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Kasha Kasha Kontrovers  
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Kasha kam am 08.03.2006 in unsere Familie. 

Kasha ist schon durch diverse Hände gegangen. Der Grund der Abgabe lag darin, dass der ehemalige Halter, ein amerikanischer Militärangehöriger, in die Staaten zurückbeordert wurde und "natürlich" seinen Hund nicht mitnehmen konnte/wollte. 

In der Gegend der US-Bases werden lt. Aussage des Tierheimes Kaiserslautern und einer befreundeten Tierschützerin, die dort lebt, von diversen Züchtern diverse Rassen für diese Militärangehörigen geradezu produziert. Wohl wissentlich, dass der Aufenthalt in Deutschland in der Regel 3 Jahre währt. Ist dann kein Tierheim oder anderer Mititärangehöriger / Kamerad bereit den Hund zu nehmen, werden diese eben zu den Tierärzten der Bases / Camps gebracht u. dort innerhalb weniger Tage eingeschläfert, wenn es keine Interessenten gibt. Parallelen zu den Hundeklappen in USA sind offensichtlich. Das Tierheim Kaiserslautern z.B. ist nicht mehr bereit, Hunde an Militärangehörige abzugeben.

Kurz zum Tierheim: wir hatten einen sehr guten Eindruck. Ansehnliche Zwinger, Gruppenhaltung sofern möglich, regelmäßige Modernisierungen und vor allem engagierte Mitarbeiter. 

Nachdem wir Kasha unsere Aufwartung im Tierheim gemacht haben konnten wir die Kleine Anfang März nach mehreren Hunderten von Kilometern Autofahrt zu uns holen. Und hier wohnt Kasha nun

 

Unsere Jungs waren von Anfang an von ihr begeistert, was wohl auch daran lag, dass sie bei unserem Besuch im Tierheim in der Hitze war und immer noch ausgesprochen gut roch, als sie schließlich bei uns eingezogen ist. Besonders am Anfang wachten wir mit Argusaugen besonders über unseren jugendlichen Casanova Bolbo und seine Avancen und schliefen einen unruhigen Schlaf mit Leine um`s Handgelenk um eventuelle nächtliche Liebesbekundungen zu unterbinden. 

Zum Glück legte sich diese Aufregung recht rasch und Kasha ist seitdem kontinuierlich dabei, sich zu entwickeln. Die Kleine scheint nicht recht viel gelernt zu haben. Gassigehen ohne Gezerre und fast Erwürgen war anfangs nicht möglich - mit Geschirr funktioniert es nun wunderbar. Jogger oder Radlfahrer, die zu Beginn mit bösem Geknurre bedacht wurden, werden mittlerweile dank Unmengen an Leckerlis die in Kashas Rachen verschwinden eher ignoriert und stattdessen fixiert sie uns mit ihren Rehäuglein. Schwimmen kann sie, nachdem sie im wilden Spiel einfach in die Salzach geplumpst ist. Das Herankommen auf Rufen klappt schon zuverlässig, Hundekumpels hat sie schon gefunden und unsere Katze Keiko kann mittlerweile mit Ihren Freundschaftsbeweisen à la „Elefant im Porzellanladen“ gut umgehen. Sie zeigt sich nach anfänglicher Skepsis verträglich mit Menschen, Kindern und Hunden. 

Bezüglich Lernen u. Erziehung ist es ein enormer Vorteil, wenn man einen verfressenen und bestechlichen Do-Khyi wie Kasha hat. Aber: sie ist extrem futterneidig! Jedes Fressen überwacht sie mit gestresstem Blick in Richtung der Jungs. Bei Diebstahlversuchen musste sie bereits Abreibungen der Jungs über sich ergehen lassen. Das tägliche Große Leckerli wird bewacht u. mit wildem Geknurre verzehrt. Bei dieser Gelegenheit hat sie mich auch schon fast über den Haufen gerannt: mit Ziemer im Maul u. wilden Knurren, schließlich aber m. erschrockenen Blick, als sie merkte, wenn sie da fast platt gemacht hätte.

Soviel zu knurrenden Hunden: wenn man sich schon einen Hund aus dem Tierschutz holt, sollte man doch vor dem Hintergrund dessen Vergangenheit mit dem Tier arbeiten und dessen Ausdrucksweisen zu verstehen versuchen. Unsere Kasha bleibt trotz Knurren hier! 

Kasha ist ein dreijähriger Welpe und die Dinge, die sie kennen lernen durfte, sind sicher nicht gerade viele gewesen. Eben ein "Spiel-Puppy" für die Ami-Kinder. So niedlich die Kleine aussieht, so anstrengend kann sie sein. 

Es geht eben bei der Aufnahme Rescue-Hundes nicht nur darum, ihn schnell aus der "schrecklichen Situation Tierheim" zu holen (Ausnahme: Tierheimhunde aus den Tötungsstationen im Ausland. Da muß schnell reagiert werden und der Tierschutz darf meiner Meinung nach nicht an der Grenze enden). Wichtig ist eben auch, dass man dem Hund mit seine Bedürfnissen gerecht werden kann und sich bewußt ist, wie viel Zeit und Energie das am Anfang kosten kann - und das für alle Familiemitglieder! 

Wir sehr froh, dass sie bei uns ist. Es macht sehr große Freude ihr zu zusehen, wenn sie mit Chacko Patrouille im Garten läuft, einen Abstecher in`s Haus macht, um dann im Anschluß mit Bolbo auf dem Sofa zu kuscheln. Ich persönlich kann es nur jedem Do-Khyi wünschen, einen Garten zum Aufpassen, ein Hügelchen zum Bellen, ein Sofa zum Kuscheln, einen Chauffeur zum Gassigehen u.s.w. zu haben. Wir zumindest versuchen unseren Wuffels das zu bieten, damit sie ihre Bedürfnisse auch ausleben können. Auf jeden Fall möchten wir unser Zuckerschnäuzchen sicher nicht mehr missen.

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