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Es ist nicht bekannt, von welchen Züchter Kasha stammt. Sie ist nicht gechipt oder tätowiert.

Kasha ging schon durch die Hände von mind. 3 verschiedenen US-Militärangehörigen. Es ist gang und gäbe, dass US-Militärangehörige sich für die Zeit ihres Aufenthalts in Deutschland Welpen in`s Haus holen und diese dann bei ihrr Rückkehr in die USA entweder anderen US-Militärangehörigen übergeben, sie in deutsche Tierheim bringen oder womöglich gleich zu den Tierärzten auf den US Basen, wo sie nach wenigen Tagen eingeschläfert werden.

In den Gegenden der US Bases gibt es lt. den Angaben des Tierschutzvereines Kaiserslautern und Pirmasens "Züchter" diverser Rassen, die Hunde einzig für diesen "Markt" produzieren. Mit Sicherheit wird bei diesen "Produkten" nicht auf  Gesundheit gezüchtet. Warum auch, je kürzer die Tiere leben, desto schneller kann man neues Material auf den Markt werfen. Die Tierheime sind an den Grenzen ihrer Kapazitäten 

Kasha ist mit Sicherheit ein Produkt dieser Praktiken. Kasha hat schwere HD, Zur Zeit humpelt sie mit dem rechtern Hinterlauf. Um ihr ein lebenswertes und schmerzfreies Leben zu ermöglichen, wird Kasha diesen Oktober eine neue Titan-Hüfte bekommen. Es ist uns unerklärlich, wie man sich auch nur einigermaßen guten Gewissens "Züchter" nennen kann, wenn man so dermaßen lebensverachtend mit Hunden und letztlich auch mit den Menschen, die diese Hunde in die Familie nehmen, umgeht. 

Hier sehen Sie Kasha`s Röntgenbild. Nicht zu vergessen, Kasha ist ca. 3 Jahre alt!

 

 
     
und hier die Hüfte nochmal im Detail

Auch wir können das Geld für die OP nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln. Aber Kasha ist nun bei uns, sie gehört in unsere Familie und wir sind ihr dies wie auch jedem anderen Familienmitglied schuldig.   

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Am 16.02.2007 ließen wir Kasha in der Tierklinik München Haar von Prof. Dr. Scharvogel operieren. Kasha bekam in einer über 3-stündigen OP eine neue Titan Hüfte eingesetzt. Bei dieser Operation werden die defekte Hüftpfanne und der Gelenkkopf entfernt und durch Titan-Implantate ersetzt.  

Die OP verlief ohne Komplikationen und am kommenden Morgen durften wir Kasha nach Hause holen. Kasha hat ca. 6 Wochen nach der OP strikten Leinenzwang. Am Anfang sollte Sie 3 mal täglich 10 Minuten Spazieren gehen, ab dann darf der Spaziergang kontinuierlich gesteigert werden. Treppensteigen ist für ca. 6 Wochen tabu. Die Problematik ist nicht, Kasha zum gehen zu animieren. Nein, die Problematik besteht darin, sie zu stoppen und ihren unmäßigen Bewegungsdrang einzuschränken!

Nachdem sich Kasha die Fäden der ca. 20cm langen Narbe in einer unachtsamen Minute selbst gezogen hatte, stand sie ununterbrochen unter unserer Kontrolle oder Freunde passten auf sie auf. Die Fäden und aufgrund ihrer Aktion neu gesetzten Klammern sind nun gezogen und die Narbe heilt wunderbar.

Bis auf das nackte Beinchen und ein kleines Humpeln merkt man von der OP und ihrer Beeinträchtigung davor nichts mehr.

Am 27.02.2007 waren wir mit Kasha in der Tierklinik Haar zur Nachsorge und Röntgen. Der Tierarzt Dr. Scharvogel ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Operation. Nun muß nur noch das Hüftgelenk vollständig einwachsen. 

Unglücklicherweise zeigte sich im April 2007 eine gravierende Komplikation: das Hüftgelenk luxierte wahrscheinlich im Spiel mit Bolbo. Diese Komplikation ist selten aber nicht ausgeschlossen. Kasha wurde mußte also erneut operiert werden wobei Das Gelenk wieder eingefügt wurde. Resultat war eine erneute strikte Leinenpflicht, das Tragen Kashas bei Stufen, getrennte Spaziergänge u.s.w.

Mit viel Geduld und Physiotherapie läuft Kasha nun wieder wunderbar, obwohl sie sich durch die Schonung eine gewisse Meidehaltung in der Bewegung des Hinterlaufes angewöhnt hat, die wir hoffen noch durch Physiotherapie in den Griff zu bekommen.    

Dennoch können wir nur jedem anraten, diese OP bei Hunden, die durch ihre HD stark beeinträchtigt sind, machen zu lassen. Das Geld, das man in die Gesundheit seines Hundes investiert, ist es allemal wert.

An dieser Stelle möchten wir allen Freunden und Bekannten danken, die uns unterstützt haben, uns Mut zur OP zusprachen und die, die uns tatkräftig zur Seite standen.

Danke an Herrn Dr. Scharvogel und sein Team der Tierklinik Haar, die dieses tolle Ergebnis leisteten. 

Besonders erwähnen möchten wir hier Familie Ebeling, die uns mit ihren Erfahrungen der Hüft-OP bei Ihren Do-Khyi Rüden Mac Mut machten, diese OP "anzugehen".  Außerdem Danke an Familie Zacharias, die bei Kasha diverse Male "Babysitter" spielte und auch an Leyla Ouranguie-Asr, die wieder einmal Ihre Qualitäten als Engel unter Beweis stellte. 

   
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