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Mittwoch, der 08.10.2008 |
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Da die Abholfahrt der
Pfotenhilfe Ungarn am ersten Oktoberwochenende stattfand hat und wir Miklos
an diesem Wochenende wegen unserer Arbeit und dadurch mangelnder Zeit für
die Integration ins Rudel nicht hätten übernehmen können, entschlossen wir
uns, Miklos selbst in Ungarn abzuholen. Miklos war von Gabor, der die
Pfotenhilfe Ungarn unterstützt, bereits vergangene Woche aus dem Tierheim Kecskemet auf seine "Swiss-Farm" geholt worden.
Ich komme abends kurz vor
22:30 Uhr aus einem Seminar meines Arbeitgebers nach Hause. Hubert holt
mich noch von der Bahn ab, bringt mich nach Hause um sich vom Rudel, den
Katzen und mit zu verabschieden und düst erstmal zu Michael Schwaiger los,
der ebenfalls einen Hund von der Pfortenhilfe Ungarn übernommen hat und für
das Tierheim Styroporplatten zur Verfügung gestellt hat.
Beladen mit den
Styroporplatten und vielen Gedanken begibt sich Hubert auf die Reise.
Ungefähr 650km einfache Fahrtstrecke liegen vor ihm.
Doch auch mich halten die
Gedanken wach: machen wir das Richtige, indem wir Miklos zu uns nehmen
wollen? Wie wird er sein? Lieb und friedlich? Aggressiv? Unnahbar?
Verschreckt und ängstlich? Wie werden sich Chacko, Kasha und Bolbo mit ihm
vertragen? Werden sie sich überhaupt vertragen? Wird es zu gravierenden
Auseinandersetzungen kommen? Wie wird Miklos auf die Katzen Vroni und Resi
reagieren? Um kurz nach 24:00 Uhr gehe ich ins Bett, mein Schlaf ist
unruhig.
Hubert meldet sich regelmäßig per SMS um
mich über sein Fortkommen zu informieren. Und mit jeder SMS weiß ich, dass
er unserem neuen Familienmitglied näher kommt. Ich freue mich und bin
schrecklich aufgeregt.
(Berit)
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| Donnerstag, der
09.10.2008 |
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Hubert hat auf dem
Rastplatz Wien-Schwechat zwischen 3:00 Uhr und 6:00 Uhr geschlafen und dann
seine Reise nach Ungarn fortgesetzt. Nachdem er sich im Berufsverkehr um
Budapest herumgequält hat, erreicht er die Swiss Farm um 10:30 Uhr.
| Er übernimmt Miklos und die
Dalmatiner-Hündin Mathilda, die von der Dalmatinerhilfe in Wien
übernommen wird.
Auf die taube Mathilda wartet ihr Platz in
Graz in einem Rudel mit anderen Hunden.
Um 10:30 Uhr frühstücken wir in unserem Haus
an der Alz. Unsere 5 Fellnasen ahnen noch nicht, was ihnen bald bevorstehen
wird: ein neues Familienmitglied.
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Hubert übergibt Mathilda um ca. 15:00 Uhr an
die Tierschützer der Dalmatinerhilfe. Sie machen noch einen gemeinsamen
Spaziergang und dann verlässt Mathilda Miklos. Hubert ist es in diesem
Moment ziemlich schwer ums Herz, schließlich war Mathilda eine kurze Zeit
Miklos Gefährtin auf der Swiss Farm.
Nachmittags gehen wir zum letzen Mal zu
viert Spazieren: Chacko, Kasha, Bolbo und Berit. Meine Gedanken kreisen
weiter: wie werden wir das in Zukunft managen? Wird es möglich sein,
mit 4 Hunden entspannt spazieren zu gehen? Wird Miklos aufgrund seines
Unfalles überhaupt spazieren gehen können? Um 17:00 Uhr kommt die
nächste SMS von Hubert: Linz! Das bedeutet, die beiden werden um ca. 19:00
Uhr hier sein. Mein Puls schlägt...
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Dann, um kurz nach 19:00 Uhr der Anruf: "wir
sind in 20 Minuten da!". Wir haben geplant, die erste Zusammenführung auf
dem Hundeplatz unseres Hundevereines Inn-Salzach e. V. zu machen. Leider ist es
schon dunkel, eine Zusammenführung von Herdenschutzhunden im Dunkeln bzw.
Schein der Laternen ist sicherlich nicht optimal, aber nun geht es eben
nicht anders. Hubert holt mich also ab, wir fahren gemeinsam zum Platz, wo
ich Miklos zu ersten Mal sehe. Er ist total freundlich und schon sehr auf
Hubert bezogen. Im Dunklen macht er auch auch äußerlich einen guten
Eindruck, wobei sein starkes Hinken auf der Hinterhand und auch im linken
Vorderlauf sehr stark ins Auge sticht.
Nach der ersten Begrüßung hole ich die
anderen drei Fellnasen Chacko, Kasha und Bolbo. Sie stehen sich auf dem
Hundeplatz das erste Mal gegenüber. Kasha gibt erstmal Gas, so wie es ihre
Art ist, begrüßt Miklos und dann ist für sie die Sache gegessen.
Bei den Herren der Schöpfung geht es nicht
so einfach. Miklos knurrt was das Zeug hält, sobald ihm einer zu nahe
kommt. Noch nicht mal Chacko, der jedem immer freundlich gegenüber
auftritt, lässt er an sich rankommen und geht auf Konfrontation.
Resultat ist eine laute, knurrige Auseinandersetzung in der Chacko Miklos
eine ordentliche Backpfeife verpasst. Wie erwartet spielt Bolbo sein
Begegnungs-Ritual ab: freundliches Entgegenkommen, Brust rausstrecken und
herbeistolzieren, gelassenes Wedeln mit der Rute, was im Endeffekt dazu
führen soll, dass das Gegenüber gleich mal weiß, wer hier der Chef ist.
Klappt aber nicht. Es wäre natürlich schön, wenn man von der ersten
Begegnung an klare und vor allen beständige Fronten im Rudel hätte. Sicher
ist nur eines: das ist Wunschdenken.
Miklos knurrt also weiter und fährt ein paar
Breitseiten gegen Bolbo. Chacko halten wir raus, da unser Opa-Bär sein
Rudel bis aufs Blut verteidigen würde.
Und Bolbo zeigt wieder einmal, wie
hochsozial er ist: er lässt Miklos einfach in Ruhe und zeigt ihm die kalte
Schulter nach dem Motto: "Knurr du nur und mach dich wichtig. Mich kannst
du nicht provozieren".
Nach einer Stunde entscheiden wir uns nach Hause gehen. Nur wie wollen wir das anstellen? Alle Hunde im Auto geht
nicht... Hubert fährt also mit Chacko, Kasha und Bolbo zur großen Wiese vor
unserem Haus, ich folge mit Miklos zu Fuß. Um 21:00 Uhr betreten wir zum
ersten Mal alle zusammen unser Grundstück.
Kasha beobachtet alles interessiert, hält
sich aber raus. Chacko macht weiterhin auf Distanz, die Burschen markieren
was das Zeug hält. Miklos knurrt weiter sobald ihm einer zu Nahe kommt und
versucht bei Bolbo aufzureiten. Bolbo dagegen lässt sich nicht auf die
Provokation ein, er versucht Miklos zu einem Spiel zu animieren, rempelt
ihn leicht an, geht in Spielaufforderungshaltung. Klar, dass Miklos nicht
darauf eingeht, Miklos ist einfach nur gestresst. Bei Miklos Scheinattacken
weicht Bolbo zurück und ignoriert diese. Wenn es zu eng wird, können wir
Bolbo und Chacko leicht mit der Stimme aus der Situation holen und sogar
Miklos reagiert auf ein "Nein" oder "Aus".
Anschließend lassen wir Miklos das Haus
erkunden. Er ist aufgeregt und neugierig wie ein Welpe und beschnuppert
alles. Vroni ist auf der Anrichte und reibt ihr Köpfchen an Miklos. Als sie
herunter springt wird Milos Jagdinstinkt geweckt. Wir stoppen ihn, Vroni
ist erstmal verwirrt. Das scheint Arbeit zu werden, dies in den Griff zu
bekommen. Aber jetzt ist er da und wir werden das gemeinsam schaffen.
Für füttern Miklos drinnen, die anderen drei
draußen. Miklos haut ordentlich rein und quittiert das mit einem dicken
Rülpser. Da Miklos sich extrem schwer tut, Treppen zu steigen und auch
wieder runterzukommen, schlafe ich auf dem Sofa, Hubert begibt sich mit den
drei Wuffels und Katzen nach oben und schläft sofort wie ein Stein ein.
Meine Nacht ist etwas unruhiger: alle Stunde wacht Miklos auf, kratzt sich
wie wild und knabbert an sich herum, wenn die Katzen zum Fressen
runterkommen, ist er schrecklich aufgeregt.
(Berit) |
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| Freitag,
der 10.10.2008 |
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| Um 8:00 Uhr ist
die "Nachtruhe" zu Ende, Miklos ist (wieder) wach. Ich lasse Miklos nach
draußen, die anderen Drei folgen auf dem Fuß. Im Garten erstmal wieder
großes Geknurre von Chacko. Er hält sich Miklos damit in Distanz. Gut, wenn
das das Richtige für die beiden ist und es auch beide akzeptieren.
Bolbo mimt erstmal wieder den Spaßvogel mit
Spielaufforderungen, Miklos geht nicht darauf ein. Kasha denkt sich:
"Sollen die Jungs mal machen."
Wir entscheiden uns, die erste Fütterung
zusammen im Hof zu machen. Also ein erstmal eine Riesenschüssel Hundefutter
mit Fleisch, Gemüse, Flocken und einem Gelenkmittel für Miklos gemacht und
auf vier Schüsseln verteilt. Bin gespannt, wie ich künftig vier
Futterschüsseln in den Hof balanciere, während mir Kasha wie wild hinten in
die Hacken und Hausschuhe springt. Sie fressen ruhig und ohne Geknurre und
Gegrummel. Hubert und mir fällt ein Stein vom Herzen.
Danach habe ich eigentlich das erste Mal
Zeit, mit Miklos genauer anzusehen. Miklos ist ein Bild des Jammers. Sein
rechtes Hinterbein scheint nahezu ohne Kraft zu sein, er schlenkert es beim
Gehen, als ob es nicht zu ihm gehören würde. Der linke Hinterlauf scheint
relativ in Ordnung zu sein, dennoch ist Miklos hinten total instabil. Die
rechte Hüfte ist gerötet und heiß, scheint entzündet. Seinen linken
Vorderlauf schont er zeitweise. Miklos ist total verfilzt, sein Fell hängt
in großen schmutzigen Filzplatten. Die letzen 10 cm der Rute sind kahl,
ebenso der Schwanzansatz. Überall hat Miklos wunde, schuppige oder
verschorfte Stellen. Miklos hat keine Muskulatur. Und Miklos stinkt, es
scheint eine Mischung von einem Ungeziefermittel und Schmutz zu sein. Die
Ohren scheinen das einzig saubere an Miklos zu sein. Die Zähne sind gut,
nur leicht abgeschliffen. Wir schätzen Miklos auf 2 Jahre. So wie Miklos
aussieht ist es kein Wunder, dass er sich jeden anderen Hund vom Leib hält.
Berührungen im Spiel oder einer Auseinandersetzung sind sicherlich
nur mit großen Schmerzen verbunden. Der arme Schatz.
Ich schneide den gröbsten Filz aus Miklos
Fell und wir entschließen uns, doch noch am selben Tag zu unserer
Tierärztin Fr. Dr. Halm zu fahren, damit wir sofort die offensichtliche
Beeinträchtigung durch diesen Ausschlag/Allergie in den Griff bekommen und
der Juckreiz aufhört.
Fr. Dr. Halm diagnostiziert eine hochgradige
Flohstichallergie. Welch ein Glück, dass Hubert Miklos auf der Autofahrt
ein extrem schnell wirkendes Anti-Flohpräparat gegeben hat und sämtliche
Viecher tot sind. Nicht auszudenken, wenn nun alle unsere Fellnasen
behandelt werden müssten. Miklos bekommt aufgrund der offenen, entzündeten
und teilweise nässenden Stellen ein Antibiotikum, ab Sonntag beginnt die
ein erneuter Behandlungsturnus gegen die Flöhe um dem Allergieauslöser die
Grundlage zu nehmen. Die Bewegungseinschränkungen der Hüfte und am
Vorderlauf müssen erstmal hinten anstehen. Ein Schmerzmittel haben wir
mitbekommen, müssen aber die Behandlungen separat voneinander vornehmen,
damit wir bei Unverträglichkeiten den Verursacher sofort eruieren können. Miklos
wiegt 34 kg. Miklos bekommt ein Antibiotikum gespritzt.
Anschließend machen wir unseren ersten
gemeinsamen Spaziergang. Ich führe Bolbo und Miklos, Hubert Kasha und
Chacko läuft wie immer frei. Es klappt prima mit den beiden Jungs
nebeneinander. Sie stecken die Köpfe zusammen, wenn es etwas zu
erschnüffeln gibt, beobachten Pferde u.s.w., es sind keine
Antipathien festzustellen.
Bei Huberts und meinem Abendessen sind Bolbo
und Kasha natürlich dabei, Miklos bleibt draußen bei Chacko. Bolbo kann
schon mal zünftig werden, wenn er der Ansicht ist, nur ihm würde ein
Stückchen Pizza zustehen. Und wie nicht anders zu erwarten: Bolbo knurrt
wie wild durch die Terrassentür, als Miklos klopft. Also essen wir schnell
auf, räumen die Reste weg und lassen die Wuffels wieder zusammen. Kein
weiteres Gegrummel.
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Abends sind Bolbo und Chacko draußen, Bolbo
bellt die Nacht an. Kasha und Miklos sind im Haus. Als sich die Katzen zu
uns gesellen wollen, nehmen wir Miklos an die Leine. Er ist einfach zu
aufgeregt und hektisch schnell, als daß das ohne Probleme mit den Katzen
abgehen würde. Schließlich legt sich Miklos hin, Vroni kommt auf Huberts
Schoß und macht es sich gemütlich. Hoffentlich bekommen wir das künftig
auch ohne Leine so hin.
Diese Nacht schläft Hubert mit Miklos unten.
Wir anderen 6 machen es uns oben und im Bett gemütlich. Ich habe von
vergangener Nacht noch einiges an Schlaf nachzuholen, Hubert sagt, auch
Miklos und er haben die Nacht relativ ruhig verbracht.
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(Berit) |
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Samstag, der 11.10.2008 |
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| Wir schlafen alle
bis 9:00 Uhr und erwachen relativ erholt. Das Frühstück läuft wieder
unproblematisch ab.
Die letzen Tage behielten wir die Katzen im
Haus um das Kennenlernen unter einigermaßen neutralen Umständen zu
ermöglichen. Nun wollen Vroni und Resi wieder raus. Zuerst entfernen wir
die Glöckchen von den Katzen-Halsbändern, damit Miklos nicht sofort
mitbekommt, wo sich sich aufhalten und die Samtpforten sich unbehelligt
bewegen können.
Miklos begleitet mich in den Garten, um das
Katzenklo auszuleeren. Da passiert es: Resi befindet sich außerhalb des
Zauns und Miklos gebärdet sich wie wild um zu ihr zu kommen. Resi ist
ziemlich angefressen von der Situation: sie plustert sich zu doppelter
Größe auf und knurrt wie Chacko am Vortag. Miklos gibt natürlich keine
Ruhe, kläfft und beisst in den Zaun. Sind also nicht die besten
Vorrausetzungen zum Kennenlernen und ich mache mir große Sorgen, ob wir das
hinbekommen werden. Also bringen wir Miklos ins Haus, sammeln Resi ein und
bringen sie ebenso ins Haus.
| Kurz danach liegen Kasha, Bolbo und Miklos
zusammen im Wohnzimmer, während Hubert bastelt.
Resi stolziert herbei, geht am
schlafenden Miklos vorbei und stolziert wieder davon. Ihr Blick sagt die
ganze Zeit: "trau Du dich nur her". Auch Vroni kommt mal kurz vorbei,
schaut sich das aus der Entfernung an und geht wieder auf die Pirsch.
Zumindest sind die beiden Katzen-Mädels nicht verschreckt und schmusen
trotzdem mit den anderen dreien.
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Der Spaziergang ist wieder
unkompliziert und völlig stressfrei. Trotzdem Miklos in einem so
untrainierten Zustand ist, macht ihm der Waldspaziergang offensichtlich
großen Spaß. Er ist aufgeregt wie ein Welpe und schnuffelt wie ein Wilder.
Abend ist Miklos platt, die
viele Aufregung, das Spazierengehen, das Sich-Arrangieren mit den anderen
drei Wuffels, mit uns und den Katzen haben ihn erschöpft. Er schläft tief
und fest draußen auf der Terrasse neben Chacko.
Beim Abendessen gibt's dann
nochmals kurz Streß: Hubert und ich tragen die Futterschüsseln mit Bolbo
und Kasha im Schlepptau in den Hof und rufen Chacko und Miklos dazu. Miklos
kommt mit ordentlich Speed nach vorne gelaufen und rennt dabei Vroni über
den Weg, natürlich ist Sofort wieder sein Jagdtrieb da und er möchte Vroni
hinterher fetzen. Wir stoppen Miklos und setzen ihm seine Schüssel vor.
Miklos tut sich aber sehr schwer mit stillhalten und tänzelt beim Fressen
um den Napf herum, rempelt dabei Bolbo an. Und Bolbo ist einfach nur
genervt und grummelt warnend aus tiefster Brust. Also rufen wir die Jungs
wieder zur Raison. Heute "darf" Hubert, mit Chacko, Bolbo, Kasha und den
Katzen oben schlafen. Ich lege mich mit Miklos wieder unten zum Schlafen.
Miklos schläft tief und
fest. Er bekommt es noch nicht mal mit, als Vroni um 7:15 Uhr zum Fressen
kommt. Vroni prüft Miklos Anwesenheit skeptisch und verzieht sich wieder zu
Hubert ins Bett.
(Berit) |
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Sonntag, der 12.10.2008 |
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Wir schlafen jetzt
leider immer noch getrennt. Die Katzen gehen Miklos aus dem Weg wo sie
nur können, sie trauen ihm noch nicht.
Wir füttern alle Hunde
im Hof zusammen. Miklos bekommt ab heute sein Futter per Handfütterung.
Der junge Mann darf die Schüsseln der anderen Rudelmitglieder unter
deren wachsamen und misstrauischen Augen ausschlecken. |
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Katze Vroni nähert sich
Miklos, als ich diesen nach der Fütterung an der Leine halte, und er
schnappt nach ihr als sie vor ihm steht. Ein Ruck geht durch Leine und ein
lautes deutliches "Miklos, nein!". Vroni reagiert schnell und verzieht sich
in den großen Teil des Gartens und schaut von dort aus verdutzt zu uns
rüber. Vroni versteht die Welt nicht.
Nach dem Essen ruhen sich
die Hunde im Hof aus. Vroni und Resi schleichen sich ins Haus, gehen nach
oben zum schlafen. Miklos hat eine Lücke im Rosenbogen entdeckt, welche er
geschickt nutzt, um vom kleinen Gartenteil in den großen Gartenteil zu
kommen. Wäre er etwas leiser gewesen, hätte ich nicht mitbekommen, wie er
sich unter dem Rosenbogen durchquetscht. Die Lücke wird provisorisch,
sehr zum Leidwesen von Miklos, geschlossen.
Am Nachmittag wird es etwas
hektisch im Garten. Miklos hat Resi entdeckt und jagt sie durch den Garten.
Resi fetzt raus aus dem Grundstück, klettert auf einen Baum und knurrt wie
eine riesengroße Miezekatze. Miklos wird an die Leine genommen, weggeführt
und in den kleinen Gartenteil gebracht. Berit pflückt Resi vom Baum.
Beim anschließenden
Spaziergang bei schönen und warmen Herbstwetter verlängern wir die Gassi-Runde
von gestern. Miklos läuft gut an der Leine abwechselnd neben Bolbo und
Kasha. Er zieht noch immer sehr stark an der Leine und steckt überall
neugierig seine Nase hinein. Miklos fühlt sich wohl und kullert im Gras.
Nach zwei Stunden Gassigehen ist auch Miklos platt und genießt im Rudel
sein Leckerli.
Am Abend bekommen wir aus
dem Augenwinkel mit, wie Miklos wieder von Terrasse aufspringt und nach
vorne rennt. Ich sehe sofort nach und erkenne, wie Resi auf einen unserer
Apfelbäume klettert. Miklos wird eingesammelt und zurück auf die Terrasse
gebracht. Anschließend pflücken wir unser Katzenmädel vom Baum
und bringen sie ins Haus. Resi macht aber keinen geschockten oder
verschreckten Eindruck, wir haben eher das Gefühl, als ob sie es als eine
Art Abendsport gesehen hat.
Miklos bekommt ab heute und
für die nächsten 5 Tage sein Antibiotikum und Gelenkmittel ins Futter. Die
Behandlung gegen die Flohstichallergie wird vor dem Schlafengehen
fortgesetzt.
Abends nach der Fütterung
knallt es zwischen Bolbo und Miklos. Miklos ist nach dem Essen zu nah an
Bolbos leere Schüssel herangekommen und hatte dessen Warnung ignoriert.
Wir müssen Chacko und Kasha mit Rufen zurückhalten, damit sie nicht
eingreifen. Wir kippen Wasser über die Streithansl und werfen Gegenstände
zwischen sie, als wir unsere Gelegenheit bekommen, greifen wir zu und
trennen Bolbo und Miklos. Miklos knurrt weiter.
Ich suche Bolbo nach evtl.
Verletzungen ab und Berit sucht Miklos ab. Zum Glück ist keiner verletzt. Nachdem ich sich die Situation
beruhigt hat, führe ich Bolbo, Chacko und Kasha nacheinander ins Haus.
Miklos und ich verbringen die Nacht wieder im Parterre. Damit die Katzen
ihre Ruhe beim Essen haben, stelle ich in den Durchgang zwischen Küche und
Esszimmer Stühle auf. So schön ein Haus mit einem offenen Koch-, Wohn-,
Essbereich ist, so nachteilig erweist es sich jetzt: wie haben einfach
keine Tür zum Zumachen. Wir müssen uns hier unbedingt etwas einfallen
lassen...
Die Nacht verläuft ruhig, Miklos schläft neben mir
ruhig ein.
(Hubert) |
| Montag, der 13.10.2008 |
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Die Nacht verlief sehr
ruhig, Miklos schlief ruhig und träumte. Dadurch, daß ich den Durchgang
zwischen Küche und Esszimmer mit Stühlen versperrt habe, konnte Miklos sich
zum großen Teil im Parterre frei bewegen und er hätte auch nicht die
Gelegenheit gehabt die Katzen zu jagen. Ob heute nach eine Katze bei uns
unten war, kann keiner von uns sagen, wenn ja, dann waren sie auf
Samtpfoten unterwegs.
Gefrühstückt wurde wieder im
Hof. Miklos wird von mir an der Leine gehalten und bekommt Handfütterung
durch Berit. Wenn es geht, sollen die Hunde im Rudel zusammen essen, aber
unter Aufsicht und Miklos soll von uns gewisse Regeln erhalten. Während
Berit und ich frühstücken darf Miklos auch ins Haus kommen. Mit Knurren und
energischen Nein versuchen wir die Frechnase vom Tisch fern zu halten.
Kasha und Bolbo waren
anwesend, beobachteten Miklos genau und zeigten den jungen Mann die kalte
Schulter. Als Bolbo und Miklos im engen Gang sich näher kamen, wedelten
beide mit der Rute und wandten sich voneinander ab.
Jeder von uns hat jetzt
Leckerlis in den Hosentaschen, damit wir Miklos für gute Arbeit jederzeit
belohnen können.
Da Miklos immer sehr
hektisch reagiert, wenn er die Katzen durch die Terrassentür sieht,
beschließen wir so an Miklos Katzen-"Liebe" zu arbeiten. Berit geht mit
Miklos vor die Terrassentür, ich nehme die Katze Resi auf den Arm und gehe
vor der Terrassentür auf und ab. Mit einem "Miklos schau" und dem unmittelbar folgenden
Leckerli wird Miklos Aufmerksamkeit von Resi abgelenkt. Es klappt recht
gut, Miklos reagiert sehr gut auf die Futterbelohnung und kapiert auch, um
was es geht. Beim ersten Anzeichen von Jagdverhalten, gibt Berit gibt das Kommando
"Nein und setzt notfalls die Wasserpistole ein, wenn er nicht reagiert. Resi krallt sich in meine
Schulter fest und knurrt in Richtung Miklos. Die Aktion dauert max. zwei bis
drei Minuten. Wir wollen weder Miklos noch Resi stressen.
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Anschließend wurde im
Haus, Hof und Garten aufgeräumt. Während des Aufräumens konnten wir
Kasha dabei beobachten, wie sie versuchte das Provisorium am Rosenbogen zu
umgehen und sich einen Weg ins Freie zu erkämpfen. Do Khyi sind wahre
Ausbrecherkönige.
Sorry Kasha! Die Lücke wurde
professionell zum Nachteil der Do Khyi Ausbrecherkönige geschlossen. |
Der heutige Spaziergang dauerte 1 3/4
Stunden durch den Wald. Berit ging mit den vieren alleine los. Am
Anfang ging es etwas bergauf, aber dies war für Miklos kein Problem. Am
Anfang des Spaziergang zog er nicht. Während des Spaziergangs trafen sie
auf drei Pferde mit Reiterinnen und passierten diese in 5 Meter
Abstand. Miklos blieb stehen, schaute interessiert und zog nicht an der
Leine. Berit hatte das Gefühl Miklos kannte dies schon. Auf dem
Nachhausweg ging es über eine große Wiese vorbei am Bauern, welcher mit
seinem Traktor die Wiese mähte. Miklos zeigte auch hier keinerlei
großes Interesse, Hektik oder Panik.
Bei der
Leckerliverteilung drängelte sich Miklos wieder vor und zeigte wie
ungestüm er ist. Aber es gab keine Probleme. Anschließend verbrachten Bolbo und Miklos gemeinsam die ersten Abendstunden auf der Terrasse.
Als ich im Dunkeln an unserer Mauer vor dem Grundstück vorbei ging,
bemerkte mich Miklos und schlug sofort als Erster an.
Als ich in den Hof ging,
wurde ich von allen Hunden stürmisch begrüßt. Ich begrüßte jeden Hunden
nacheinander.
Später liegen Kasha und
Miklos im Wohnzimmer, Bolbo und Chacko schieben draußen die Nachtschicht.
Da schleicht sich Resi heran, schnuffelt am Kaminholz und ins
Wohnzimmer und rollte sich ein wenig auf dem Boden herum. Miklos hat
sie voll im Blick und richtet sich auf. Und er bleibt ruhig, prescht
nicht nach vorne. Notfalls haben wir Miklos natürlich unter Kontrolle.
Resi ist es dennoch zu unsicher und sie verzieht sich wieder mit einem
Katzenbuckel. Als Ausgleich gibt es abends es noch ein großes Gekuschel
mit den Katzenmädels
(Hubert
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Dienstag, der 14.10.2008
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| Diese Nacht war es
an mir, bei Miklos im Wohnzimmer zu schlafen. Resi kam gegen 1:00 Uhr zum
Fressen in den Küchenbereich und verzog sich dann zu Hubert und den anderen
Wuffel nach oben. Miklos bekam das überhaupt nicht mit. Vroni kam dann um
kurz nach 7:00 Uhr nach Hause mit einem riesigen Kohldampf. Da Miklos
doch sehr interessiert war und Vroni sich dadurch gestört fühlte, stellt
ich Ihr Essen auf die Treppe zum oberen Stockwerk. Sie futterte ordentlich
und legte sich dann zu Hubert ins Bett.
Ich stehe mit den Wuffels gegen 9:30 Uhr
auf, Hubert schläft noch ein wenig, da er sich eine Erkältung eingefangen
hat. Miklos kommt mit den anderen dreien erstmal in den kleinen Garten,
damit die Katzenmädels ungestört über ihren Kellereingang nach Hause kommen
können. Vroni ist dann gegen 11:00 Uhr zu Hause und verzieht sich wie
gehabt nach oben zum Schlafen.
Wir füttern das Rudel zusammen im Hof,
Miklos ein wenig separiert und an der Leine, nicht dass er die anderen beim
Fressen stört oder ihnen zu nahe kommt. Miklos wird per Hand gefüttert.
Nach den ersten Erziehungsansätzen bei
Miklos am Vortag machen wir hier weiter. Miklos ist sehr gut über Futter
motivierbar, wir setzen den Clicker ein. Da klappt bei ihm sehr gut. Die
anderen Do Khyi würden uns dabei wohl eher den Vogel zeigen.
Vorrangig üben wir am "Komm her" und
"schau". Das "Schau" ist uns deshalb so wichtig, um den nervösen Junior ein
wenig auf uns zu konzentrieren und um ihm gegebenenfalls von den Katzen
abzulenken. "Komm her" klappt sehr gut.
Damit die Katzen einen anderen Kellereingang
bekommen, den sie nicht über den Hof erreichen müssen, bringen wir
dass Kellerfenster für eine neue Katzenklappe zum Glaser und basteln mit
allen Wuffels zusammen im Hof eine provisorische Katzenklappe, um die
Fensteröffnung wegen des nun fehlende Fenster zu verschließen.
Der gemeinsame Spaziergang führt uns wieder
durch den Wald. Auf dieser Strecke befindet sich ein kleiner steiler
Anstieg. Wir beschließen es einfach, trotz Miklos Hüftproblemen zu
versuchen. Notfalls müssen wir ihn eben tragen, das haben wir damals nach
Kashas Hüft-OP auch so gehandhabt. Aber Miklos geht das Stück ohne
Probleme. Entweder, er ist so kernig oder er ignoriert den Schmerz oder er
spürt ihn nicht... Es rumpelt und donnert in der Ferne, Miklos zeigt keine
Anzeichen von Angst vor Gewitter.
Nach dem Spaziergang gibt es Schweineöhrchen
für die Wuffels. Miklos drängelt sich wieder vor, um seines vor den anderen
zu erhalten. Da aber irrt sich der junge Mann: erst wenn die anderen Drei
Ihr Öhrchen haben, bekommt er das seine und er verputzt es genüsslich.
Resi ist Abends immer noch nicht zu Hause
und wir beginnen uns Sorgen zu machen, Resi war nie länger als einen halben
Tag unterwegs.
Ich ertappe mich bei dem Gedanken, ob es
denn sein hat müssen, Miklos in unsere ruhige Familie und Rudel zu holen.
Es hat vorher alles wunderbar funktioniert, die Hunde und Katzen haben
harmoniert und wir hatten unseren gewohnten ruhigen Tagesablauf. Nun müssen
wir wegen Miklos so vieles Umplanen, die Katzen sind vorerst eingeschränkt.
Wir müssen immer präsent sein. Ist Resi gegangen, da sie die Situation
nicht aushalten wollte? Aber der vergangene Tag war doch sehr harmonisch,
Miklos hat Fortschritte auch gegenüber den Katzen gemacht und Resi hat sich
selbstbewußt und forsch gezeigt. Kann es sein, dass sie dennoch genug hat?
Sie war doch aber bei uns beim Schmusen und hat das ausgenützt. Sie konnte
sich frei bewegen, wenn Miklos im kleinen Garten war. Ist ihr etwas
passiert?
O Gott, ich mache mir solche Sorgen. Und ich
entschuldige mich bei Miklos. Er kann nun am allerwenigsten dafür. Ich bin
doch froh, dass er bei uns ist.
Abends regnet es und auch Opa Chacko kommt
ins Haus. Alle 4 Wuffels liegen nebeneinander im Wohnzimmer. Es sieht
richtig harmonisch aus.
Die nächtliche Fütterung machen wir
getrennt. Miklos wird per Hand auf der Terrasse gefüttert. So werden
wir das erstmal beibehalten: Frühstück zusammen und Abendessen im Dunklen
getrennt.
Danach geht es Miklos "an den Kragen": er
wird gebadet. Hubert und ich müssen schon einiges an Kraft aufwenden, um
ihn in der Dusche zu halten. Es kommt eine grauselig braune Brühe herunter.
Das Resultat aber ist super, Miklos stinkt nicht mehr. Hubert schläft
wieder unten bei Miklos.
Vroni kommt nachts pitschnass nach Hause.
Resi fehlt immer noch. Ich schlafe sehr unruhig und wach immer wieder auf.
Es darf doch nicht sein, dass einer kommt und dafür eine andere geht! Das
Schicksal darf doch nicht so ungerecht zu uns sein. Warum? Nachts träume
ich und spüre ein Gewicht auf den Beinen. Ich wache auf und meine, Resi
wäre da, der Platz im Bett ist aber leer. Morgens wache ich auf und bin am
heulen. |
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Mittwoch, der 15.10.2008 |
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Miklos hat die Nacht mit mir
gut verbracht. Ich schlafe etwas unruhig, es regnet draußen und ich hoffe
die Katzen kommen beide nach Hause zurück. Vroni erscheint mitten in der
Nacht, sie meldet sich durch Mauzen, Miklos erwacht und möchte nachschauen.
Ich gehe zur pitschnassen Vroni, sie schmust sich an mich ran und ich
entdecke ein Geschenk von ihr. Sie hat uns eine Maus mitgebracht. Ich
bedanke mich bei ihr und setze sie ab. Sie schnuffelt interessiert herum
und entdeckt das Futter, welches wir auf einer Treppenstufe für die Katzen
abgestellt haben. Sie isst gierig und geht dann noch oben zu Berit.
Ich gehe zurück zu Miklos,
der mich freudig empfängt und lobe ihn, weil er so brav gewartet hat. Wir
schlafen beide wieder ein. Jetzt fehlt nur noch Resi. Berit erzählt mir am
Morgen nach dem Erwachen, daß sie Resi im Bett gespürt hätte. Ich tröste
meine Frau, auch ich vermisse die Kleine.
Miklos ist während der
Futterzubereitung draußen, nur Kasha ist mit in der Küche und beobachtet
uns, ob wir alles richtig machen, das Essen reichlich verteilen und nicht
die Medikamente vergessen. Mit ihrem typische Herumgehopse, Gefiepse und
Bellen begleitet sie uns mit den Schüsseln hinaus. Miklos bekommt wieder
aus der Hand gefüttert. Die Fütterung verläuft ruhig und stressfrei, alle
essen fein säuberlich auf.
Miklos bekommt auch wieder
Antibiotikum und Gelenkmittel ins Futter.
Ich fahre für zwei Stunden
zum Einkaufen, besorge Büromaterial und selbstverständlicherweise
Hundefutter inkl. Leckerlis. Bei der Rückkehr werde ich von allen Hunden
freudig begrüßt. Jeder wird nacheinander gestreichelt und geherzt. Das
Hereintragen des Einkaufs wird neugierig von den Fellnasen verfolgt. Es
könnte ja was abfallen!
Von Berit erfahre ich, daß
Resi bis jetzt immer noch nicht zu Hause war. Auch ich mache mir Sorgen,
hoffe aber, unser kleines Mädchen nutzt nur das schöne Wetter für eine
ordentliche Tour. Zum Glück ist sie tätowiert und registriert.
Nach einem kleinen Snack
rufen wir das Rudel zusammen und gehen spazieren. Heute stellen wir Miklos
die Kanal/Waldrunde vor. Ich führe Miklos und merke, daß er nicht mehr so
sehr an der Leine zieht. Er darf zusammen mit Bolbo laufen. Als wir an
Arbeitern der Alzwerke vorbeigehen, welche gerade den Kanalabfluß von
Gestrüpp freischneiden, grummelt nur Kasha und hängt sich etwas in die
Leine. Miklos schaut nur kurz interessiert, geht aber ruhig weiter.
Es ist herrliches Wetter, es
ist warm und die Sonne scheint. Miklos Stuhlgang enthält heute Würmer. Gut,
daß wir Entwurmungsmittel für ihn zu Hause haben. Der Stuhlgang von Chacko,
Kasha und Bolbo ist wurmfrei. Aber auch die Drei + Katzen werden wir morgen
entwurmen. Der Spaziergang dauert 1,5 Stunden und verlief störungsfrei. Hin
und wieder mußten wir auf unseren Senior Chacko warten, weil er meinte
etwas länger seine Nase irgendwo reinzustecken. Typisch Paps!
Daheim gab es für alle Hunde
wieder Schweineohren als Leckerli, welche mit herzhaften und lautem
Schmatzen verdrückt wurden.
Am Abend kam Claudia, eine
angehende Tierheilpraktikerin, zu uns. Zuerst wurde Kasha eingehend unter
die Lupe genommen, denn unsere Hundedame pischelt sich nach der Kastration
nachts hin und wieder ein. Dann kam unser Miklos dran. Er ließ sich von
Claudia anfassen und untersuchen. Sie gab uns ein paar Tipps und bestärkte
uns in unseren Vorhaben. Claudia schlug uns noch vor, die Bachblüten "Star
of Bethlehem", die wir für Kasha besorgt hatten, nun Miklos zu geben.
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Abends liegen Bolbo,
Kasha und Miklos zusammen. Anschließend ging Bolbo zu seiner Nachtwache
und löste somit Chacko ab, der sich verdientermaßen zu uns ins
Wohnzimmer gesellte. Als sich Chacko 20 cm neben Miklos legte, ließ
Miklos einen zaghaften Grummler los. Chacko ignorierte das Verhalten
und machte sich trotzdem neben Miklos breit.
Nachts schlief Miklos
zum ersten Mal allein im Parterre. Wie gesagt, kann Miklos wegen seiner
Hüfte und mangelnder Muskulatur weder die Treppen rauf noch runter
gehen. |

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Endlich schliefen Berit und
ich wieder zusammen in einem Bett. Nachts wachte ich ein paar Mal auf und
schaute nach, ob Resi da war.
(Hubert) |
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Donnerstag, der
16.10. bis Samstag, der 18.10.2008 |
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Also Leute, jetzt
bin ich schon fast eineinhalb Wochen bei meiner neuen Familie und muss mich
nun endlich auch mal zu Wort melden.
Die ersten Meinungsverschiedenheiten mit Chacko und Bolbo haben wir
beigelegt, wir sind ja schließlich Do Khyi Gentlemen. Bringt ja auch nix,
sich zu zoffen. Zum einen komm ich gegen Bolbos Kampfgewicht von 49 kg eh
nicht an, zum anderen möchte ich ja vor Kasha einen guten Eindruck machen.
Übrigens, die Kasha, die ist schon eine tolle Maus. Ihr solltet mal sehen,
wenn die mit ihrem Popo wackelt, da wird jeder Do Khyi Rüde schwach. Mit
der Kasha bin ich ja am vergangenen Sonntag für meine Familie Semmeln holen
gefahren. Meine ersten Minuten allein mit der Klasse Maus.
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Vorgestern hat der Tag
wieder ruhig angefangen. Ich schlafe ja alleine im unteren Stockwerk.
Schon schade, dass mein Herrchen nachts nicht mit mir kuschelt. Aber
das mit dem Treppensteigen geht einfach noch nicht. Also wir haben
zusammen gefrühstückt, hab' ein Mittagsschläfchen gehalten und dann
hatten wir einen Termin bei der Tierärztin Dr. Halm.
Zum Glück hat mich der Bolbo im Auto
begleitet (ja, Ihr seht schon, es klappt schon ganz gut mit uns zwei
Rüdis), der kennt sich schon wesentlich besser aus, mit Tierärzten.
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Dr. Halm hat mich wieder untersucht. Die
Flohstichallergie ist viel besser geworden und ich kratze und knabbere
nicht mehr so viel an mir rum. Im linken Vorderlauf habe ich wohl eine
Arthrose, das Gelenk ist geschwollen. Und in meiner rechten Hüfte knackt
und knirscht es. Die ist kaputt, aber wir werden das alles genauer ansehen,
wenn ich Muckis aufgebaut habe und dann demnächst geröntgt werde. Ich habe
schon zugenommen und wiege jetzt 35 kg. Das Futter ist einfach zu lecker.
Auf unserem Waldspaziergang hat es wieder
gewittert und ein Reh hat uns beobachtet. Das soll sich mal vorsehen, nicht
dass ich es mal "beobachte", wenn ich wieder laufen kann.
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Abends waren wir Wuffels
alle im Haus, da es wieder ordentlich gepischelt hat. Die Vroni hat uns
dann besucht, die hatte bei dem Wetter auch keine Lust auf's Jagen.
Herrchen hat mit Vroni vor dem warmen Ofen gekuschelt und ich habe mir
das dann aus ein wenig Entfernung angeguckt. Immer wenn die Vroni
um die Ecke verschwunden ist, wollte ich hinterher. Frauchen aber hat
mich mit einem Leckerli zurückgehalten. Das ging dann so ca. 2 Stunden,
dann hat es zu Regnen aufgehört und die Vroni ist abgedüst.
Gestern Nachmittag waren Kasha, Bolbo,
meine 2 Menschen und ich dann beim Einkaufen im Futterladen "Hund und
Katz". |

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Wir haben für einen Monat Fressi gekauft: 35
kg Fleisch, 120 Schweineohren (das ganze andere Zeugs wie Trockenfutter,
Flocken, Pansensticks, Rinti-Dosen, Übungsleckerlis, Gemüse u.s.w. haben
wir schon alles zu Hause). Da wir ja ganz nette Wuffels sind, haben wir
natürlich auch Katzenfutter mitgenommen. Herrchen wollte mit schon so ein
Geschirr mit einem Klettabzeichen "Azubi" kaufen aber das Frauchen
hat ihn abgehalten. Wir haben ja schon meine eigene Leine und
Adressanhänger bestellt und ich hoffe, dass ich bald ein Päckchen bekomme.
Nachdem wir zu Hause den Großeinkauf
verstaut hatten, haben meine Menschen uns alle 4 in's Auto gepackt und wir
sind abgedüst zum Waldlehrpfad. War schon sehr ungewohnt, mit den andere
dreien im Auto. Aber nach dem Motto "Mittendrin statt nur dabei" habe ich
das supergut hinbekommen. Beim Spaziergang hat es dann total laut gekracht,
Herrchen meinte das waren Böller vom nahe gelegenen Schießstand. Nun, Angst
hatten wir natürlich alle vier nicht, wir sind tapfer weiter marschiert.
Nachts hat der Bolbo Nachtschicht geschoben,
der bellt dann stundenlang den Mond an. Ich hab's mir natürlich wieder
drinnen gemütlich gemacht. Wir haben Star Wars geguckt und meine Menschen
haben immer Witze gemacht, dass Kasha den Darth Vader synchronisiert hat.
Versteh' ich gar nicht, das schnorcheln von Kasha hört sich doch total
niedlich an.
Heute haben wir erstmal ein wenig im Haus
gebastelt. Die Menschen können froh sein, einen so tollen Handwerker im
Haus zu haben.
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Und dann haben wir einen
Ausflug gemacht bei schönsten Herbstwetter.
Die Autofahrt war ganz OK, es ist
genügend Platz auch für längere Fahrten im Auto. Wir haben uns dann
alle so sortiert und Frauchen meinte, da passt ja noch ein Do Khyi
rein. Die spinnt wohl! Schließlich will ich noch ein paar Kilos
zunehmen, nicht dass es dann zu eng wird.
Wir sind toll spazieren gegangen, haben
die Nasen bei leckeren Gerüchen zusammengesteckt, Pferde angeguckt, und
die Aussicht genossen. |

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Ich habe mich total wohl gefühlt! So wohl,
dass ich vor Bolbo rumgekullert bin.
Jetzt bin ich total geschafft. Ich habe die
letzten Tage ganz schön viele Eindrucke gesammelt und ich habe das Gefühl,
dass ich mich gut einlebe. Ach ja, ich bedanke mich noch für die vielen
mails, Gästebucheinträge und Posts im Forum. Ist echt nett, wenn Ihr Euch
so um mich kümmert.
Schaut wieder rein, Euer Miklos vom Alztal
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Sonntag, der 19.10.2008 |
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Mitten in der Nacht schlug
Bolbo an, weil ein Fahrzeug in unserer Einfahrt stand. Miklos bellte
motiviert mit. Nach getaner Arbeit schliefen unsere beiden Wächter weiter.
Nach dem Frühstück ging es
in den großen Garten zum Laub rechen. Die Do Khyi haben das getan, was sie
am besten können. Frauchen und Herrchen zu bewachen und aufpassen, damit
alles ordentlich gemacht wird. Chacko verzog sich so rasch wie möglich, er
kann uns bei der Arbeit nicht zuschauen. Nacheinander verzogen sich dann
auch Bolbo und Kasha auf die Terrasse. Ein Paar Pfoten mehr hätten nicht
geschadet, da ich immer noch stark erkältet war. Hin und wieder kam Miklos
zu uns gelaufen und half auch etwas. Dank seiner Hilfe konnten einige gut
platzierte und versteckte Tretminen entdeckt werden.
Miklos lag im Hof und sonnte
sich. Irgendwann tauchte auch mal wieder Kasha, dann Bolbo und zum Schluß
Chacko auf. Kein Wunder, der Großteil der Arbeit war ja schon getan. Katze
Vroni schlief derweil im Haus. Die vier Hunde bildeten einen schönen, engen
und harmonischen Kreis.
Bolbo forderte Miklos zum
Spielen auf und Miklos ging darauf ein. Es war schön anzuschauen, wie Bolbo
sich viel Mühe gab, hin und wieder einen strengen Blick auflegte und so
Miklos in seine "Schranken" wies. Miklos versuchte ab und zu bei Bolbo
aufzureiten, wurde jedoch durch ein lautes und deutliches "Ab" von Berit
unterbunden.
Bolbo schnuffelte Miklos
einmal sehr lange ab, besonders die verletzten Stellen. Das Aua an der
Schnauze wurde von Bolbo abgeschleckt. Es steckt ein kleiner Sanitäter in
ihm. Miklos stand ruhig da und ließ Bolbo gewähren.
Bevor wir zum Spazierengehen
aufbrachen, forderte Chacko Bolbo zum Spielen auf und anschließend Miklos.
Miklos ging nicht auf die Spielaufforderung ein. Es lag wohl daran, daß
alle auf die Piste gehen wollten. Wenn es zum Gartentor geht, laufen Bolbo
und Miklos um die Wette.
Als wir nach 1 Stunde
Spaziergang nach Hause kamen, gab es für die Hunde als Leckerli ihr
beliebtes Schweineohr. Während Chacko, Kasha und Miklos gierig ihre Ohren
annahmen, mußte man Bolbo fast dazu zwingen sein Ohr anzunehmen. Alle
knabberten an ihrem Ohr, als Bolbo plötzlich zu Bellen anfing. Er hatte
Vroni, unsere Katze, an der Gartentür entdeckt. Vroni kam in den Hof und
begrüßte Bolbo.
Miklos wurde von Berit an
die Leine genommen. Vroni ging in den Garten und beobachte von dort aus
Miklos. Der junge Mann kommt ihr noch etwas suspekt vor. Ich gesellte mich
zu Vroni in den Garten. Miklos sieht die Katze und wird von Berit
zurückgehalten und muß sich dabei hin und wieder ein geknurrtes Nein
anhören.
Nach 5 Minuten wird Miklos
in den kleinen Garten hinter den Haus gebracht, Kasha gesellte sich zu ihm.
Vroni soll die Möglichkeit haben in ihrem Revier sich frei zu bewegen.
Später kommt die Katze ins Haus, die Hunde bleiben alle draußen, bis Vroni
wieder auf Nachtstreife geht.
Wir hoffen, daß sein Umgang
mit den eigenen Katzen besser wird und daß Resi wieder nach Hause kommt.
Miklos liegt im Hof noch
immer abseits von den anderen Jungs, aber wir sind guter Dinge, daß er sich
gut entwickeln und ins Rudel integrieren wird. Beim Aufpassen ist er auch
schon aktiv im Rudel und bellt fleißig mit.
(Hubert) |
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Montag, der 20.10.2008 |
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| Tja, der
Miklos...da setzen mir meine Leute doch tatsächlich einen neuen Do Khyi
Rüden vor die Nase. Ob ich das toll finde? Na ja, an Anfang hat mich das
schon ein wenig genervt, vor allem, dass der Miklos nicht sofort am ersten
Tag mich als seinen neuen Chef akzeptiert hat. Und dass der Jungspund
einfach an meinen Napf will, ohne dass ich ganz aufgegessen hatte, war
einfach zu dreist. Aber mit ein paar Backpfeifen hatten wir beide das
geklärt. Der ist ja lernfähig, der Miklos.
Mit meiner Strategie der anfänglichen
Ignoranz hab ich es super geschafft, die Anfangszeit de-eskalierend zu
gestalten.
Mittlerweile kommen wir Jungs echt gut
miteinander aus. Heute hat mich Miklos zum Spielen aufgefordert und ich
ließ mich nicht lumpen und ging natürlich darauf ein. Wir beiden Jungs sind
dann ein wenig über den Hof gefetzt. Miklos hat wieder versucht., bei mir
aufzureiten aber mit einem eleganten Hüftschwung hab ich die Aktion
pariert. Bin ja schließlich jahrelang in Papa Chackos Lehre gegangen
und bin Meister in tibetischen Do Khyi Kampfsportarten und
Meditationstechniken. Mein abendliches Bellen ist nämlich Meditation und
ich kann dabei super vom Streß des Tages abschalten - gell Miklos.
Miklos hat heute ein Päckchen bekommen mit
seiner neuen Leine und persönlichen Dog-Tags. Jetzt ist er fast so gut
ausgerüstet wie wir. Was ihm noch fehlt, ist ein Ausgehhalsband, aber so
wie ich meine Leute kenne, wird er das auch bald haben. Muß ja gut aussehen
neben uns, der Junge.
Am Nachmittag stand wieder einmal ein
Tierarztbesuch auf den Programm. Ich war ja noch nie krank aber der Miklos
tut mir da schon ganz schön leid, der hat's ja noch schlimmer erwischt als
die Kasha. Jetzt haben wir zwei Humpelbeine in der Familie. Aber der
heutige Tierarztbesuch war für einen Rüden noch etwas heikler. Die Frauchen
hat nämlich gestern abends an Miklos Weichteilen (ähem: Hodensack) noch
einen Faden gefunden. Den hatten die Superdödel in Ungarn einfach
vergessen! Die Tierärztin hat den Faden dann einfach entfernt und meinen
Menschen noch ein tolles Mittel gegen Miklos Hautprobleme mitgegeben. Was
bin ich froh, dass mir diese OP mit der Entmannung nicht droht. Auch wenn
meine Menschen manchmal damit drohen, wen ich wieder frech war.
Zugenommen hat Miklos auch wieder ein wenig.
Der muß ja ganz schlank bleiben, wegen der Hüftgeschichte. Aber ein paar
Pfunde mehr würden ihm schon gut tun. Frauchen meinte, dass der Miklos
nächstes Jahr auch ein richtig hübscher Do Khyi sein wird mit schönem,
dichten Fell. Mal sehen.
Danach sind wir wieder zusammen spazieren
gegangen, Ob der Miklos jemals so viel spazieren war? Der erzählt ja nix
von früher. Vielleicht war das früher bei ihm auch nicht so toll, ich
glaub, ich mag das gar nicht wissen. Ist halt was anderes, wenn man von
Anfang an Streicheleinheiten, Fressi, Auslauf u.s.w. bekommt und viele gute
Hundekumpels hat. Aber der Miklos, der lebt sich hier gut ein, ich zeig dem
alles und werde ihm auch meine Kumpels vorstellen. Ich glaub', das wird ihm
gefallen.
Morgen machen wir einen Ausflug an den
Chiemsee. Wir melden uns dann wieder bei Euch.
Servus und Wuff, Euer Bolbo
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Dienstag, der 21.10.2008 |
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Hallo Leute, heute meldet
sich mal die Kasha zu Wort. Wuff und Servus miteinander. Gestern morgen
ging Herrchen vor dem Frühstück raus zu uns Hunden in den Hof und schmuste
mit jeden von uns. Als Hubert dann zu Bolbo ging und ihn herzte kam Miklos
hinzu. Bolbo warf Miklos einen strengen Blick zu, Herrchen hat sofort
verstanden, daß sich eine Spannung zwischen den Jungs aufbaute und ging von
Bolbo weg. Bolbos Blick war immer noch sehr streng in Richtung Miklos, es
gab ein kurzes Brummen und dann ging Miklos auf Bolbo los. Die Jungs haben
sich ordentlich gezofft, aber nicht so heftig wie beim letzten Mal. Ich
stand in sicherer Entfernung, Chacko versteckte sich hinter einen
Apfelbaum. Nach dem Streit wurden die Jungs getrennt. Tja, der Miklos war
wohl eifersüchtig auf Bolbo, weil dieser mit Herrchen schmuste. Der Hubert
gehört uns allen und nicht nur einem allein. Ich denke, das muß der
Jungspund noch lernen.
Nach dem Frühstück fuhren
wir alle in Richtung Chiemsee. Die Jungs gaben Ruhe im Auto und vertrugen
sich ganz doll. Wenn der Miklos nicht immer so rumzappeln würde im Auto.
Bei Truchtlaching eroberten wir eine frühmitteralterliche Fluchtburg und
suchten anschließend die Keltenschanze auf. Es war quasi ein
Bildungsspaziergang.
Danach fuhren wir nach
Seebruck am Chiemsee und wollten ins Römermuseum in Seebruck, welches
leider zu hatte. Macht nix, wir sind dann runter zum Chiemsee gedupfelt und
haben gepitschelt.
Die Rückfahrt verlief ruhig
und harmonisch, war ja auch kein Wunder, alle waren platt vom Spaziergang.
Das Wetter war fantastisch, die Sonne schien und es waren so um die 21
Grad.
Hier seht Ihr uns drei Black
and Tans: Chacko, meine Hübschlichkeit und Miklos
.
Nach dem Öhrchenvesper haben
wir Hof gedöst und dann sind wir alle ins Haus gegangen. Bolbo lag oben auf
dem Sofa und Miklos legte sich vor ihn hin. Bolbo lag entspannt auf der
Couch und hatte die Augen entspannt geschlossen. Dann fing Miklos mit
seiner Putzorgie an. Bolbo fand das gar nicht lustig, er wollte seine Ruhe
haben. Aber Miklos mußte herumpoltern und Bolbo ständig anschaun. Dann ist
dem Bolbo der Geduldsfaden gerissen und er hat mit einem Grummeln Miklos
zur Ruhe aufgefordert.
Naja, der junge Hupfer mußte
natürlich zurückmosern. Und die Jungs fingen mal wieder an herum zu geifern
und zu wichteln. Schwubdiewubs wurden die Burschen getrennt und Miklos
mußte an die frische Luft. Bolbo legte sich dann vor den Kamin und war
ordentlich angefressen.
Später haben wir Miklos
wieder ins Haus gelassen, Frauchen und Herrchen haben darauf geachtet, daß
die Jungs sich nicht anschauen konnten. Dann konnte ich in Ruhe endlich
Doctor House genießen.
So sans halt de Mannsbilder!
Gruß und Wuff Eure Kasha
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Mittwoch, der 22.10 bis Freitag, der
24.10.2008 |
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Der Mittwoch war so
gesehen ein ruhiger Tag für die Hunde. Man ruhte sich aus und ließ sich
verwöhnen. Am Abend war für Miklos Premiere auf dem Hundeplatz des
Hundesportvereins Inn-Salzach e. V.
Jeder war neugierig und
wollte viel über Miklos wissen. Nachdem der Wissensdurst gestillt
wurde, durften Miklos und Bolbo im Wechsel mit Berit und mir eine
Stunde lang mitmachen. Miklos zeigte, wie interessiert und gelehrsam er
war. Er brauchte nur die Übungen machen, die ihn nicht körperlich
überforderten. Sitz und Platz brauchte er auf Grund seiner Hüfte nicht
machen. Sinn und Zweck der Trainingsstunde ist, daß unsere Hunde mit
anderen Hunden zusammen sind. Man merkt, daß der Sozialkontakt mit
ihren Artgenossen ihnen gut tut.
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Am Donnerstag waren
es schon 14 Tage seit Miklos bei uns ist. Es wird mit ihm geübt,
geschmust und gelebt. Wir haben den Eindruck, daß die Zeit bei uns
ihm schon sehr gut tut. Die Beiß- und Nageattacken an seinem Körper
haben schon einigermaßen nachgelassen. Seine äußerlichen Wunden
verheilen gut, sein Fell und seine Muskeln wachsen, er zeigt mehr
Lebensfreude und gliedert sich langsam aber sicher in das Familien-
und Rudelleben ein. |

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Miklos paßt zusammen mit
Chacko, Bolbo und Kasha auf. Wenn ich mit Bolbo schmuse bleibt Miklos
auf Distanz, er hat aus der letzten Auseinandersetzung seine Lehre
gezogen. Tägliches Üben mit Leckerlis und Klicker gefallen ihm und
kommen gut an.
Heute am Freitag war
Miklos zusammen mit seinem Rudel ca. 4 Stunden alleine im Garten und
sie haben auf das Haus und Grundstück aufgepaßt. Wir waren unterwegs,
die Suchplakate für Resi aufzuhängen. Als wir zurück kamen wurden wir
freudig begrüßt. Heute haben die Jungs zusammen gespielt. Man merkt
aber, daß Miklos noch sehr gerne seine Kräfte messen möchte. Immer wenn
Bolbo mit Chacko gespielt hat, ist Miklos mit eingestiegen und hat
Bolbo ins Fell gezwickt. Es verlief dennoch alles sehr ruhig und
gelassen.
(Hubert) |
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Samstag, der 25.10 bis Montag, der 27.10.2008 |
.... |
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Hallo zusammen! Vom
Wochenende gibt es nicht viel zu berichten. Miklos lebt sich immer mehr ein
und zwischen den Jungs funktioniert es auch auf engem Raum sehr gut. Am
Samstag war Claudia wieder da, sie ist eine angehende Tierheilpraktikerin
und hat sich den Miklos noch mal angeschaut. Wegen mir ist sie auch
gekommen, aber momentan läuft mit meiner Gesundheit alles sehr gut. Klar
die letzten Wochen waren etwas stressig und aufregend, seit der Miklos bei
uns ist, aber da müssen wir alle durch.
Miklos geht jetzt immer brav
auf seinen Platz, welcher ihm zugewiesen wurde, bzw. sucht ihn dann selber
auf.. Auch ist er sehr viel bei uns anderen Hunden im Garten. Das ist
schön, denn so kommen wir uns näher. Er freut sich immer riesig, wenn
Frauchen und Herrchen vom Einkaufen oder sonstigen Erledigungen zurück
kommen.
Am Wochenende und Montag lag
der Schwerpunkt in der Eingewöhnungs- und Erziehungsphase bei den Katzen.
Resi ist leider immer noch nicht unterwegs, gemeldet hat sich auch bis
heute niemand bei uns, obwohl Frauchen und Herrchen viele Suchplakate
aufgehängt haben. Für das Katzen-Angewöhnungs-Eingewöhnungs-Training mußte
ein bißchen die Vroni herhalten.
Da die Tage jetzt kälter und
nasser werden, bleibt Vroni jetzt immer länger zu Hause, bevor sie auf
Nachtpatrouille geht. Übrigens, auch Vroni bekam ein ausführliches Training
für ihre neue Katzenklappe. Auch eine Katze muß lernen!
Immer wenn Vroni kam, setzte
sich Frauchen oder Herrchen zu Miklos und gaben ihn ein Leckerli, wenn er
in Richtung Katze Vroni schaute. Dies lief bis jetzt sehr gut. Miklos blieb
dann auf seinem Platz und Vroni suchte sich im Wohn- oder Eßzimmer einer
ruhige und sichere Ecke. Damit Vroni nicht immer gleich davon fetzt, wenn
sie Miklos sieht, wurde eine große Malz- und Vitamintube besorgt. Gestern
lag Vroni während des Abends entspannt neben Herrchen auf dem Sofa, während
Miklos auf seinen Platz lag.
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Wie es sich gehört, habe
ich als Katzenmama das Training überwacht und darauf geachtet, daß der
junge Mann sich nicht daneben benimmt. Ich gebe zu, auch ich habe das
eine oder andere Leckerli abgestaubt. Wer kann schon meinem
Mädchencharm widerstehen.
An dieser Stelle möchte ich mich im Namen
meines Rudels und meiner Zweibeiner recht herzlich nochmals bei allen
lieben E-Mails und Posts in verschiedenen Foren bedanken. |
Wuff, Servus, Namaste ani
Tashi Deleh Eure Kasha |
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Dienstag, der 28.10 bis Mittwoch, der
29.10.2008 |
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Am Dienstag durfte Miklos zum ersten Mal erleben wie bei
uns zu Hause gewerkelt wird. Während Chacko, Kasha und Bolbo die Flucht in
den Garten vorzogen, lag Miklos gemütlich im Wohnzimmer und fühlte sich
nicht gestört durch die Bohr- und Hammergeräusche aus dem Arbeitszimmer.
Am Abend schaute Claudia mal kurz vorbei, weil sie für
unseren momentan gestressten Bolbo Bachblüten vorbei brachte. Während der
stürmischen Begrüßung durch die Hunde ließ es sich Miklos nicht nehmen, Bolbo in
den Hintern zu zwicken. Bolbo war daraufhin verständlicherweise etwas sauer
und warf Miklos entsprechend Blicke zu. Damit es nicht zu einer Eskalation
kam wurden die Burschen dann getrennt.
Während der Schlafenszeit versuchte Miklos unser Herz
durch Fiepen und Heulen zu erweichen. Nach klaren und deutlichen Worten von
mir, gab er schließlich Ruhe.
Heute am Mittwoch, war für Berit leider der Urlaub zu
Ende und Miklos konnte miterleben, wie ein Arbeitstag eines
Familienmitglieds abläuft. Er durfte mit mir Berit zum Bahnhof fahren.
Premiere Nr. 1 für mich, alle Hunde zu füttern, ohne daß es zu Reibereien
kommt und ohne daß es Kasha schafft mich mit vier vollen Futterschüssel
zum stürzen zu bringen. Die Fütterung verlief reibungslos in gewohnter Art
und Weise.
Anschließend machten wir uns fertig für meinen
Arztbesuch. Ich entschloß mich alle Hunde mit zu nehmen.
Während den 90 Minuten, die ich in Behandlung war, waren
die Hunde alleine im Auto. Als ich zurück kam, saß Bolbo auf dem
Fahrersitz. Er hatte sich unter das Absperrgitter durchgequetscht, weil er
vorne seine Ruhe hat. Ansonsten war die Lage ruhig und entspannt im Auto.
Bolbo ging dann als er mich sah auf dem selben Weg zurück in den
Hunde-Fahrgast-Raum.
Heute war für mich auch dann Spaziergang Premiere. Ich
ging mit vier Hunden Gassi. Chacko kann ich Gott sei Dank von der Leine
lassen, er dupfelt uns in seiner ruhigen und gemütlichen Art hinterher. Hin
und wieder haben die anderen drei es geschafft mich mit Charme und Leine
einzuwickeln. Bolbo will da schnüffeln, Miklos woanders, dann läuft
Kasha auch noch woanders hin, dann stecken sie mal ihre Köpfe alle
zusammen, .....
Daheim angekommen gab es ein tolles Leckerli und für
Miklos eine Überraschung. Der Paketdienst brachte ihm ein neues Halsband,
Marke und Klicker. Später kamen Miklos und Kasha ins Haus. Vroni erschien
irgendwann einmal und aß. Ich hörte wie ihre Adressbombe gegen die
Futterschüssel schlug. Miklos und Kasha bekamen nichts mit. Es lief im
Hintergrund der Radio. Erst als ich im Dunkeln in Richtung essender Vroni
ging, bemerkte Miklos erst die Anwesenheit der Katze uns stürmte nach
vorne. Vroni verzog sich und fauchte Miklos einmal kräftig an. Ich konnte
den jungen Mann zurückhalten, die Katze ging nach oben.
Ich muß zugeben, ich war etwas zu selbstsicher. Die
Dunkelheit und die Musik gaben mir und Vroni die Sicherheit, Hoffnung und
die nötige Deckung dass Miklos nichts merken würde. Nur weil ich in Richtung
Küche ging, schaute mir Miklos nach und nahm dann Vroni wahr.
Miklos ging dann auf mein Geheiß zurück auf seinen Platz
und wir übten zusammen. Vroni bekam später Zimmerservice. Leckeres
Essen und viel Malzpaste halfen die Aufregung zu vergessen. Später kam
Vroni dann im Schutze der Dunkelheit nach unten und spechtete um die Ecke.
Als sie dann Chacko, Kasha und Miklos sah, verzog die Katze sich wieder
nach oben in Bolbos Korb.
Als Miklos und ich Berit vom
Bahnhof abholten, freute sich der junge Mann riesig sein Frauchen zu sehen.
Und wieder gab es eine Überraschung: Berit brachte Miklos eine große, dicke
Filzunterlage mit, welche dem jungen Mann als sein eigener und ganz
persönlicher Schlafplatz dienen soll.
(Hubert)
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Miklos ist jetzt schon drei
Wochen bei uns und man merkt die ersten und guten Fortschritte. An den
kahlen Stellen, insbesondere die Schwanzspitze, wächst das Fell sehr gut
nach. Allgemein hat sich sein Fell verändert. Es ist nicht mehr so
schuppig, riecht anders und die Struktur hat sich verändert.
Arbeiten und Lärm im Haus,
wie zum Beispiel Staubsaugen, Hämmern, Bohren, Scheppern in der Küche
stören ihn nicht. Wir haben das Gefühl, all dies kennt er schon aus seiner
Vergangenheit. Auch sind wir überrascht, wie stubenrein Miklos ist. Wenn er
draußen mit seinen Rudel sich im Hof und Garten aufhält, kann man
beobachten, wie er sich gerne in die Sonne liegt, schnuffelnd durch den
Garten streift und mit bellt, wenn die anderen bellen.
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Im Haus bewegen sich die
Hunde zusammen sehr gut. Die Jungs gehen aneinander vorbei, ohne daß es zu
Reibereien und Spannungen kommt, im Wohnzimmer liegen sie dann zusammen.
Liegt ein Hund im Weg, geht der andere Hund ohne Probleme, auch sehr nah, an ihm vorbei. |

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Das Nagen hat sich fast
eingestellt. Hin und wieder nagt Miklos noch an einigen Stellen, läßt aber
nach. Sein Appetit ist nach wie vor sehr groß, er frißt gut und auch alles
was man ihm anbietet. Wir verbrauchen am Tag für vier Hunde 1 kg Fleisch,
Gemüse, ca. 1 kg Flocken/Reis/Nudeln/Kartoffeln, 4 Schweineohren, ca. 1 kg
Trockenfutter vermischt mit ca. 600 gr. Dose (Chacko mag nur das
Trockenfutter abends mit Dosensoße). Das Menü wechselt natürlich täglich.
Beim Gassigehen zieht Miklos
noch etwas, insbesonders dann, wenn der junge Mann Wildgeruch in der Nase
hat. Ansonsten läßt er sich leicht händeln. Er gehorcht gut auf die
Kommandos "Nein", "Ab" und "Komm her!", nimmt unser Knurren ernst und folgt
auch sehr gut. Gearbeitet wird mit Klicker und viel Leckerlis. Wenn er ins
Haus kommt geht er brav auf seinen Platz, sucht sich aber dennoch hin und
wieder ein Wechselplätzchen.
Am Freitag hat uns Miklos
eine Lücke in unserer Einfriedung gezeigt. Eine Stelle die wir kannten, die
anderen aber nie nutzten. Der junge Mann nutzte die Lücke hinter der
Terrasse geschickt ohne Probleme. Selbstverständlicherweise wurde diese
dann umgehend geschlossen. Abends war Vroni bei uns im Wohnzimmer und wir
übten zusammen mit Katze und Miklos. Jedes Mal wenn Miklos Vroni ansah gab
es Leckerli inkl. Klicker-Klick.
Bolbo hat gestern am Samstag
während des Spaziergangs immer wieder an Miklos Geschlecht herum geschleckt
und versucht Miklos aufzureiten. Miklos fand dies gar nicht amüsant und
verwarnte Bolbo mit Knurren und Kläfflauten. Naja, Bolbo hat es momentan
nicht leicht, da in unserer Umgebung wohl sehr viele Hündinnen läufig sind.
Als abends Berit von der
Arbeit nach Hause kam, freute sich Miklos wie die anderen Hunde im Rudel
sehr, gab ein Küßchen und sprang herum. Bolbo versuchte die gute Stimmung
auszunutzen, indem er Miklos durch deutliche Spielaufforderungsgesten zum
Spielen zu animieren versuchte. Miklos ging leider darauf nicht so richtig
ein. Auch denken wir, daß die Spielaufforderung nur Mittel zum Zweck war,
den Bolbo versuchte auch wieder Anstalten zum Aufreiten zu machen.
Tashi Deleh Hubert |
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Sonntag, der 02.11.2008 |
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Hi Leute, für heute gibt es
nicht viel zu berichten. Die Sonne schien bei uns und die Temperaturen
waren recht angenehm, so daß wir DoKhyis uns entschlossen Siesta im Hof zu
halten, bis dann Herrchen irgendwann mal auftauchte und fragte: "Wer hat
Lust auf Tretminensuche?". Wie, was, am Sonntag arbeiten? Nix da! Wer
suchet der findet, kannst ja gleich nebenbei etwas Laub rechen. Viel Spaß
Herrchen! Wie heißt es so schön, in der Ruhe liegt die Kraft. |

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Irgendwann kam Herrchen
wieder angetabst und fragte uns, ob wir Miklos in die Aufgaben des
Pfeile-Such-Hundes eingewiesen hätten.
Och nö! Daß heißt, Herrchen will
Bogenschießen. Na dann Augen und Ohren zu, Schnarchplatte auflegen und
weiter dösen. |

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Naja, heute hat er wenigstens alles getroffen. Es war kein "Sackelzement"
(bayr. Ausdruck) zu hören. Ich verzog mich mal auf die Terrasse, bis ich
das Klingeln von Hundemarken und "Chacko" hörte. Aha, hab' ich mir gedacht,
wir gehen endlich los.
Die Kasha, unser Püppchen,
hatte heute keinen Bock auf Spazierengehen und legte sich demonstrativ hin
als wir Männer durch das Gartentor gingen. "Bleibst halt dahoam!" hat
Herrchen gesagt und dann zogen wir los. Unterwegs trafen wir einen Reiter
mit zwei Hunden, Herrchen unterhielt sich mit dem Reiter und später durften ein paar Rehe auf einer großen Wiese
beobachten. Herrchen hat für solche Fälle ein Fernglas mit dabei und nimmt
sich auch extra viel Zeit. Verbesserungsvorschlag hier an dieser Stelle:
Brotzeit mitnehmen!
Kurz bevor wir zu Hause
eintrafen, hörten wir unsere Kasha heulen. Die Kleine hat eine schöne
Stimme, daß muß man schon sagen. Die Heimkehrer wurden herzlich von Kasha
begrüßt und bekamen Küßchen. Herrchen lobte sie noch, weil sie so brav und
fleißig aufgepasst hat.
Herrchen versuchte dann
Miklos und Bolbo zum Spielen zu animieren, was auch ein bißchen klappte.
Die beiden Jungspunde kommen sich langsam näher und beschnuffeln sich jetzt
auch schon länger.
Wuff und Servus Chacko |
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Viele Worte muß man nicht sagen,
sondern einfach nur das
Bild anschaun.
Hier liegt ein prachtvoller Bursche
und genießt sein Leben.
(Hubert) |

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| Donnerstag,
der 6.11.2008 |
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Irgendwie gibt es gar nicht so viele Neuigkeiten zu berichten. Das zwischen
den vier Wuffels spielt sich so langsam auch ganz unspektakulär ein.
Zwischen Kasha und Miklos gibt es von vorneherein keine Probleme. Sie
akzeptiert es sogar, wenn Miklos beim Futtermachen in der Küche anwesend
ist und er erträgt es, wenn Kasha anschließend wie von Sinnen durch die
Gegend hüpft, kläfft und die Jungs versucht zu zwicken.
Chacko und Miklos scheint hauptsächlich eine Beziehung auf Distanz zu sein
- keiner kümmert sich wirklich um den anderen.
Zwischen Bolbo und Miklos ist auch Ruhe eingekehrt, es kam zu keinen
weiteren Rangeleien oder Streitereien. Bolbo stand ja Anfangs ziemlich
unter Strom und war permanent präsent um Miklos zu überwachen. Wir haben
dann auch Bolbo Bachblüten gegeben (Miklos wird ja nach wie vor
homöopathisch behandelt) und ich habe den Eindruck, das hat Bolbo sehr
geholfen. Zur Zeit findet Bolbo immer mehr Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen
und kann z.B. auch in Miklos Gegenwart tief schlafen; er wird nicht mehr
sauer, wenn Miklos wie eine wilde Hummel durchs Haus fetzt oder
Putzattacken auslebt. Die letzte ein wenig brenzlige Situation war, als
unsere Homöopathin bei uns war und Bolbo begrüßte: Miklos hat Bolbo dabei
in den Hintern gezwickt und Bolbo fand das natürlich gar nicht lustig.
Apropos Putzattacken: das Kratzen hat fast vollständig aufgehört, die
geröteten und suppenden Stellen sind weg, das Fell wächst nach und Miklos
baut Mukkis auf. Mittlerweile spürt man auf den Rippen und Hüften schon ein
wenig Speck. Nächstes Jahr nach dem Fellwechsel wird er eine richtige
Schönheit werden.
Es kommt immer öfter vor, dass die Jungs sich gegenseitig zum Spielen
auffordern, wobei das Spielen wohl eher ein Kräftemessen ist, wer kann
besser rempeln, besser springen, laufen, zwicken…Rüden unter sich. Miklos
"spielt" mit viel Geknurre, Getöse und Gezwicke, zum Glück kennt Bolbo das
bereits von seinen Spielgefährtinnen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Miklos den Bolbo noch herausfordern wird,
wenn er kräftiger und gesund geworden ist. Abwarten…
Nur bez. Katze Vroni ist es mit Miklos (noch) recht anstrengend. Wenn Vroni
abends zu uns kommt, hat Miklos eben eine Zeit "Hausarrest" im
Arbeitszimmer (er kann von da aus natürlich auch das restliche Untergeschoß
sehen). Vroni hat einen anderen Freßplatz bekommen und genügend
Ausweichmöglichkeiten, außerdem bleibt es dabei, dass Miklos nicht nach
oben darf.
Bei uns ist nun nach knapp einen Monat Urlaub ab gestern wieder die
Normalität eingekehrt und Hubert u. ich arbeiten wieder. Gestern war der
erste Tag, an dem die Wuffels ein paar Stunden alleine waren. Kasha und
Miklos im Untergeschoß; Bolbo, Chacko und Vroni oben. Als ich nach Hause
kam, gab es eine riesen Begrüßung von allen.
Ich hatte mich auf ein leckeres Abendessen
und dann einen geruhsamen Abend mit einen oder mehren Hunde auf dem Sofa
gefreut.
Stattdessen gab es dann erstmal ordentlich Arbeit für mich.
Miklos hatte fiesen Durchfall, evtl. vor Aufregung, und hat ein paar
Quadratratmeter Parkett inkl. Wand besprenkelt, zusätzlich eine Pfütze in
Chiemsee-Größe fabriziert.
Also habe ich erstmal ordentlich geputzt und
eine knappe Stunde gelüftet - der Geruch der braunen Suppe hing hartnäckig
in den Räumen und mein Hunger nach der Arbeit war erstmal verflogen.
Der Vroni war das auch zu viel Action und
sie verzog sich nach ein wenig Geschmuse (naserümpfend?) in die Botanik.
Endlich war ich fertig und bin nach oben um
endlich aus den Büroklamotten zu kommen. Es sah oben ganz normal aus - bis
ich um die Ecke kam...
Wieder ein gepieselter Chiemsee, scheinbar
hat Bolbo ganz chefig ein Regal markiert Also habe ich auch oben geputzt.
Zumindest war dann das ganze Haus sauber und
ich konnte meinen wohlverdienten Sofabend genießen mit Kasha, Bolbo und
Kasha zu Füssen.
(Berit)
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Samstag, der 8.11.2008 |
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| Morgens
haben Miklos und ich Herrchen vom Bahnhof abgeholt, da er aus der
Nachtschicht kam. Zuhause angekommen begrüßten die Wuffels Hubert als ob er
Wochen weg gewesen wäre.
Miklos hat währenddesssen im Garten Vroni
entdeckt. Vroni gab Fersengeld, Miklos hinterher, konnte aber aufgrund
seiner Hüfte nicht so Gas geben und wurde aus der Kurve getragen Vroni
düste durch den Zaun in die Botanik ab - und Miklos lief direkt in meine
Arme. Donnerwetter Nummer 1 an diesem Samstag für Miklos.
Hubert hatte frische Semmeln mitgebracht und
nach einem kleinen Nickerchen wollten wir gemeinsam Frühstücken.
Miklos und Kasha waren unten, Chacko hatte
die Tagschicht übernommen und Bolbo kuschelte sich noch in unser Bett. Ich
höre Miklos unten rumrumoren und leises Rascheln. Als ich nach unten kam,
verputzte Miklos gerade genüßlich unsere frischen Semmeln. Eineinhalb
Semmeln habe ich retten können. Donnerwetter Nummer 2 an diesem Samstag für
Miklos. Also wieder ins Bett, der einzige Tag der Woche, den man
ausschlafen, wollte ich auch entsprechend nutzen.
Kurz darauf: lautes Scheppern aus der Küche
und ich wieder nach unten gefetzt: Miklos hatte den Topfdeckel, mit dem ich
das Hundefleisch in der Spüle abgedeckt hatte, auf den Boden geworfen und
war gerade dabei, das Hundefleisch zu verschlingen. Also ging an diesem
Morgen zum dritten Mal ein Donnerwetter über Miklos nieder.
Und für mich war es mit der Nachtruhe
vorbei.
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Als Hubert ausgeschlafen
hatte brachen wir am Nachmittag zum Spaziergang auf.
Die Jungs (einschließlich Hubert)
ließen es sich nicht nehmen, Kasha und mir eine schöne Show zu bieten
mit rumfetzen, spielen und raufen. |
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Nach einem Besuch im Baumarkt bei dem wir
eine Kindertür zur Sicherung von Durchgängen gekauft hatten und nach dem
Einkauf von frischen Knochen für die Wuffels machten wir den Altöttinger
Forst unsicher. Ein Jogger sah als einzige Alternative an uns 6en
vorbeizukommen nur, sich durch die Brombeerbüsche zu kämpfen. Wir konnten
ihn dann doch überzeugen, dass unsere Wuffels nicht zu hungrig seien und er
ging an uns vorbei.
Ansonsten ein ruhiger Abend mit DVD und
vielen Fellnasen vor den Sofa, die uns zu Füßen lagen :)) |
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| Sonntag,
der 9.11.2008 |
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| Hatten
wir gestern einen Laib frisches Brot gekauft? Das war Miklos ziemlich
schnuppe, er dachte sich, dass er sich davon einen kleinen
Mitternachts-Snack erlauben kann.
Nach der verdienten Nachtruhe, als wir
unseren geliebten Miklos einen Guten Morgen wünschen wollten und mit der
Aussicht auf ein leckeres Frühstück, lag dieser mit einer vollgefressenen
Wampe vor dem Sofa und grinste uns an.
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Immer hin hatte er einen
halben Laib für uns übrig gelassen. Wie nett von ihm!
Als "Belohnung" gab es dann für alle
Wuffels lecker Knochen, den Miklos genüßlich verzehrte. Es gab kein
Geknurre oder Futterneid auf den anderen und dessen Knochen.
Der weitere Sonntag war erholsam.
Schließlich war Frauchen in der Arbeit und wir anderen ruhten sich aus
- wie es sich für einen richtigen Sonntag eben gehört.
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(Hubert) |
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Montag, der
10.11. bis Freitag, der 14.11.2008 |
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Miklos hat sich so schön
langsam an die neue Situation gewöhnt. Herrchen und Frauchen gehen in die
Arbeit und kommen wieder zurück. Empfangen werden wir von allen vier Hunden
mit viel Freude, Kasha fiepst und singt, Miklos hüpft und läuft begeistert
herum.
Alle werden von uns
nacheinander begrüßt, geherzt und geschmust. Mittlerweile gibt es bei den
Begrüßungen zwischen Bolbo und Miklos keine Probleme mehr. Wir versuchen
für alle Hunde gleiches Maß anzuwenden. Ist manchmal nicht leicht, geht
aber nicht anders.
Vroni sitzt dann immer oben
auf der Treppe und kommt uns erst dann zur Begrüßung entgegen, wenn die
Luft frei ist und alle Hunde draußen sind.
Wenn es los geht zum
Spazierengehen, dann freuen sich alle Hunde. Die Jungs spielen dann
untereinander, bzw. versuchen es. Miklos läuft freudig herum, fetzt zum
Gartentor und zurück. Er hat auch schon Bolbo und Chacko zum Spielen
aufgefordert, diese wurden zuerst zögerlich angenommen, aber dann spielten
die Rüden etwas miteinander.
Ein gutes Zeichen. Miklos
gliedert sich langsam aber sicher in das Rudel ein und weiß mittlerweile
auch, wo sein Platz ist. Zwar zickt er hin und wieder Bolbo an, wenn dieser
an ihm vorbei geht, verhält sich aber sonst recht brav im Rudel. Bolbo
nimmt das Gezicke ruhig und locker hin, wirkt deeskalierend, wedelt viel
mit der Rute, beschwichtigt und hält lieber Abstand.
Am Dienstag Abend
überschritt Miklos frecherweise eine Grenze, bei der Berit und
befürchteten, daß es gleich zwischen Bolbo und Miklos krachen würde. Bolbo
lag vor der Terrassentür. Miklos stand von seinem Platz auf, ging zur
Terassentür und legte sich in nur wenigen Zentimetern Abstand neben Bolbo.
Bolbo konnte diese Dreistigkeit kaum fassen - Berit und ich ebenso wenig -
und man sah Bolbo's Gesichtsausdruck auch an, dass Miklos Bolbo's
Individualdistanz weit unterschritten hatte. Verblüffenderweise reagierte
Bolbo gelassen, zeigte Miklos die kalte Schulter und blieb liegen. Er hat
sich wahrscheinlich gedacht "Du kannst mich gar nicht provozieren, ich will
jetzt meine Ruhe und basta ..Jungspunde!."
Am Donnerstag während Berit
frühstückte versuchte Miklos eins Stück Käse vor Berits Augen vom Tisch zu
klauen. Mit einem kräftigen Knurrer konnte die Aktion verhindert und der
Jungspund in seine Schranken gewiesen werden.
Am Nachmittag während wir im
Arbeitszimmer arbeiteten forderte Bolbo Miklos im Wohnzimmer zum Spielen
auf. Miklos nahm die Aufforderung an und spielte zusammen mit Bolbo. Es war
schön anzusehen und mir kamen die Tränen. Ein großer Schritt für Miklos in
Richtung Selbstbewußtsein, Gesundheit und Eingliederung.
Heute, am Freitag, durfte
Miklos mit mir auf den Markt gehen. Er lief brav an der Leine, schnuffelt
neugierig herum, zeigte keinerlei Scheu, verhielt sich brav und wurde von
anderen Marktbesuchern gelobt und bewundert. Später half er mir mit den
anderen die Sommerreifen gegen Winterreifen zu wechseln. Nach Do Khyi
Manier: einer arbeitet, vier passen auf.
Vor dem Spaziergang durfte
Miklos Chacko lange abschnuffeln. Zuerst am Geschlecht, später an den Ohren
und der Schnauze. Auch hier merkt man, daß sich Jung und Alt näher kommen.
Chacko hatte diese Woche Miklos auch schon mehrmals zum Spielen
aufgefordert oder versuchte ihn in das Spiel mit Bolbo einzubinden. Wir
können echt stolz auf unsere 4 sein.
(Hubert) |
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Samstag, der
15.11. bis Sonntag, der 16.11.2008 |
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Am Samstag wäre um ein Haar
der Super-Gau passiert. Berit hatte ihren Dienst und ich einen
Sonderdienst, der drohte in Verlängerung zu gehen. Gott sei Dank konnte
Berit früher nach Hause gehen, damit die Fellnasen nicht so lange alleine
sind. Abends um halb elf war ich dann zu Hause und konnte mich vor den
Begrüßungsanstürmen meiner Familie kaum erwehren. Anschließend aßen wir
zusammen und es wurde gekuschelt, geschmust und gestreichelt.
Miklos erkennt
sofort, wenn er ins Haus muß, wenn wir in die Arbeit fahren müssen. Er
versucht dann sich zu verdrücken, was ihm leider nie gelingt. Er gehorcht
ganz brav, läßt sich dann ins Haus führen und verabschieden. Am liebsten
wären Berit und ich den ganzen Tag zu Hause bei den Fellnasen.
Gestern abend als ich nach
Hause kam, lag Miklos in der Diele und ich streichelte ihn. Vroni, unsere
Katze, kam die Treppe herunter, schaute zu Miklos und mir und dupfelte am
liegenden Miklos vorbei zum Ausgang. Ganz schön mutig die Katze, besonders,
als sie nahe an seinem Kopf vorbei ging und er sie gar nicht bemerkte.
Da Vroni bei uns sein
wollte, wurde Miklos ins Arbeitszimmer geführt und dort wurde dann ein
Kinderschutzgitter eingehängt. Vroni konnte sich dann im Erdgeschoß frei
bewegen und kam dann zu uns auf die Couch. Jedes Mal, wenn Miklos die Katze
sah, bekam er ein Leckerli. Vroni zeigte sich weniger interessiert und
suchte sich einen Platz im Bücherregal, putzte sich und schlief dann eine
Runde.
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Berit hatte am Abend wieder
beobachtet, wie Miklos einen Kratz- und Nageanfall bekam und er riß
sich an der Rute ein Büschel Haare heraus. Dies war seit langem Mal
wieder einer der ersten Anfälle. Berit sah sich die Stelle an und versorgte
diese anschließend. Bei der Versorgung zickte Miklos und meinte Berit
zwicken zu müssen, ließ sich dann aber ohne Zwischenfall verarzten.
(Hubert) |
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Montag, der
17.11. bis Sonntag, der 23.11.2008 |
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Tja, ein Tagebuch ist auch
nur so gut, wie interessante Ereignisse stattgefunden haben. Die Wunde an
Miklos Rute ist sehr gut verheilt und die Haare wachsen wieder nach. Bolbo
und Miklos spielen jetzt auch schon öfters zusammen für ein paar Minuten.
Chacko fordert Miklos hin und wieder auch zum Spielen auf, worauf Miklos
jetzt auch langsam eingeht.
Am Montag rief die Tasso
Tierhilfe bei uns an und hatte einen Hinweis über den Verbleib von Resi.
Aufgeregt rief ich bei dem Mitteiler an, ließ mir den Ort beschreiben
wo Resi gesehen wurde und schaute nach ihr, leider ohne Ergebnis. Am
Dienstag habe ich dann in der Gegend um den Sichtungsort Suchplakate
aufgehängt.
Leider war diese Woche auch
mit viel Arbeit gefüllt, aber dennoch hatten wir sehr viel Zeit mit unseren
Fellnasen verbracht. Darum bedanke ich mich hier auch an dieser Stelle bei
meinem KaLeu z. Sch., weil ich den Montag Vormittag kurzfristig frei bekam.
Zwischen der Früh- und Nachtschicht versuche ich den Fellnasen die Zeit so
gut wie möglich zu versüßen. Entweder verbringen wir die Zeit zusammen im
Garten, kuscheln oder drehen noch einmal eine kurze Gassigeh-Runde.
Vroni stellt sich auch immer
mehr auf Miklos ein. Wenn sie in das Erdgeschoß kommt, dann schaut sie
immer zuerst um die Ecke und checkt die Lage ab. Wenn Miklos sich im
Erdgeschoß befindet, dann geht sie lieber nach oben. Diese Woche haben sich
Miklos und Vroni lange angeschaut. Vroni saß oben auf der Treppe ganz
entspannt und beobachte Miklos, während dieser die Katze ansah und mit der
Rute wedelte. Eines Abends dupfelte Vroni in die Küche, ging um die Ecke,
fauchte und trabte noch oben. Miklos kam hinterher getrabt, stoppte jedoch
vor der Treppe zum Obergeschoß. Vroni steckte ihren Kopf durch die
Gitterstäbe und schautet auf Miklos herab.
Am Mittwoch in der
Hundeschule hat Miklos der Border Collie Fraktion gezeigt, wo der "Bartel
seinen Most holt": unser Jungspund war schneller als die "Sporthunde" und
Berit flog nur so hinter ihm her. Er ist brav, gelehrig - und hungrig auf
Leckerlis.
Am Freitag regnete es den
ganzen Tag. Alle Fellnasen bis auf Chacko waren im Haus. Da ich nicht
wollte, daß Papa Chacko draußen liegt, entschloß ich mich dazu, ihn ins
Haus zu holen. Während Chacko ins Haus ging grummelte Kasha wieder vor sich
hin, ich verwarnte sie im scharfen Ton, was auch zu wirken schien.
Plötzlich und unerwartet ging die doofe Zicke auf Chacko los und kassierte
eine ordentliche Abreibung. Miklos meinte mitmischen zu wollen, wurde
jedoch von mir zurück gehalten. Bolbo lag vor der Terassentür und wird sich
einiges gedacht haben.
Am Samstag war es endlich so
weit - SCHNEE. Des DoKhyi schönste Jahreszeit bricht an, welch ein Genuß.
Im Schneesturm ließ man sich die Schneeflocken um die Nase wehen und genoß
das kühle Weiß.
Abends beim Spazierengehen
hatten wir mal wieder eine Begegnung der dritten Art. Ein älteres Paar kam
uns mit Mini-Goldie entgegen und rief uns schon von weitem zu "Kenna Sie de
a dahoitn?" (Übersetzung ins Hochdeutsche: Sind Sie fähig und willens die
vier Riesenfellmonster auch an ihrer Leine festzuhalten?). Allgemeines
Stirnrunzeln im Kaier-Clan. Nachtrag des Paares "Wei dös is a Welpe und die
ihrigen dad'n den sicher gern ofion!" (Übersetzung ins Hochdeutsche: Das
ist noch ein unbedarftes und sensibles Hundekind und wir befürchten, daß
ihre vier Riesenfellmonster noch nicht zu Abend gegessen haben.) Noch mehr
Stirnrunzeln im Kaier-Clan. Nun gut wir gingen dann aller unserer Wege -
mit breiten Grinsen auf den Backen (und mit hungrigem Magen). :-))))
Am Sonntag Abend gegen 17:00
Uhr, es war schon dunkel, entschlossen wir uns Spazieren zu gehen. Als wir
mit den Hunden das Grundstück durch das Gartentor verlassen wollten, hörten
wir: "Miau, Miau!". Vroni machte sich bemerkbar und siehe da sie tapste
entlang des Zaunes. Wir freuten uns riesig, daß die Katze da ist und gingen
dann zusammen mit ihr und den Hunden spazieren. Miklos hatte heute das
Geschirr an und zog natürlich heftig, als er die Katze bemerkte. Vroni ließ
sich von Miklos weder beeindrucken noch stören. Die Katze nutzte auch den
Radius der Leine aus, an welcher Miklos hing und ging nah an ihm vorbei.
Die Katze ist mit den Hunden aufgewachsen und zeigt dadurch, daß sie dazu
gehört. Mit uns zusammen stapfte die Kleine brav durch den Schnee und hatte
ihren Spaß. Daheim gesellte sich Vroni dann zur Berit ins warme Haus,
während wir Männer die Leih-CDs zur Videothek zurückbrachten, und ließ sich
mit Malzpaste verwöhnen.
(Hubert und Berit)
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Montag, der
23.11. bis Dienstag, der 25.11.2008 |
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Miklos, Miklos, frecher Bär.
Er darf jetzt frei bei den anderen Hunden herumschnuffeln, mischt sich mit
ein, wenn die anderen Hunde spielen, läuft die Treppe hoch, um die Katze zu
verfolgen, klaut das Katzenfutter, zickt Bolbo an, wenn dieser an ihm
vorbei geht, u. v. m. Er ist ein süßer Frechdachs, der immer selbstbewußter
wird. Na ja, kein Wunder bei den Lehrern, die er hat.
Körperlich verändert er sich
ebenfalls. Die Schnauze ist dicker geworden, Muskeln haben sich gebildet,
die Haare an den kahlen Stellen sind nachgewachsen, die Nageanfälle sind
fast gar nicht mehr vorhanden, das Fell wird schöner und er ist im
Allgemeinen kräftiger geworden. Seine Kraft versucht er jetzt in Spielen
mit Bolbo und Chacko einzusetzen und zu messen. Berit und ich spüren dann
seine Kraft, wenn er beim Gassigehen wie ein Stier an der Leine zieht.
Hier noch ein paar Fakten,
da ich die letzten Tage mal abgewogen habe, was Miklos im Vergleich
zu Kasha mengenmäßig zu fressen bekommt. Die beiden werden deshalb
verglichen, weil Kasha schätzungsweise 4 Kilo weniger wiegt als Miklos und
die körperlichen Aktivitäten gleich sind. Bolbo hat momentan seine
schwierige Phase und fastet am Morgen vorzugsweise.
Speiseplan Montag
Morgens: Muskelfleisch vom
Rind, Nudeln, Paprika, Karotte, Gurke, Öl
Miklos: 571 Gramm Kasha: 385 Gramm
Nachmittags: Kau-Schweineohr
Miklos: 51 Gramm Kasha: 47 Gramm
Abends:
Bozita-Trockenfutter, Bozita-Pute-Dose, Thunfischöl
Miklos: 410 Gramm Kasha: 305 Gramm
Speiseplan Dienstag
Morgens: Lammfleisch mit
Reis
Miklos: 503 Gramm Kasha: 371 Gramm
unerlaubte Zwischenmahlzeit:
Kopffleisch aus dem Katzennapf Miklos: 150 Gramm
Kasha: hat doof aus der Wäsche geguckt
Nachmittags: frische
Suppenfleischknochen
Miklos: 231 Gramm Kasha: 201 Gramm
Abends:
Markus-Mühle-Trockenfutter, Trockenfutter
Miklos: 440 Gramm Kasha: 310 Gramm
Schön war heute nachmittag, wie Miklos Bolbo
zum Spielen eingeladen hat und dies auch angenommen wurde. Let's fetz
Jungs!
Miklos hat einen mit
Rasenteppich bezogene Holzpalette, welche unter Haus- und Garagenvordach an
einer trockenen Stelle gestellt wurde, als seinen Lieblingsplatz entdeckt.
Traurige Nachricht am Rande.
Der Schnee verzieht sich.
Namaste ani Tashi Deleh
(Hubert)
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