Mein Name ist Lajita. Oft werde ich aber auch Lucky genannt, oder aber auch Schleck-Attack, Stinkerle, Mäuschen, Lakolita...
Ursprünglich stamme ich von La Palma, einer der Inseln der Kanaren.
Meine ersten Lebensjahre schlug ich mich so als Straßenköter durch. Ich kann Euch sagen, das ist schon wirklich ein hartes Leben. Ständig mußte ich aufpassen, daß ich dem Hunde-Chef
des Viertels nicht auf die Füße trat oder daß ich von den Menschen nicht mit Fußtritten fortgejagt wurde. Oft genug mußte ich mich in
Auseinandersetzungen behaupten und oft genug steckte ich Dresche ein. So ist mein kleiner Hundekörper von einigen Narben gezeichnet, mein Ohr ist eingerissen, einen meiner stattlichen
Eckzähne habe ich verloren und vor allem mein Kiefer hielt einer Auseinandersetzung nicht stand. Zwar ist der wieder zusammengewachsen aber
ich habe eine dicke Narbe als “Andenken". Der Tierarzt, von dem mich Frauchen zuallererst untersuchen ließ meinte, da war ein Mensch dran schuld. Er schätzte mich auf ca. 3-4
Jahre. Allerdings möchte ich mich an meine Vergangenheit auf La Palma nicht mehr so gerne erinnern. Die
Ursachen der Verletzungen (und mein Alter) bleiben mein Geheimnis. Meine Angst vor lauten Geräuschen und Gewitter rührt auch von den
Erlebnissen auf La Palma. Mein Gott, ein paar Macken habe ich aus dieser Zeit schon davongetragen, körperliche wie auch seelische. Manchmal
denke ich mir, daß es besser ist, wenn Frauchen und Herrchen nicht alles wissen, was ich erlebt habe. Die würden vielleicht nur schrecklich traurig werden. Nun wird es Euch
interessieren, wie ich als original palmerischer Straßenköter nach München gekommen bin. Frauchen war 1992 als
Tauchassistentin auf einer Tauchbasis beschäftigt. Da hatte sie es richtig toll erwischt. Der Chef und seine Frau waren auch die totalen Tiernarren, die hatten einen fast 1 jährigen
Mastino Espaniol, Oscar, der grade mal 65 Kilos auf die Wage brachte und der ständig seinen Sabber auf Kleidung, Möbeln u.s.w. verbreitete, eine Fundhündin aus Deutschland, die Töle,
und außerdem einen palmerischen ehemaligen Straßenhund, Chicko. Nicht zu vergessen die Massen an Katzen, die sie jeden Tag versorgten. Eigentlich wollte Frauchen ja den
Kleinen Kater Pedo (=Pups) mit zurück nach Deutschland nehmen, aber eines Tages kam Pedo einfach nicht mehr zum Fressen vorbei. Wahrscheinlich hat ihn das gleiche Schicksal ereilt wie
viele meiner Freunde: überfahren, vergiftet, erschossen, zu Tode getreten oder im Kampf mit Artgenossen gefallen. Aber nun genug der traurigen Geschichten. Frauchen war eines Abends mit
ihrem Chef abends in der Kneipe Lajita, bei der ich mich schon seit einigen Tagen durchschnorrte. Als die beiden aufbrechen wollten, hat Frauchen mich auf dem Parkplatz entdeckt. Und ich
sie. Sie hat mich gerufen und da sie mir recht sympathisch war, bin ich natürlich sofort gekommen, um mir ein paar Streicheleinheiten abzuholen. Wir Hunde von der Straße bekommen ja
nicht gerade viel Liebe ab. Und dann hat mich Frauchen geknuddelt und mein dreckiges verlaustes Fell gestreichelt und ich durfte sie sogar abschlecken. Da hab’ ich gewußt, die isses!
Ich habe dann sofort gedacht, ich komme mit und versucht, in den Jeep einzusteigen. Aber da hat der Chef gemeint, nix da. Frauchen hat aber sofort für mich Partei ergriffen und gesagt, daß
sie ja schon immer einen Hund wollte und wenn ich mit ihr zu Fuß die paar Kilometer nach Hause gehen würde, dann wäre ich ihr Hund. Der Chef hat gelacht und gemeint, da wäre er ja
gespannt. Und dann fuhr er los. Frauchen lockte mich und ich dachte, die mag ich und da geh’ ich doch einfach mal mit, da kann ich’s mir bequem machen, vielleicht gibt’s was zu
Fressen und noch ein paar Streicheleinheiten. Zuhause angekommen hat mich Frauchen noch versorgt und mir ein Bett auf dem Boden gemacht. Und
dann schlief ich das erste mal an Frauchens Seite ein. Als Frauchen an unserem ersten
gemeinsamen Morgen aufwachte stand ich schon parat, um sie mit vielen Morgenküssen zu begrüßen. Sie lachte nur darüber, daß sich ein “Straßenköter” gleich das zweite Bett im
Zimmer unter den Nagel gerissen hatte (das konnte ich nicht leugnen, daß ich da drin gelegen hatte). Frauchen gab mir dann den Namen “Lajita”, da sie mich ja bei der Kneipe Lajita
aufgelesen hatte. Auf La Palma gibt es einen Strand, der Lajita heißt. Danach ist die Kneipe benannt. Laja heiß auf spanisch „Stein“, Lajita ist die Verkleinerungsform, heißt also
kleiner Stein. So wurde ich Frauchens Kieselsteinchen. Dann gab es erstmal ein großes Frühstück.
Ich rollte fast nach diesem Essen, eigentlich konnte ich mir den Bauch noch nie mit so guten Essen vollschlagen (kein Vergleich mit Müllfressen). Nach dem Frühstück packte Frauchen die
Tauchsachen zusammen und mich mit in’s Auto. Im Garten hätte ich nicht bleiben können, da mich die anderen Hunde erstmal nicht akzeptierten. Da hätte es nur Zoff gegeben. Ich fand das
sowieso ganz toll, daß ich mit durfte. Beim Tauchplatz angekommen, machte ich es mir im Schatten unter dem Auto gemütlich und wartete eben, bis die mit ihrem Tauch-Gedöns fertig waren.
Zwischendurch kam Frauchen immer mal wieder vorbei um nach mir zu sehen, aber für mich gab es doch keine Veranlassung, wegzulaufen! Gutes Essen, frisches Wasser, warmes, weiches Bett und
viel Streicheln. An diesem ersten Nachmittag erlaubte
sich Frauchen etwas sehr unangenehmes mit mir. Sie hatte schon die ganze Zeit mit einer Flasche rumhantiert. Dann zog sie sich den Badeanzug an, ich bekam ein Halsband und die ging doch
tatsächlich mit mir unter die Dusche und schamponierte mich! Unverschämtheit! Frauchen meinte, das müsste sein wegen der Läuse, Flöhe und dem ganzen anderen Getier, das ich so bei mir
hatte. Mann, war ich sauer. Nach der Dusche bestach mich Frauchen allerdings gleich wieder mit leckerem Essen, da war ich doch sofort wieder mit ihr versöhnt.
Wir verlebten so einige gute Tage,
bis sich Frauchen darüber wunderte, daß meine Milchleisten immer dicker wurden. Ein befreundeter Tierarzt teilte ihr dann mit, daß ich wohl
schwanger sei. Tja, da hat Frauchen erstmal blöd geguckt. Aber warum meinte die wohl, daß ich es mir so gemütlich gemacht habe?! Natürlich wegen der Kiddies im Bauch, da brauchte ich
doch ein schönes Zuhause! Nein, das war natürlich nicht der einzige Grund, irgendwie habe ich gemerkt, daß das mit uns beiden paßt und Frauchen hat das auch immer bestätigt. Viele
Leute haben ihr abgeraten, mich zu sich zu nehmen. “Was willst Du denn mit so ‘nem alten Hund?“ „Und trächtig ist die auch noch?” “Du willst doch studieren, wieso hängst Du
Dir so eine Last an’s Bein?” „Da gibt’s doch jüngere und schönere Hunde“ Und das waren noch die nettesten Aussagen. Aber Frauchen hörte da gar nicht zu. Sie bestellte bei der
Fluggesellschaft eine Flugkiste für mich und ein paar Tage später saßen wir zusammen im Flieger nach München. Wir wurden von Frauchens Mama am
Flughafen abgeholt. Die wurde gleich mit einer Guten und einer Schlechten Nachricht begrüßt. Die Gute war, daß Frauchen nicht schwanger war,
die Schlechte, daß ich es sei. Obwohl, so wie die beiden sich freuten, war das eigentlich auch eine gute Nachricht. Und so bezog ich vor 12 Jahren mein
erstes richtiges Zuhause in München. Nach einigen Tagen war es dann bei
mir soweit: der Geburtstermin stand an. Morgens um 5:00 Uhr verlor ich mein Fruchtwasser und dann war ich in den kommenden 11 Stunden damit beschäftigt, 9 Welpen auf die Welt zu bringen.
Frauchen hatte alles gut vorbereitet, trotzdem war sie den Tränen nahe, als es immer mehr Kiddies wurden. Sie hatte riesige Angst, daß die Kleinen nicht überleben könnten. Dann, um
16:00 Uhr kam der kleinste Nachzügler –Abeja- und ich (und Frauchen und die Oma Frauchens Mutter) waren fix und fertig. Alle Kleinen wurden noch gewogen und dann schliefen wir geschafft
ein. Nun lag es an uns Dreien, die
Kleinen zu versorgen. Klar, am Anfang mußte ich alles machen: Füttern, Welpen Putzen, saubermachen... War ganz schön anstrengend. Auf der Straße hatte ich ja auch schon Kiddies gehabt,
aber da haben immer nur Wenige überlebt. Die Racker haben mich ordentlich hergenommen, mein Gesäuge sah schrecklich aus. So fing Frauchen früh an, zuzufüttern und die Kleinen gediehen
prächtig. Da Frauchen ja nur mich behalten wollte, setzte sie Anzeigen in die Zeitung, daß es echte palmerische Hunde zu vergeben gab. Und viele Leute meldeten sich. Aber Frauchen und
die Mama wollte nur neue Frauchens und Herrchens, die sich schon ganz früh um uns kümmerten. So besuchten uns die neuen Leute regelmäßig, und brachten Fressen und Spielsachen mit.
Trotzdem waren wir alle wahnsinnig traurig, als die Tage kamen, an denen meine Kleinen abgeholt wurden. Jeder Racker wurde nur mit Vertrag abgegeben und wenn die Leute Probleme mit den
Kiddies haben sollten, mußten sie sie laut Vertrag zu Frauchen zurückbringen. Frauchen und die Mama waren so traurig, das tat mir richtig weh. Trotzdem sah Frauchen nach vorne, schließlich
wollte sie bald ihr Studium in Innsbruck antreten und es mußte noch die Wohnung für uns beide renoviert werden. Aber manchmal kommt es anders, als
man denkt (diesen Spruch werdet Ihr noch öfter auf meiner Homepage lesen). Nach einer Woche brachten die
“stolzen” Besitzer von Abeja sie zurück zu Frauchen. Abeja hätte in die Wohnung gemacht und mal was zerfetzt. Was stellen die sich
eigentlich vor! Klar macht ein Hundebaby mal in die Wohnung, schließlich brauchen Menschenbabys ja auch lange genug Windeln. Und was zum Spielen brauchen die Kiddies ja auch, wenn’s nix
anderen gibt, muß eben der Socken oder was auch immer dran glauben. Komische Menschen, erst wollen die unbedingt ein Hundekind, überlegen
sich aber gar nicht, was da eigentlich auf sie zukommt. Nun, Frauchen nahm die Abeja natürlich gerne wieder auf. Sie war ja auch zu süß. Und dann fuhren wir alle Drei ein
paar Tage später nach Innsbruck zum Studieren. In Innsbruck hat es mir eigentlich
von Anfang an gefallen, wir sind immer lange am Inn Spazieren gegangen oder in die Berge. In die Uni durften Abeja und ich selbstverständlich mit. Bei einigen Vorlesungen haben wir im
Auto gewartet, aber es gab viele Dozenten, die uns die Anwesenheit erlaubten, Frauchen hat das bei denen ganz gut rübergebracht. Ich bin
wahrscheinlich der einzige spanische Straßenköter mit Architekturstudium. Was ich da gelernt habe, kann man bewundern, wenn ich wieder mal große Haziendas in den Isarsand grabe. Abeja
hat zwar auch mitstudiert, aber ihr Hauptgebiet waren eher die kulinarische Köstlichkeiten der Mensa.
Bei Frauchens Kommilitonen waren wir
sowieso die Lieblinge. Wir lernten schnell Mirjam kennen, die mit ihrer Schäferhündin Pia nur zwei Häuser von unserer Wohnung entfernt wohnte. Das
wurden unsere besten Freunde und wir alle waren an der Uni bekannt wie ein bunter Hund. Manchmal allerdings brachte ich Frauchen zur Raserei,
wenn ich wieder mal irgendwelchen Hasen hinterher jagte und halt kein bisschen folgte. Aber was will man schon von mir erwarten, die sich jahrelang von
der Jagd und aus dem Müll ernähren mußte? Der Abeja habe ich das Jagen auch beigebracht, da war Frauchen gar nicht erfreut darüber.
Schön fand ich es auch, wenn wir wieder mal die Uni schwänzten und einen Sonnentag auf „Hawai“ verbrachten. Das Ist ein Sandstrand am Inn, da habe ich dann in der Sonne
gebrutzelt, wir haben gepicknickt, ich bin mit Abeja rumgestreunt... Da habe ich mich an die schönen Tage mit Frauchen auf La Palma erinnert. Meines Spitznamen
Schleck-Attack machte ich hier am Inn auch alle Ehre. Ganz in der Nähe befand sich eine Kaserne und die Rekruten mußte oft am Inn ihre Läufe und sonstige sportliche Aktivitäten
absolvieren. Eines Tages waren in der Nähe so ungefähr 50 Rekruten am sporteln. Kniebeugen, Armkreisen, Hampelmann und Liegestützen. Und dann sah ich meinen Auftritt gekommen. Alle 50
im Liegestütz und die Gesichter in wunderbarer Schleck-Höhe. Ich also Gas gegeben und dann habe ich rechts angefangen und mich nach links durchgeschleckt. Frauchen stand daneben und
konnte nicht anders als sich totlachen. Und die Rekruten haben zum Glück mitgelacht. Nach drei Jahren unseres lässigen
Studentenlebens wollte Frauchen unbedingt wieder in den Süden und als Tauchlehrerin arbeiten. Also suchte sie eine Anstellung für uns Drei
und die fand sie auf Mallorca. Und wieder mal zog ich um. Diesmal zurück in mein Heimatland Spanien, nach Cala Ratjada, Mallorca.
Mit den anderen Tauchlehrern der Basis bewohnten wir ein eigenes Haus mit großem Garten. Abeja fand großen Gefallen daran, den Hofhund zu spielen und verlangte auf der Straße Wegzoll:
entweder Streicheln oder Leckerlis. Die war halt schon immer verfressen. Tagsüber waren wir selbstverständlich mit auf der Tauchbasis. Immer wenn Frauchen mit dem Boot rausfuhr, wartete
ich sehnsüchtig am Pier. Und wenn das Boot mit den Tauchern anlegte, begrüßte ich alle mit wildem Geschlecke. Manchmal mußte ich ganz schön aufpassen, daß ich keine Preßluftflasche
auf den Kopf gedödelt bekam, aber von La Palma kannte ich das Tauchgedöns ja schon. War eine gute Zeit da, den ganzen Tag draußen, viele
Streicheleinheiten von den Tauchgästen und ab und zu mal ein bisserl rumstreunern in Erinnerung an La Palma. Leider mußte das schöne Leben auf
Mallorca auch mal sein Ende haben und wir zogen zurück nach München zum Studieren. Um sich ihr Studium und unser Leben
zu finanzieren nahm Frauchen einen Job bei einem Radlkurier an. Auch hier arbeiteten Abeja und ich selbstverständlich mit. Wenn wir uns nicht gerade mit Lois, dem Hund vom Chef vergnügten,
sperrte Abeja wie gehabt die Straße, indem sie mitten darauf lag und ich versorgte die Radler mit ausgiebig Schleckerlis.
Beim Radlkurier fing auch die
Liebesgeschichte mit unserem Herrchen an. Die beiden neckten sich am Anfang nur, aber ich hab‘ gleich gesehen, daß da mehr dahintersteckt. Bin ja schon sehr erfahren in diesen Dingen.
Der Hubert ist dann zu uns gezogen und ab da waren wir eine richtige Familie mit Herrchen, Frauchen und uns Mädels. Was ich besonders an Herrchen liebe ist, daß ich ganz doll mit ihm
Knuddeln kann und ihn abschmusen darf. Er hat mir auch den Namen „Schleck-Attack“ gegeben, da ich bei meinem Geschlecke manchmal schon ganz
schön vehement sein kann. Da kann es schon mal sein, daß ich wegen meines Unterbisses mit meinem Eckzahn bei Herrchen oder Frauchen im Nasenloch hängen bleibe. Außerdem ist Herrchen
ebenso geduldig wie das Frauchen und wir dürfen morgens zum Schmusen in’s Bett kommen. Da laß‘ ich mir den Bauch kraulen und –na was wohl- schlecke die beiden wach. Im Mai 2000 haben wir unser Herrchen
geheiratet, bzw. Frauchen hat für uns „Ja“ gesagt. Wir haben ganz doll gefeiert und uns mit Willi, dem Labradormischling unserer Trauzeugin Monika, den Bauch vollgeschlagen.
Uns so
begann wieder mal ein neuer Abschnitt in meinem Leben, als richtiger Familienhund. Auch bei Frauchen änderte sich so
einiges: sie nahm eine neue Arbeit an, bei der sie uns nicht mehr mitnehmen konnte. Das war aber nicht schlimm, denn da Herrchen und Frauchen beide im Schichtdienst arbeiten können sie
die Arbeit so legen, daß wir eigentlich nie lange alleine sind. Und dann kam nach unserem
Umbrien-Urlaub der Do-Khyi Rüde Chacko zu uns. In meinem Alter bekam ich noch so einen Jungspund vor die Nase gesetzt. Aber der ist total lieb
und wir haben uns von Anfang an gut verstanden. Jetzt bin ich schon 12 Jahre mit dem
Frauchen zusammen und wir habe ganz schön viel miteinander erlebt. Wir waren unheimlich viel miteinander unterwegs und bis auf die drei Wochen, die Frauchen auf Hawaii Urlaub machte und
die wir bei der Oma verbrachten, waren wir immer zusammen. Ich habe Frauchen wütend erlebt, wenn wir wieder mal Hasen hinterher jagten, traurig und besorgt, wenn wir länger als geplant
die Hasen verfolgten und glücklich, wenn wir wieder zu ihr kamen. Wir haben alle unsere Fehler gemacht, aber trotzdem war’s immer wunderschön. Wenn die Schätzung des Tierarztes von La
Palma stimmt, dann gehe ich jetzt im mein 16. Lebensjahr. Ich fühle mich noch immer total fit und ein paar Meter kann ich den Hasen oder Eichkätzchen noch immer hinterher rennen. Die
Arthrose macht mir mittlerweile ein wenig zu schaffen, aber da bekomme ich Medikamente, so daß ich keine Schmerzen habe. Ansonsten kann ich mich, denke ich, ruhig auf’s Rentenalter
vorbereiten. Aufpassen muß ich nicht mehr so viel, das kann jetzt der Chacko übernehmen und auf den Spaziergängen kann ich mir auch mehr Zeit lassen, die warten schon auf mich, schließlich
bin ich ja die Hunde-Oma. Und hören tu ich auch nicht mehr so gut. Da kläffe ich eben ein bisserl mehr, zum Ausgleich. Herrchen sagt, das wäre
Alterssenilität. Wenn der wüßte. Manchmal stelle ich mich eben absichtlich ein bisserl ungeschickt an. Da knuddeln mich Herrchen und Frauchen dann mehr, weil –ich hab’s ja verdient.
Herrchen und Frauchen amüsieren
sich manchmal darüber, daß sie ja eigentlich hauptsächlich für uns leben: Geld verdienen für Hundefutter, Futter kochen (wir bekommen nämlich nur frisch!), täglich mehrere Stunden
Gassigehen u.s.w.
Aber sie sagen auch, daß sie uns
nicht missen möchten, es ist wunderbar, mit uns zusammenzuleben und sie lieben uns. Und ich liebe sie.
Abschied
Ferdinand Schmuck Dieses
Bild wird immer in unseren Gedanken und unserem Herzen sein, das
Triumvirat Lajita, Abeja und Chacko. Am
20. Juli verließ uns unsere Hündin Lajita. Lajita,
die uns mit ihren morgendlichen Schleck-Attacken aus dem Bett trieb. Lajita, die jedem Hasenaroma hinterher fetzte. Lajita, die Mutige und Neugierige, die sich mit jedem Hund verstand und
zu jedem Menschen freundlich war. Lajita, die mit ihrer Gelassenheit und Ruhe unser kleines Rudel zusammenhielt und durch ihre Persönlichkeit Abeja und vor allem unseren Chacko prägte.
Lajita, die Streunerin, die immer alles zu wissen schien und mit ihrer Sensibilität immer präsent war. Du
fehlst uns so sehr und unser Schmerz ist so unendlich groß. Lajita wir lieben Dich. |
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