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Bildunterschrift: Nomad woman, yak-hair tent, and Tibetan Mastiff in rangelands at 3800 m in the Mustang region of Nepal. (Bildquelle: Food and agriculture organisation of the United Nations, FAO,
www.fao.org)
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Neben dem Schutz der Herde fällt dem Do-Khyi die Aufgabe zu, Jurten, Häuser und Klöster zu bewachen. Außerdem spielen sie eine Rolle bei den sogenannten „Himmelsbegräbnissen“, wobei die Verstorbene von einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe, den „Leichenzerteilern“ präpariert und den Hunden und Geiern zum Verzehr vorgelegt werden. Hintergrund ist der, dass man somit der Hygiene gerecht werden kann, da Menschen im zumeist gefrorenen Boden der Himalaya Region schlecht bestattet werden können. Außerdem kann so der Mensch im Hund noch ein Weilchen auf der Erde verweilen.
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Bildunterschrift: "Der Platz der "Himmelsbestattung" nahe dem Kloster Sera bei Lhasa. Hier werden die Leichen zerteilt und den Geiern als Futter überlassen. Danach wird Tsampa auf dem Platz verstreut" (Bildquelle: Himmelsbegräbnis-Stätte in Tibet, entnommenn aus dem dem Buch "Tibet" von Kazuyuoshi Nomachi, Villa Arceno Verlag. |
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Bildunterschrift: "Hunde machen sich hinter dem Jukun-Tempel im Nordwesten Lhasas über die von den Geiern übrig gelassenen Reste her. Ausländern ist es heute streng verboten, sich den Orten der Himmelsbestattung zu nähern." (Bildquelle: Himmelsbegräbnis in Tibet, entnommenn aus dem dem Buch "Tibet" von Kazuyuoshi Nomachi, Villa Arceno Verlag) |
| Der Do-Khyi stellte für den Tibeter seit jeher einen Begleiter dar.
Das tibetische Sprichwort „Die drei trefflichsten Güter des Hirten sind sein Gewehr, sein Pferd und sein Hund“ ist
bezeichnend für die Beziehung zwischen Tibetern und ihren Hunden.
Der ehemalige schweizer Züchter Thomas Dähler vom Zwinger "Gesar`s" hat in der Hundezeitung einen interessanten Artikel zum Thema Do-Khyi "Tibetische Hunde in der VR China" verfasst. Mit
der der Kulturrevolution in China unter MAO seit 1949 begann der totale kulturelle und religiöse Zusammenbruch Tibets. 1950 rückten die ersten chinesischen Truppen in die östlichen
Provinzen Tibets ein. 1951 wurde die Hauptstadt Lhasa besetzt. In den darauffolgenden Jahren kam es zum erfolglosen offenen Widerstand der tibetischen Bevölkerung gegen die
Fremdherrschaft. Der Dalai Lama und Panchen Lama versuchten in Verhandlungen mit der chinesischen Regierung Verbesserungen für die Tibeter oder dauerhafte annehmbare Vereinbarungen für
das tibetische Volk zu erreichen. Dies allerdings vergebens. Es
folgten für Tibet Jahre der religiösen Unterdrückung, der Hungersnöte und der blutigen Aufstände. Im Aufstand der Tibeter 1959 erhoben sich die Bewohner Lhasas offen gegen die
chinesischen Besatzungskräfte. Der letzte Dalai Lama mußte nach Indien ins Exil fliehen und gründete dort, in Dharamsala, die Exilregierung Tibets. Tausende von Tibetern folgten dem
Dalai Lama. Die Roten Garden zerstörten während der chinesischen Kulturrevolution fast alle Klöster des Landes und den Tibetern wurde von Mao jegliche religiöse Betätigung verboten.
Dies und eine mangelnde Lebensmittelversorgung der Bevölkerung verursachte schweren Unruhen im Lande mit weiteren Leiden für die Einheimischen: Folterungen, Vergewaltigungen und
Freiheitsentzug. Eine Unzahl von Tibetern starben in den Gefängnissen. Im
Zuge der bewussten und zielgerichteten Zerstörung tibetischer Religion und Kultur machten die Chinesen auch vor den Tieren nicht Halt.
Systematisch
wurde der den tibetischen Nomaden mit der zwangsweisen Unterbringung in gemauerten Häusern, der Reglementierung der Viehaltung und der Tötung von Do-Khyi die Lebensgrundlage entzogen.
Mit der Zerschlagung der Vierbande 1976 profitierte auch Tibet von einer beginnenden Liberalisierung. Es war nun mit Einschränkungen und unter Aufsicht möglich, Tibet zu bereisen. Religiöse Stätten wurden wieder aufgebaut (teils auch als Propaganda- Objekte der chinesischen Regierung), Tibeter versuchten ihren Glauben wieder zu leben und es war möglich, für die traditionelle Kailash Umrundung auf Pilgerreise zu gehen. Und offensichtlich hatten ebenfalls einige der tibetischen Hunde überlebt.
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Bildquelle: reuters
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| Zucht in China Tibetische Hunde, Do-Khyi, Tibet Mastiff wurden nach China verbracht um dort gewinnbringende Zuchten
aufzubauen. Heute existieren in China lt. „China
Daily "(…) 100 Tibetan mastiff breeding centres in Beijing alone," said
Wang Lianhua, former secretary of China Tibetan Association. Do-Khyi werden zu horrenden Preisen gehandelt “Some such dogs with an authentic pedigree were recently sold for 600,000 yuan
(US$73,982).” (Quellen China Daily, “HOUNDED TO EXTINCTION?”, Li
Jin, 05.08.2005). Und an anderer Stelle kann man lesen “An exhibition of Tibetan mastiffs held in Tianjin saw one dog named Golden Egg fetch a price of 10 million yuan (US$1.2 million). The breed, which originally lived in Tibetan Plateaus about
4,000 metres above sea level, is one of China's unique canine species and has a reputation of being one of the most defensive dogs in the world.
Recently, Tibetan mastiffs have become pets to many wealthy
urban residents, the Tianjin Morning Post reports. Es zeigt sich eindeutig, dass die Zucht eines Do-Khyi – eines Tibetan Mastiff – einen bedeutenden wirtschaftlichen Faktor und ein sehr einträgliches Geschäft darstellen kann. Folgend einige Einblicke in Hundeausstellungen in China, ebenfalls China Daily entnommen.
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| Bildquelle
der obigen drei Bilder: Tibetan
Mastiff Show in Lanzhou, China Daily vom 04.05.2006
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Bildquelle der zwei BIlder links: Rare Tibet mastiffs on display in Suzhou, China Daily vom 10.04.2006
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| Der echte, der wahre Do-Khyi Die Artikel aus China Daily berichten von Preisen von bis zu 1 Million US Dollar für für reinrassige Do-Kyhi/Tibet Mastiff. Unbestritten stellt der "echte", "wahre", "reinrassige" Do-Khyi in
China einen enormen wirtschaftlichen Faktor dar. Nur stellt sich an dieser Stelle für uns die Frage: Wer kann kynologisch fundiert von sich behaupten, das Aussehen und Benehmen des „wahren“ und urspünglichen Do-Khyi beurteilen zu können? Wer will beurteilen, dass es sich bei dem Do-Khyi den er vor sich sieht, um ein reinrassiges Tier handelt? Gerade wenn man sich vor Augen führt, dass man auf Abbildungen und Fotos Do-Khyi immer wieder mit recht unterschiedlichen Aussehen, Körperbau etc. zu sehen bekommt. In Deutschland wurde und wird immer wieder die Frage diskutiert, wie der echte Do-Khyi aussieht. Ist es ein massiger Hund mit molossoiden Zügen? Ein Hund bei dem Gewichtsangaben bis zu 100 kg zutreffen? Ist es ein zwar kräftiger und vor allem wendiger, aber nicht zu schwer gebauter Hund? Ein Berghund mit großer Ausdauer und Kondition? Wer also kann einen "echten" von einem "falschen" Do-Khyi unterscheiden?
In historischen Bildmaterial wird der Do-Khyi folgendermaßen dargestellt.
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(Bildquelle unbekannt)
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Bildunterschrift: Tibethunde - Besitzer Graf Szecheni (Bildquelle: "Rassen des Hundes" Kynos Verlag)
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Bildunterschrift: Mastiff of Tibet (Bildquelle: "Lizars Animated Nature", London 1832)
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Tibet Dogge "Siring", London 1881 (Bildquelle: "Die deutschen Hunde", Kynos Verlag)
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Bildunterschrift: Tibet Schäfer Hund "Siring", Besitzer: Prinz of Wales (Bildquelle unbekannt) |
| Bildmaterial aus den 40er bis ca. 70er Jahren
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(Bildquelle: alle drei Bilder www.tibetpic.com) |
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| Aktuelle Aufnahmen von chinesischen Zuchtstätten und aus China
ohne Wertung der gezeigten Hunde und ohne Hinterfragung, ob es sich hier um „echte“ Do-Khyi handelt. Alle
diese Aufnahmen sind mit der Bezeichnung Tibet Mastiff versehen.
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(Bildquelle www.tibetpic.com) |
(Bildquelle www.tibetpic.com) |
(Bildquelle www.tibetpic.com) |
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(Bildquelle www.tibetpic.com)
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(Bildquelle: Hindu
magazin)
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Bildunterschrift: "A
Tibetan mastiff of a breeding base in Lhasa,
capital city of Tibet, photo taken on January 27 (Bildquelle: China Tibet InformationCenter) |
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Bildunterschrift: A tiger-headed Tibetan Mastiff (Bildquelle: China Tibet InformationCenter) |
(Bildquelle: China Tibet InformationCenter)
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Auch diese Hunde findet man in Internet auf chinesischen Webpräsenzen unter der Bezeichnung "Do-Khyi". Geht man von der reinen "Gebrauchsbezeichnung" Do-Khyi = Anbindehund aus, warum sollten das keine Do-Khyi sein? Sieht man aber den traditionellen Hintergrund, nämlich dass der Hund in erster Linie gebrauchsfähig sein muß, sehen wir diese Hunde - unabhängig ob sie gefallen oder nicht - als wenig geeignet für eine Hirten an. Extrem Langes und voluminöses Fell ist arbeitsaufwändig. Helle Farben sind in einer Herde von Yaks auffällig. Große körperliche Masse ist auf langen Wanderungen und im Gebirge hinderlich u.s.w.
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(Bildquelle: www.imtoobad.blogspot.com) |
(Bildquelle: China Tibet InformationCenter) |
(Bildquelle: China Tibet InformationCenter) |
| Hilfe für den Do-Khyi? Bring Tibet Mastiff back home! Neben den herkömmlichen chinesischen Zuchtstätten für den Do-Khyi existieren Bestrebungen, den Do-Khyi in seinem angestammten Gebiet, d.h. Tibet und die gesamte Himalaya Region wieder zu etablieren. Do-Khyi werden von chinesischen Züchtern und auch Tierschützern zurück nach Tibet gebracht. “An activity aiming at sending Tibetan mastiff home sponsored
by CNKC (National Kennel Club of the China Animal Agriculture Association) stated in Beijing on July 18, 20 fine Tibetan mastiffs would be sent to 20 Tibetans, lectures on mastiff
breeding development would be given on the journey. Nicknamed as "Bluster", Tibetan Mastiff is under the second-rate state's protection and categorized as one of the rarest dog in the world.” (Joy, China Tibet Information Center,). ” Statistics
show that there are 300,00 dogs in the world that are mixed breed Tibetan Mastiffs but fewer than 100 purebreds” (Quelle Xinhuanet,
www.news3.xinhuanet.com) Im Oktober 2006 ist die Gründung der „Tibetan Mastiff Association" in Lhasa geplant, die sich dem Schutz, der Zucht und Ausstellungen widmen soll (Quelle: Joy, China Tibet Information Center). Im Qinghai Lake State Nature Reserve, im Nordwesten der Provinz Qinghai wurde bereits ein Zuchtzentrum eingerichtet. Dort bilden 30 Do-Khyi den Grundstock für eine Gendatenbank und ein Zuchtprogramm. |
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Bildunterschrift: A Tibetan Mastiff in Sanjiangyuan Bildquelle:www.yellowriver.gov.cn |
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Es stellt sich allerdings die legitime Frage, wie die Selektion der Hunde stattgefunden hat, welche
Kriterien die „Reinrassigkeit“ begründen. Nun, vor diesem Hintergrund der Verbringung von Tibet Mastiffs durch Chinesische Züchter oder
chinesische „Hundeschützer“ wirft sich auch die Frage auf, ob nicht auch geschäftstüchtige chinesischen Züchter diese Schiene nutzen, um ihre Tibet Mastiffs unbesehen der
Reinrassigkeit oder nicht, ins tibetische Hochland zu verbringen, um ihnen den Anspruch der „Echtheit“ angedeihen zu lassen.
Beweisen können wir diese Theorien nicht, vorstellbar sind sie allerdings. Gerade wenn man bedenkt,
welche Preise sich durch einen „reinrassigen Tibet Mastiff“ erzielen lassen.
Sind die Hintergründe dieser Bestrebungen, den Do-Khyi wieder in Tibet zu etablieren und zwar als der Hund, der er traditionell war und nicht als Prestigeobjekt reicher Chinesen und sind diese Projekte rein altruistischer Natur, kann man nur hoffen dass die Chinesen analog der Panda-Zuchtprogramme die Population der Do-Khiy wieder auf eine gesunde Basis stellen können. |
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China Exploration and Research Society, CERS Im Wall Street Journal vom 03,10.2006 war ein Bericht nachzulesen über die Bestrebungen des Gründers der China Exploration and Research Society, Wong How Man’s, den Do-Khyi zu erhalten. |
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Herr Wong`s Ziel ist es, den Do-Khyi in seinem natürlichen Habitat wieder ein zugliedern. Hr. Wong
stellte fest, dass die Tibet Mastiffs immer kleiner werden, ihr Bellen nicht mehr tief und durchringend klingt, was er auf Mischungen und Einkreuzungen zurückführt. Ebenfalls sieht Hr.
Wong die Gefahr, der Do-Khyi würde zum Status Symbol reicher Chinesischer Stadtbewohner: „They want Hummers; they want Tibetan mastiffs” Hr. Wong bereiste im Sommer 2004 das tibetische Hochland um diverse Hunde aufzukaufen, die er als typische und reinrassige
Do-Khyi einschätzt. Es wurde unter seinem Patronat 80 km von der tibetischen Grenze entfernt ein nicht kommerzielles
Zuchtzeitrum gegründet, in den die gekauften Hunde aufgezogen und gezüchtet werden. Zur Zeit befinden sich dort 8 erwachsenen Hunde u. 3
Welpen. Der Plan ist, ab kommenden Jahr Welpen an tibetische Familien abzugeben unter der Vorraussetzung,
dass sie die Hunde einige Generationen aufziehen, statt diesie zu verkaufen. Hier der Artikel des Wall Street Journal in voller Länge. >>> Artikel |
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CERS
Auf der Homepage der CERS,
China Exploration an Research Society, wird das Projekt Do-Khyi vorgestellt: “TIBETAN MASTIFF RESCUE Expedition to search for the real Tibetan mastiff at extreme elevation in order to preserve a
vanishing breed of dog The Tibetan Mastiff is one of the most ancient of dog breeds. Fearless and huge in size, they have been
used as guard dogs for centuries by the nomads of the plateau. In recent years however the stock of pure-bred Tibetans mastiffs has declined as other dogs brought in by outsiders from the
lowlands mix with the mastiffs. Today it is extremely difficult to find true, pure-bred Tibetan Mastiffs. For the moment, the lowland dogs are unable to mate at elevations above 4,500
meters. There is therefore a small window of opportunity to save the true mastiffs before second and third generation mix breeds can penetrate to higher elevations, allowing them to
interbreed with the last isolated pockets of pure Mastiffs. CERS is launching expeditions to the deepest, most remote corners of the plateau to reach the remaining mastiff enclave. A non-commercial kennel has been started to maintain the true breed of Tibetan Mastiff and protect their unique and ancient gene pool.”
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(Bildquelle: www.cers.org.hk) |
| Fazit
Wir möchten uns nicht anmaßen, darüber zu urteilen, welcher Typ, welche Farbe, welcher Körperbau den richtigen, echten und wahren Do-Khyi darstellt. Uns scheint es nur Plausibel, dass es tatsächlich unterschiedliche Typen des Do-Khyi gab und gibt. Es fällt uns schwer sich vorzustellen, wie ein extrem schwerer Hund von manchmal genannten 70-100 kg sich noch sicher und einigermaßen leichtfüßig im Gebirge auf vielen tausend Höhenmetern bewegen soll. Ein relativ leichter und wendiger Hund kann diesen Anforderungen wesentlich besser gerecht werden. Wobei ein schwerer Hund sicherlich sehr wohl als Wachhund bei einem Kloster gute Dienste leisten kann. Die tibetischen Nomaden und darüber hinaus alle traditionellen Hirten selektierten ihre Hunde nach Gebrauchsfähigkeit. Es ist auch gut vorstellbar, dass die Gebrauchsfähigkeit je nach Einsatz und evtl. auch persönlicher Vorlieben differenzierte. Wie wollen wir „degenerierte“ westliche Hundehalter mit unseren „degenerierten“ westlichen Hunden beurteilen, welcher Hund für einen Hirten der beste und geeignetste war und ist? Um dem ursprünglichen Do-Khyi auf den Grund zu gehen, scheinen uns historische Dokumente oder Reiseberichte die glaubwürdigste Quelle. Wobei die Aussage Marco Polos, die Hunde wären groß wie Esel gewesen, wohl in`s Reich der Phantasie gehört. Plausibler scheinen Reisebeichte wie z.B. Patiala, der weitgereiste Do-Khyi. Eine Diskussion darüber, welcher Züchter den richtigen oder falschen Typ züchtet ist unproduktiv. Vor allem wenn man bedenkt, dass diese Diskussionen in der Regel von Menschen geführt werden, die noch niemals ein Fuß in den Himalaya gesetzt haben und die oftmals nicht selber züchten. Oder die ohne genetischen, historischen und medizinischen Grundwissen und vor allem ohne Gewissen Hunde produzieren. Besonders verwerflich halten wie die gängige Attitüde, persönliche Ressentiments gegen bestimmte Menschen mit vermeintlichen Fach-Wissen und Beurteilen der Hunde dieser Menschen/Züchter zu tarnen. Während zum einen Zeitpunkt der schlanke Typ bevorzugt wird, kann es sehr gut sein, dass man im nächsten Moment den molossoiden Typ bevorzugt, weil man sich dadurch mehr Vorteile verspricht. Wir hoffen sehr, dass irgendwann eine Zusammenarbeit „in Sachen Do-Khyi“ auch bei uns ein Deutschland, Europa u. weltweit möglich sein wird. Auch wenn unserer ein grüner Do-Khyi sein sollte, wäre dieser für uns der „wahre“ Do-Khyi und wir würden in ihm den schönsten Do-Khyi sehen. Dennoch sollte das Hauptaugemerk darauf liegen, dass der Do Khyi in seiner Natürlichkeit und seinem ursprünglichen Aussehen erhalten bleibt. Hoffentlich können andere darüber ebenso empfinden, die unnötigen und unproduktiven Diskussionen einfach ignorieren und ihren Do-Khyi, sei es ein "echter" oder "unechter", einfach nur lieben. Hubert u. Berit Kaier |
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