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Verpaarungssysteme
In der Zucht unterscheidet man verschiedene Verpaarungssysteme:
| Inzestzucht |
Verpaarung von Verwandten 1. Grades, z.B. Mutter und Sohn. Hierbei besteht eine große Gefahr der Manifestation und Häufung von
Erbfehlern. |
| Inzucht |
Verpaarung von Individuen, die enger als der Durchschnitt der Rasse miteinander verwandt sind. Da bei einer
Inzucht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass gleiche genetische Anlagen zusammentreffen, kommt es zu einer Zunahme von reinerbigen Merkmalen und einer Verminderung von
mischerbigen Merkmalen. Dadurch entstehen einheitliche Typen. |
| Linienzucht |
Die Linienzucht stellt eine Kombination zwischen Inzucht und Kreuzungszucht dar. Man baut dabei zwei nicht
verwandte, aber in den bevorzugten Merkmalen übereinstimmende Inzuchten auf. In beiden Linien werden also nahe verwandte Tiere rückgekreuzt (s.o., z.B. Tochter auf Vater oder Enkel
auf Großvater). Dabei erlangt man eine Reinerbigkeit für möglichst viele erzielenswerte Eigenschaften und Merkmale. |
| Out-Crossing |
Fremdverpaarung von Hunden, die weniger als der Durchschnitt der Rasse miteinander verwandt sind. |
| Merkmalszucht |
Verpaarung nach rein phänotyoischen Gesichtspunkten ohne Berücksichtigung des Verwandschaftsgrades |
| Auswirkungen der Inzucht sind nach nach Inge Hansen, Auszug aus Inge Hansen, "Vererbung beim
Hund", Verlag Müller Rüschlikon |
| Merkmal |
Auswirkung |
| Vitalität |
Verminderung |
| Lebensalter |
Abnahme |
| Widerstandsfähigkeit gegen Krankeiten |
Verminderung |
| allgemeine Lesitungsfähigkeit |
Verminderung |
| Fruchtbarkeit |
Verminderung |
| Totgeburten |
Anzahl erhöht |
| Welpensterblichkeit |
Erhöhung |
| Größenwachstum |
Verringerung |
| Anomalien |
Erhöhung |
| Krankheitsanfälligkeit |
Erhöhung |
| Umweltempfindlichkeit |
Erhöhung |
Linienzucht birgt mit Einschränkungen die selben Gefahren wie Inzucht.
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