krankheit ist selbstlimitierend, d.h. sie heilt nach einiger Zeit von selber wieder ab. |
| Population: Gruppe von Tieren, die gemeinsam züchterisch bearbeitet werden. |
| PRA: Progressive Retinaatrophie. Erbliche Erkrankung der Netzhaut, die zu Erblindung führt. Sie
tritt in verschiedenen Rassen in verschiedener Form und mit unterschiedlicher genetischer Grundlage auf. |
| Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse: Pankreasinsuffizienz (Unterfunktion der
Bauchspeicheldrüse) entweder aufgrund einer vorangegangenen Entzündung oder auch durch Veranlagung (z.B. häufiger bei Deutschen Schäferhunden) |
| Parvovirose: Der Erreger , das Parvovirus des Hundes hat sich vor ca. 25 Jahren vermutlich aus dem Erreger
der Panleukopenievirus der Katze entwickelt. Aus diesem Grund wird die Hundeparvovirose oft auch als Katzenseuche des Hundes bezeichnet, obwohl Katzen heutzutage nichts mehr mit dieser
Krankheit zu tun haben und auch nicht die Krankheit übertragen können. |
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| Q |
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| R |
| Rasse: Künstliche Fortpflanzungsgemeinschaft von Tieren. Tiere einer Rasse zeigen Ähnlichkeit
in solchen Merkmalen, die in der Rasse züchterisch bearbeitet werden. Eine Paarung zwischen Tieren verschiedener Rassen ist möglich (Kreuzungszucht),
wird aber im Rahmen der Rassehundezucht im Normalfall nicht durchgeführt |
| Rezessive Letalwirkung: Gene, die in heterozygoter Form ein erwünschtes Merkmal
bedingen können in homozygoter Form zu einen vitalitätsmindernden Defekt zur Folge haben. Ein Beispiel für ein solches Gen ist das Merlegen |
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| S |
| Staupe: Virusinfektion, ansteckend, zeigt sich mit Fieber, Erbrechen, Durchfall, Augenentzündungen, Schnupfen, manchmal
sogar Nervenstaupe mit krampfartigen Anfällen |
| Spondylose: ist einerseits der Abbau von elastischen Elementen (Bänder und Zwischenwirbelscheiben) und andererseits knöcherne
Zubildungen (Bildung von Knochenbrücken), meist an der Unterseite der Wirbelsäule. Diese führen zu leichter bis starker Bewegungseinschränkung, bis hin zur völligen Versteifung. Die
Knochenzubildungen treten in erster Linie zwischen den Wirbelkörpern, an der Bandscheibe und den Zwischenwirbelbändern auf. |
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| T |
| Trachealkollaps: Forminstabilität der Luftröhre, die zu einer Verkleinerung des
Trachealdurchmessers und damit zu einer Verringerung der Atemkapazität führt. Gefährdet sind vor allem übergewichtige Zwerghunde in höherem Alter. |
| Tollwut: Die Tollwut ist für alle Säugetiere und damit auch für den Menschen eine absolut tödliche
Krankheit. Der Erreger ist ein Rhabdovirus und wird bei unseren Haustieren nahezu ausschließlich durch den Biß infizierter Füchse übertragen. Das Virus dringt durch den Biß in den Körper
ein und wandert innerhalb von Wochen bis Monaten entlang der Nerven zum Gehirn. Die Folgen sind Agressivität, Wesensveränderungen, und Lähmungserscheinungen. Fortschreitende
Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen, gefolgt von Krämpfen und Lähmungen führen schließlich zum Tod. |
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| U |
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| V |
| Vererbung: Weitergabe von genetischer Information von
den Eltern an die Nachkommen. |
| Von Willebrand Disease: Erbliche bedingte Störung der Blutgerinnung die
durch Fehlen des Von Willebrand Blutgerinnungsfaktors entsteht. Betroffene Tiere bluten nach Verletzuungen sehr lange nach und können dabei verbluten. |
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| W |
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| X |
| XL-PRA: Geschlechtsgekoppelte Form der PRA.
Tritt vor allem bei männlichen Tieren auf. Weibliche Tiere können Überträger sein, in seltenen Fällen können sie auch selber betroffen sein. Das ist dann der Fall wenn ihr Vater
betroffen und die Mutter Überträgerin ist. |
| X-SCID = X-linked schwere kombinierte Immundefizienz: Defekt im Bereich der zellulären und
humoralen Immunantwort, der nur bei männlichen Tieren auftritt. Betroffene Rüden zeigen eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber bakteriellen und viralen Infektionen und sterben in den
ersten Lebensmonaten infolge schwerer rezidivierender Infektionen. |
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| Y |
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| Z |
| Zucht: Menschlicher Eingriff in
die Fortpflanzung bei Tieren. Unter Zucht sollte die geplante Paarung von Tieren mit bestimmten Merkmalen verstanden werden. Ziel der Zucht ist die Verbesserung oder Fixierung dieser
Merkmale in einer Population. |
| Zuchtwertschätzung: Zuchtwert ist der Wert eines Tieres für die Zucht ausgedrückt
in der Leistungsüberlegenheit seiner Nachkommen. Der Zuchtwert eines Tieres kann aus der Eigenleistung des Tieres selber, und/oder aus den Leistungen verwandter Tiere geschätzt werden.
Die größte Aussagegenauigkeit gibt die Leistung der Nachkommen mit dem Nachteil dass bis zum Vorliegen des Zuchtwertes sehr viel Zeit vergeht.
Eine moderne Form der Zuchtwertschätzung stellt die BLUP-Zuchtwertschätzung dar. Hier wird aus den Leistungen sämtlicher bekannter Verwandter inclusive
des Tieres selber ein Zuchtwert mit einem sehr hohen Informationswert geschätzt. Die BLUP-Zuchtwertschätzung wird bei landwirtschaftlichen Nutztieren im Rahmen der Leistungszucht seit
einigen Jahren routinemäßig durchgeführt. Beim Hund steht sie seit einiger Zeit ebenfalls zur Verfügung und wird hier vor allem zur Bekämpfung von Erbfehlern wie z.B. HD eingesetzt.
Da die Genauigkeit der BLUP-Zuchtwertschätzung allerdings von der Zahl und der Repräsentativität der berücksichtigten Verwandten abhängt kann sie nur
dann erfolgversprechend eingesetzt werden wenn von möglichst vielen Verwandten des Probanden (zu prüfendes Zuchttier) Informationen vorliegen. Außerdem müssen die in der Zuchtwertschätzung
berücksichtigten Verwandten eine nicht vorselektierte Stichprobe aus allen Verwandten des Probanden sein. Da diese Voraussetzungen in der Zucht von Hunden nur in Ausnahmefällen gegeben
sein werden ist dessen Anwendbarkeit in der Hundezucht im Regelfall in Frage zu stellen. (nach Irene-Sommerfeld-Stuhr)
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| Zwingerhusten: Unter dieser Bezeichnung faßt man einen ganzen Komplex von
ansteckenden Entzündungen der oberen Luftwege zusammen. Der Name Zwingerhusten ist insofern irreführend, als keineswegs nur Zwingerhunde befallen werden.
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