Das Tagebuch des Puszta-Bären: Januar bis März 2009

klicken Sie hier und Sie kommen direkt zum aktuellsten Eintrag

Freitag, der 02.01.2009 bis Sonntag, der 04.01.2009

Hallo Freunde,

vor gut einer Stunde sind wir zurückgekommen und nun muß ich mich gleich an mein Tagebuch schmeissen. Leute, es war ein suuuper Wochenende.

 

 

Am Freitag war Spielen angesagt in unterschiedlichen Konstellationen: Bolbo gegen Kasha, Chacko gegen mich...

Am meisten hat mit die Konstellation Chacko und ich gegen Bolbo Spaß gemacht.

Am Samstag schliefen wir erstmal wieder aus und frühstückten lange. Nachdem meine Menschen das Haus sauber gemacht hatten trafen wir uns zum Spaziergang mit unserer Freundin Sara und deren Menschen Angie und Nico.

Wir machten einen ausgedehnten Spaziergang am Hohenwarter Waldlehrpfad mit Verlängerung an der Alz entlang. Unsere Menschen waren so dermaßen in ihr Geplapper vertieft, dass wir den Aufgang zurück zum Waldlehrpfad verpassten. Erst als wir auf der anderen Flussseite bereits Emmerting sagen fiel meinem Frauchen auf, dass wir viel zu weit waren. Wir mussten dann ein Stückchen des Weges zurückdupfeln. Menschen! So was würde uns Wuffels nicht passieren, wir wissen mit unseren Nasen immer, wo's langgeht.

Für heute hatten wir einen Ausflug geplant und meine Menschen quälten sich bereits um 9:00 Uhr aus dem Bett - das ist für meine Menschen an einem freien Tag gewaltig früh. Das Frühstück fiel relativ kurz aus, denn wir wollten ja in die Berge!

Auf dem Weg nach Ruhpolding wurde es immer weißer, je mehr wir uns den Bergen näherten. In Ruhpolding herrschte endlich die Witterungsverhältnisse, die wir Do Khyi so lieben: viel Schnee, Kälte und sonniges Wetter.  

Während Herrechen auf dem Bogenparcours von Bowhunting Chiemgau (www.bogensportzentrum-chiemgau.de) wieder mal Kunststofftiere erlegte, machte ich mich Bolbo, Chacko, Kasha und Frauchen einen wunderschönen Winterspaziergang zur Glockengießerei.

 

Ui Haflinger!

 

Chacko kullerte im Schnee, wir machten Bekanntschaft mit Pferden und wurde alle naselang von diversen Spaziergängern bewundert.

Ein Paar blieb völlig fasziniert von mir (und den anderen) stehen und zückte die Fotokamera. So sind wir zu einem Urlauberinnerungsfoto für Nordlichter geworden. 

 

Chackos Traum: Ein Eispalast!

 

Brrr, wäre mir zu kalt!

 

Nach ca. 2,5 Stunden holten wir Herrchen ab. Während Frauchen sich einen Latte Macciato gönnte, Herrchen seine heiße Schokolade wegschlürfte und die beiden hochgeistige Gespräche mit Manuela führten, ließen uns die beiden doch tatsächlich 15 Minuten draußen warten. Unverschämtheit! Da ich auch einen Latte Macciato wollte, machte ich mich an meiner Leine zu schaffen und knabberte sie durch. Naja, fast durch. Frauchen erwischte mich als ich mich am letzten Faden zu schaffen machte und tauschte kurzer Hand meine mit Chackos Leine. Also, die ganze Schose wieder von vorne. Äh, nein, natürlich nicht. Meine Menschen hatten eh jetzt ein schlechtes Gewissen, zahlten schnell und düsten mit uns weiter zum Schlittenhang.

Chacko und Kasha "Blechhüfte" warteten im Auto, während Bolbo, Herrchen, Frauchen und ich die Skipiste unsicher machten. Frauchen meinte noch, sie müßte wegen mir ganz langsam und vorsichtig rodeln. Pustekuchen! Die lahme Lusche habe ich dann natürlich Vollspeed den Hang herunter gezogen.

Lets Fetz!

 

 

Abwärts!!!

 

Nach mehreren Spieleinlagen mit Bolbo und Rodeldurchgängen waren wir dann doch ein wenig erledigt und waren froh, die Heimreise anzutreten.

Zu Hause erwarteten uns lecker Schweinöhren und Vroni. Vorhin kam die kleine freche Katze doch tatsächlich ins Arbeitszimmer während ich hier an meinem Tagebuch beschäftigt war. Ganz schön frech (und taff). Nun gut, jetzt ist die Vroni auf ihrer Nachtstreife, Bolbo und Chacko auf Nachtwache, Kasha und ich dagegen machen unser wohlverdientes Nickerchen im warmen Haus.

Ich hoffe, wir machen bald wieder so einen Ausflug!

Ski Heil und Rodel gut

Euer Miklos

Montag, der 05.01.2009 bis Sonntag, der 11.01.2009

Hallo liebe DoKhyi- und Hundefreunde!

Jetzt bin ich schon ein Vierteljahr hier und ich muß Euch eins sagen: I bin dahoam!

Ich habe hier viel erlebt, gelernt und erfahren. Und weg mag ich nimmer! Ich glaube auch, die lassen mich nicht mehr weg.

Und das ist gut so!

Bolbo und ich verstehen uns immer besser. Wir spielen viel zusammen, auch beim Spazierengehen an der Leine. Es macht echt toll Spaß. Wir fetzen viel durch den Garten und ums Haus herum. Chacko und Kasha spielen hin und wieder mit. Paps sagt immer: Laß die Jungspunde fetzen.

Letzte Woche war ich ein wenig traurig, als am Abend mein Herrchen anrief und uns allen mitteilte, daß er nicht nach Hause kommen kann, wegen anstehender Einsätze. Umso mehr habe ich mich mit meinen anderen Rudelmitglieder riesig und supertoll gefreut, als er am anderen Tag nach Hause kam. Wir haben fast um den Haufen gerannt.

Wir waren am Donnerstag bei der Tierärztin. Chacko und ich wurden untersucht. Beide mußten wir auf die Waage. Ich wiege jetzt 41 kg, Chacko 39 kg. Der arme Chacko muß demnächst zu einem Zahnarzt. Aua!

Klettern kann ich jetzt auch ein wenig. Auf den Spaziergängen suchen wir immer wieder Hügelchen auf, damit Kasha und ich ein wenig Mucki-Arbeit machen können. Zweimal in der Woche trainiere ich mit Herrchen im Kraftraum und darf auch seinen Sandsack halten. Ich bin dann immer sein Trainingspartner und das macht mir Spaß.

Mit Bolbo habe ich letzte Woche einen Eisbären erledigt. So ein frecher Bär. Wagt es doch tatsächlich in unseren Garten. Nein, war ja nur Spaß. Bolbo und ich habe einen Stoffbären beim Spielen zerlegt. Wir waren leider zu eifrig und zu schnell, so daß unsere Zweibeiner leider keine Fotos von unserer Action machen konnten.

Sagt mal, ist es bei Euch auch so kalt. Wir haben manchmal zwischen -5 bis -17 Grad. Brrr! Ich liege dann immer auf der Matte vor der Tür oder auf einer Palette. Wenn ich nur so ein dickes Fellchen wie Chacko hätte. Kommt aber bestimmt im nächsten Jahr.

So, jetzt mach ich mal Schluß. Ich muß noch einiges erlegen, damit das Tagebuch voll wird.

Tschüüüüüssssssss

Euer Miklos

Montag, der 12.01.2009 bis Dienstag, der 10.02.2009
Hallo liebe DoKhyi- und Hundefreunde!

Entschuldigt bitte, daß wir solange nichts mehr in das Tagebuch geschrieben haben. Wir haben in der Zwischenzeit sehr viel erlebt und wir alle können stolz auf die Entwicklung von Miklos sein.

Miklos hat momentan ein Körpergewicht von 41 kg, sein Fell hat sich prächtig entwickelt, seine Muskel wachsen, er hat Spaß am Leben und er integriert sich immer besser in das Rudel.

Seine Bewegungen werden immer graziler, er steigt Treppen ohne Mühe, bewegt sich sehr gut im Gelände, läuft, rennt, springt herum. Fast jeden Tag spielen die Hunde zusammen. Miklos mittendrin. Es macht Spaß zuzuschauen. Er bleibt auch jetzt immer mehr und öfters draußen, liegt jedoch immer noch etwas abseits von den anderen.

Ein Hobby hat Miklos auch, nämlich Knochen sammeln. Auf seinem Platz häufen sich die Knochen und wehe ein anderer Hund wendet sich von seinem Knochen ab, dann läuft Miklos blitzschnell und holt sich den Knochen. Ab und zu erwische ich ihn, wie mit den Vorderpfoten auf der Kommode steht und der Vroni ihr Katzenfutter klaut. Gestern (Montag, 09.02.09) hat Miklos es doch tatsächlich geschafft, sich Chackos Schweineohr unter seinen Nagel zu reißen.

Im Januar haben wir zwei schöne Bergtouren gemacht. Wir waren in der Nähe von Reit im Winkel und sind dort ca. 2,5 Stunden entlang einer verschneiten Versorgungsstraße hoch zur Traunsteiner Hütte gegangen. Dort kehrten Berit und ich ein und aßen zu Mittag. Das Rudel war draußen vor dem Gebäude angebunden und es weder Probleme unter den Hunden noch mit vorbeigehenden Wanderern. Jede Menge Bewunderer gab es, Berit und ich mußten Rede und Antwort stehen.

Vor dem Abstieg bekam jeder der Hunde ein Würstel. Nur Chacko legte einen Fastentag ein. Beim Abstieg durch den hohen Schnee hatten wir viel Spaß. Einen Kilometer vor dem Auto zeigte sich beim Chacko der Hungerast. Gott sei Dank haben wir immer was dabei und Chackos Würstel gerettet. Nach einer kleinen Brotzeit ging es weiter.

Einen Tag später waren Bolbo, Miklos und ich in der Nähe vom Simmsee und gingen dort eine tolle Runde in den Bergen spazieren. Miklos warf sich ein mehrmals in den Schnee, tauchte ein, wälzte und kullerte sich im Schnee. Seine Augen glänzten schier vor Lebensfreude und -glück.

Seit Mitte Januar schläft Miklos zusammen mit seinem Rudel oben im ersten Stock. Leider mit einer (noch) kleinen Einschränkung, denn er wird noch etwas abgetrennt. Dies dient nur zur Sicherheit von unserer lieben Katze Vroni. Bevor er in seinen Bereich muß, legt er sich auf den Teppich vor unserem Bett und wartet dort, bis wir ihn in seinen Bereich rufen. Er folgt brav und verbringt ruhig die Nacht.

Vroni hat sich daran gewöhnt, daß Miklos jetzt oben schläft und es scheint ihr keine Probleme zu machen. Sie kann sich nach wie vor frei und ungehindert im gesamten Haus bewegen.

Tja, und was keiner erwartet hatte, ist eingetroffen. Die kleine, süße und selbstbewußte Katze hat sich durchgesetzt und den Miklos gut im Griff. Hin und wieder haben Berit und ich den Verdacht, daß Vroni Miklos provoziert. In den letzten Tagen standen sie sich Nasenspitze an Nasenspitze gegenüber. Miklos durfte Vroni abschnuffeln, mal leicht anschlecken und anknabbern (das Ketchup war noch in der Küche und die Katze kommt nicht in den Topf!). Wenn es Vroni zu eng wird, dann faucht und knurrt sie ganz schön und Miklos zieht sich zurück.

Zum Beispiel, gestern Abend konnte Vroni sich auf meine Beine legen beim Fernsehen und Miklos lag neben der Couch. Er hatte Vroni zuerst beobachtet, wie sie auf die Couch ging und auf meine Beine kletterte. Die Katze lag lässig auf meinen Beinen und Miklos entspannte sich.

Anschließend war Miklos etwas zu stürmisch zur Vroni, so daß sie sich unter die Couch verzog. Bolbo lag auf der Couch, wollte dort seine Ruhe haben und warf Miklos einen strengen Blick und einen tiefen Grummler zu. Beschwichtigungsgesten liegen ihm im Blut. Miklos drehte seinen Kopf weg und verhielt sich ganz ruhig.

Während ich hier die Zeilen schreibe, liegen draußen im Wohnzimmer Bolbo, Miklos und Kasha um die Couch herum.

Chacko und Vroni zusammen auf der Couch. Miklos läßt Vroni in Ruhe.

Alle im Haus achten darauf, daß es hier friedlich abläuft.

 

In den nächsten Tagen werden wir mehrere Bilder nachreichen. Wir möchten uns hiermit bei allen Menschen bedanken, die uns schreiben und die uns dies ermöglicht haben, daß der kleine Puszta-Bär Miklos sich so prächtig entwickelt hat.

Namaste ani Tashi Deleh

Hubert

Mittwoch, der 11.02.2009
Hallo Leute, da bin ich wieder!

Ihr habt nun lange nichts von mit gehört, aber glaubt mir, es ist alles in Ordnung und mir geht es saugut. Na ja, mehr oder weniger. Aber dazu wird Euch Frauchen später noch ein wenig mehr schreiben.

Ich wollte Euch auf jeden Fall schon mal die versprochenen Fotos zeigen, die sich so in den letzen Wochen in meinem Album  angesammelt haben. 

Also hier waren wir unterwegs von Reit im Winkel zur Traunsteiner Hütte. Eigentlich hatte der Wetterbericht ja Sonne angekündigt, es war dann aber den gesamten Tag diesig. Nachmittags fing es noch ordentlich zu schneien an. Schnee ist ja auch wesentlich besseres Do Khyi Wetter als Sonne!

Es waren zum Glück kaum Wanderer, Langläufer oder Tourengeher auf der Strecke unterwegs.

 

Wir blieben dennoch an der Leine, weil es überall aus dem Wald so lecker nach Reh (braten) gerochen hat und 'zig Wildspuren zum Verfolgen auf der Strecke waren.

 

Bei einer kleinen Rast ließen wir uns  einschneien. Ihr könnt Euch vorstellen, wie da die Wanderer erschrocken wären, wenn sich die Schneehügelchen plötzlich als ausgewachsene Do Khyi erwiesen hätten.

Es kam nur leider niemand zum Erschrecken vorbei.

Wir hatten ausgemacht, dass wir den Schnee mit nach Hause bringen wollten, da es ja bei uns in der Gegend noch fast gar nicht geschneit hatte. Und was soll ich sagen: Abends fing es wie bestellt zu schneien an!

Kasha und Chacko genossen den Neuschneee zu Hause mit Frauchen, während Herrchen, Bolbo und ich wieder eine Wanderung in den Bergen machten. Wir können unser Herrchen doch nicht alleine fahren lassen. Stellt Euch vor, der würde in einer Lawine verloren gehen! Da müssen wir ihn doch ausgraben....

 

Ich möchte Euch auch nicht vorenthalten, was Herrchen passiert ist, als er unsere letzte Fleischlieferung in unserer Gefriertruhe verstauen wollten. Herrchen - stark wie er ist - wollte den Karton ganz alleine und ohne Hilfe in den Keller tragen. Der Karton riss beim Runtertragen und unser leckeres Fleisch war auf der Treppe verteilt.

Herrchen hat sich dann ganz viel Mühe gegeben, das Fleisch schnell zu verstauen bevor ich mir ein Fleisch-Eis gönnen habe können.  Schade.

 

Zumindest haben wir danach gemeinsam gefrühstückt und da ein wenig abgestaubt.

Bolbo der alte Charmeur hat so getan, als ob er sich für Frauchens Frühstückslektüre interessieren würde. War aber auch nur deshalb, damit er ein  Sonderleckerli von ihr bekommt. Gar nicht mal so ungeschickt  diese Methode, das werde ich auch mal versuchen. .

 

Danach hat er sich zur Kasha auf die Terrasse gekuschelt. Der Bolbo hat's echt drauf, die Frauen und Hundemädels um die kleine Kralle zu wickeln.

Aber ich bin auf dem besten Wege, das auch zu lernen. Ihr hättet mich mal vor der Traunsteiner Hütte sehen sollen. Die Leute waren hin und weg von mir und ich hab' mich fleißig kuscheln und bewundern lassen.  

Zu Guter Letzt hab ich nun ein paar Fotos zu einem für mich recht heiklen Thema: Vroni!

Ihr wisst ja, als ich zu meinem neuen Rudel gekommen bin, war ich nicht so sehr auf diese kleinen Fellnasen zu sprechen. Wissen die Menschen denn nicht, dass die Katzen die Weltherrschaft erringen wollen? Mit ihrem Geschnurre und Rangekuschle machen die doch die Menschen total kirre und die merken gar nicht, wie sie sich um Affen der Katzen machen. Wobei....wir Do Khyi sind ja auch nicht viel anders. Was hab' ich mal gehört: Do Khyi haben keine Hundehalter sondern Personal. Coole Sache. Na ja, ich hab mir von meinen Rudel-Kumpels dann mal abgeguckt, wie das so funktioniert - mit dem Personal und den Katzen.

Derzeit bin ich mit Vroni in der Phase: ich versuche Dir nichts zu tun, tu Du mir bitte auch nix. Soll heißen: dein Gefauche macht mich echt wuschelig und ich weiß dann gar nicht mehr, dass ich 10mal so viel wie Du wiege und Dich eigentlich platt machen könnte.  

Allerdings merke ich auch, dass es tatsächlich lässiger zugeht, wenn ich abends ruhig bleibe, wenn die Vroni zum Kuscheln kommt und es sich auf Herrchens oder Frauchens Bauch gemütlich macht. Und ich hab' mir von Papa Chacko sagen lassen, dass ein Do Khyi jedes Familienmitglied beschützt. Sogar dann, wenn es eine Katze ist. 

Also arbeiten Vroni und ich daran, das hinzubekommen.

So, das wars' dann mal wieder. Wäre schön, wenn Ihr wieder reinschaut und Euch meldet.

Euer Miklos

P.S. Übrigens: im Miklos Fan Club gibt es jetzt auch Autogrammkarten zum Sonderpreis von 13.90 Euro. Bei Kauf von 5 Stück gibt's eine gratis, der Erlös kommt ausschließlich dem Miklos-Leckerli Fonds zugute.

 

nochmal Mittwoch der 11.02.2009

Wir waren heute mit Chacko und Miklos in der Tierklinik Teisendorf.

Chacko hat seit ca. 4 Monaten mit einem abgebrochenen Zahn zu tun, an dem immer mal wieder das Zahnfleisch eiterte. Wir hatten sehr gehofft, dass wir es mit Antibiotika in den Griff bekommen würden. Dem war aber leider nicht so, so dass wir uns für die Narkose und das Ziehen des Zahns entschieden.

Und bei Miklos wollten wir nun natürlich endlich sehen, wie es um seine Hüfte bestellt ist.

Beide Jungs waren unglaublich brav bei der Untersuchung und beim Legen der Braunüle für die Narkose.

Chacko musste etwas länger bleiben, da das Ziehen des Zahns (P4) eine sehr aufwändige Angelegenheit ist, der Zahn hat 3 Wurzeln und ist einfach riesig. Der Doc hatte ganz schön zu arbeiten bis er ihn entfernt hatte. Chacko hatte für die OP natürlich eine Gasnarkose bekommen, die der Doc ganz flach hielt - zum einen weil Chacko eben ein Do Khyi ist, zum anderen weil er ja mittlerweile nicht mehr der jüngste ist.  Er bekam zusätzlich im Aufwachraum eine Infusion, damit die Narkosemittel schneller verstoffwechselt werden. Und Chacko wäre nicht unser Chacko wenn er nicht nach dem Aufwachen sofort selbst Pfote angelegt und sich die Braunüle gezogen hätte. Er hat damit die Aufwachstation mit der Infusion in wenig unter Wasser gesetzt und noch einen draufgesetzt, indem er reinpischelte. Anschließend ist er stolz, breitbeinig und wankend wie eine Fahrwasserboje nach draußen gestiefelt. Nur in's Auto mussten wir ihm behilflich sein. Chacko ist echt zäh, der alte Haudegen.

Miklos Röntgenbilder sehen nicht besonders toll aus. Wir hatten uns ja immer den Worst-Case vor Augen gehalten und nun ist er eingetreten.

rechts im Bild sieht man Miklos' rechte Hüfte.

Die Hüftpfanne ist vollständig abgeschliffen, der Femurkopf (Hüftkopf) ebenso

Miklos rechte Hüfte ist kaputt. Genauer gesagt: die Hüftpfanne fehlt gänzlich! Der Tierarzt Dr. Lux geht davon aus, dass die Hüfte nach dem besagten Autounfall, nach dem Miklos in Tierheim in Ungarn gebracht wurde, luxiert, d.h. ausgekugelt war. Statt in der OP den Hüftkopf wieder in die Hüftpfanne einzufügen, wurde diese abgeschliffen. So eine Art Femurkopfresektion, die bei Hüftgelenksdysplasie angewendet wird, nur gewissermaßen am falschen Ende der Hüfte.

Verheilte Brüche waren übrigens nirgendwo zu erkennen.

Einer Resektion folgt die Ausbildung eines fibrösen (aus faserigen Bindegewebe bestehend), falschen Gelenks zwischen Femurstumpf und dem Bereich des Beckens. Das Narbengewebe des falsch-fibrösen Gelenks trägt zusammen mit den Muskeln den entsprechenden Anteil des Körpergewichtes des Hundes. Hört sich also erstmal nicht so übel an.  

Wenn sich nun allerdings nicht 2 gravierende Probleme ergeben würden.

1. Der Eingriff wird vornehmlich für leichtere bzw. kleinere Hunde bis ca. 15 kg Körpergewicht empfohlen, Die Resektion schränkt in der Regel die Beweglichkeit des Hüftgelenks ein und verändert das Gangbild (steifer Gang). Das veränderte Gangbild können wir ja  auch bei Miklos sehen, indem er sein rechtes Bein beim Gehen schlenkert.

2. die Resektion wird oft als Rettungsoperation in schweren HD-Fällen gesehen. Diese Operation ist irreversibel und sollte als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden, da z.B. der Einsatz einer künstlichen Hüfte nach erfolgter unbefriedigender Resektion nur noch schwer möglich ist. Andersherum ist es jedoch gut möglich, nach dem Einsatz einer künstlichen Hüfte noch diese OP durchzuführen. Sie  sollte nicht in Betracht gezogen werden, wenn gelenkerhaltende Maßnahmen noch Aussicht auf Erfolg haben.  

Dieser Eingriff war bei Miklos also sicher auf keinen Fall das Mittel der Wahl. 

Ich sag's jetzt mal ganz platt: dadurch dass in Ungarn an der Hüfte rumgepfuscht wurde kann es sehr gut sein, dass die einzig hier reelle Möglichkeit, nämlich die Total Endoprothese TEP (künstliches Hüftgelenk) nicht machbar ist. Was dann wiederum bedeuten könnte, dass Miklos vielleicht irgendwann nicht mehr laufen kann - und dann aber auch keine operative Chance mehr zur Hilfe gegeben ist.    

Einerseits bin ich richtig angefressen, was in Ungarn mit Miklos gemacht wurde. Andererseits bin ich froh, dass wir uns vor der Übernahme von Miklos geweigert haben, nochmal die ungarischen Tierärzte an ihn ranzulassen. 

Es ist echt ein Drama, wenn man diesen lebenslustigen, freundlichen und liebenswerten Miklos sieht.

Miklos linke Hüfte sieht auch nicht besonders toll aus, wäre wohl eine C bis D Auswertung.

Aber zumindest ist da Hüftpfanne und Hüftkopf noch vorhanden. 

Nun gut, wir werden das schon irgendwie anpacken.

Jetzt heißt es erstmal weiter am Muskelaufbau zu arbeiten. Wir werden dazu wohl wieder unsere Physiotherapeutin hinzuziehen. Außerdem sollte Miklos leider wieder 1 bis 2 Kilos abnehmen, so dass wir ihn unter 40kg halten können. Und schließlich müssen wir mit der Tierklinik München Haar, bei der wir bereits Kasha operieren ließen,  abklären, ob und wenn ja welche Möglichkeiten der OP bei Miklos bestehen.   

Den Jungs geht es nach der Narkose wieder gut. Miklos war schon wenige Minuten nach dem Aufwachen wieder fit. Chacko kämpft noch ein wenig, hat aber zumindest gerade Leberwurst verputzt.

Grüße, Berit 

Dienstag, der 10.03.2009
Hallo Freunde,

jetzt bin ich schon ein halbes Jahr bei meiner Familie. Seit Sonntag brauche ich nicht mehr getrennt schlafen und darf mich im ersten Stock frei bewegen. Hin und wieder werde ich geschimpft, weil ich grummle. Menschenskinder, ich grummle doch nur, weil die anderen schnarchen und rumzappeln.

Mit der Vroni vertrage ich mich schon ganz gut. Habe gar nicht gewußt, daß Katzen so niedlich sein können. Na ja, schließlich gehört Vroni zum Rudel. Die Katze ist jetzt schon ein paar Mal auf mich zugekommen und hat ihr Köpfchen an meiner Schnauze gerieben. Ich war da ganz schön baff! Sonst faucht mich Vroni immer an, wenn ich ihr zu nahe komme. Aber jetzt bewegen wir uns beide frei im Haus und laufen aneinander vorbei.

Schade, daß der Schnee weg ist. Ich war mit meinem Rudel vor ca. drei Wochen in den Bergen. Wir sind nach Maria Eck gelaufen. Mann, war da viel Schnee!

 

Der Schnee ging mir bis zur Nasenspitze! Oder sogar noch drüber weg.....

 

 

Es war ein schöner, herrlicher und sonniger Tag. Frauchen trug ihren neuen Tourenrucksack und Kasha führte ihr neues Geschirr aus.

Chacko hatte ein wenig Probleme mit dem Schnee. Alle 5 Minuten mußte Frauchen ihm beim Aufstieg die Pfoten von Schneebommeln befreien.

Ich habe mir selber geholfen, ist doch klar.

Auf der Rückfahrt durfte Herrchen in Ruhpolding bei Manuela und Roman vorbeischauen. Die haben nämlich einen Bogenparcour mit Laden und meine Zweibeiner durften dort bei einer Tasse Latte Macchiato etwas Fachsimpeln. Nein, ich bin immer noch kein P-S-H.

Tage später lieh sich Herrchen ein paar Schneeschuhe aus und stapfte mit Bolbo bei uns durch die Gegend. Laut Bolbo hat es Herrchen nur ein mal hingelegt. Tja, damit hat Kasha mal eine Wette verloren, denn sie hat gewettet, daß es Herrchen öfters hinhauen wird. Wenn nicht die Lawinenwarnungen gewesen wären, dann hätten wir nochmals einen schönen Tag in den Bergen verbracht.

Jeden Flecken Schnee oder Eisplatten haben wir ausgenutzt und uns darauf ausgiebig gekullert. Wenn ich jetzt zum Fenster rausschaue, sehe ich nur Bäh-Wetter. Wenn es regnet, folgt der Wind, dazwischen mal Graupeln und Schneeflocken. Kein Wunder, dass bei Frauchen und Herrchen momentan die Nase läuft.

Tja, nächste Woche am Dienstag ist die Stunde der Wahrheit. Kasha kommt unter das Messer. Auf der linken Seite bekommt sie eine neue Hüfte. Danach kann sie wieder zum Bungee-Jumpen gehen, was auch immer das ist. Ich werde dann dem Doktor vorgestellt, vielleicht weiß der dann, wie mir geholfen werden kann. Vielleicht gehe ich dann zusammen mit Kasha zum Bungee-Jumpen. Über das Ergebnis werden wir Euch alle auf den Laufenden halten.

Wenn es die Technik zulässt, lasse ich diese Woche noch ein paar tolle Fotos reinstellen.

Herrchen hat mir gerade erzählt, daß wir schon seit Bestehen der Seite über 100.000 Besucher auf unser Homepage hatten. Vielen Dank auch für Euer Interesse!

Vielen Dank an alle für Eure E-Mails, Posts und Gästebucheinträge.

Wuff und Servus

Euer Miklos

nochmal  Dienstag, der 10.03.2009  

 

De Opresso Libre!

Freiheit den Unterdrückten!

 

Dienstag, der 17.03.2009

Wir mussten schon ganz früh aufbrechen - und das ohne Frühstück!

Warum das Ganze? Kasha hatte Ihren OP-Termin und musste dort natürlich nüchtern antreten. Und Jungs haben ganz solidarisch das Frühstück ebenso ausfallen lassen. 

Um 8:30 Uhr trafen wir in der Tierklinik Haar ein. Der OP-Saal war für Kasha bereits vorbereitet und nach einer kurzen Untersuchung wurde unser Mädel in die Narkose gelegt. Ein wenig mulmig war uns Jungs schon, als die Süße auf dem Tisch einschlief. Aber da wir und meine Menschen großes Vertrauen in Dr. Scharvogel und das Team der Tierklinik wußten wir, dass alles Gut gehen würde.

Als Kasha bereits im Reich der Träume plante, was sie mit ihrer neuen Hüfte so alles anzustellen gedenkt, untersuchte mich Dr.  Scharvogel und begutachtete die Röntgenbilder.

An der rechten Hüfte an der in Ungarn ja die Femurkopfresektion vorgenommen worden war, hat sich ein relativ stabiles und tragbares Pseudogelenk aus Knorpel gebildet. Die Hüfte ist gut beweglich, nur bei Überstrecken hat's echt böse weh getan. .

Die linke Hüfte ist ebenso locker.

Eine sofortige OP ist aber nicht angebracht. Vorrangig soll der Muskelaufbau gefördert werden durch Training und Physiotherapie. Das find ich cool, den das bedeutet Spazierengehen, Wandern, Rumfetzen und das alles im Dienste der Medizin, sprich meines Muskelaufbaus.

Bei Verschlechterung der Beweglichkeit und meines Gangbildes, bei Schmerzen etc. wird eine nochmalige intensive Untersuchung vorgenommen und dann entscheiden, ob eine OP machbar ist. Das Problem ist nämlich: eine TEP - das was bei Kasha gemacht wurde und wird - ist aufgrund der bereits vorgenommen Resektion schwierig bis unmöglich. (zum Befund der Tierklinik geht es hier >>>)

Anschließend besuchten wir mit unseren Menschen Tierpark München. Bereits an der Kasse trafen meine Menschen eine alte Bekannte, die sie früher regelmäßig mit ihrem Rotti an der Isar trafen. Der Rotti ist nun im Land hinter dem Regenbogen aber an Chacko konnte sie sich noch erinnern.  Chacko hat ihrem Rotti früher gern mal das Spielzeug geklaut, das der immer mit sich herumgetragen hat.

Gleich nach dem Eingang kamen wir zu den Wölfen. Arme Geschöpfe, dürfen den ganzen Tag nur in ihrem Gehege rumlaufen. Aber beeindruckend sich die schon. Als die uns gewittert haben, sind sie ganz selbstbewusst ihre Reviergrenzen abgelaufen. Und Bolbo hat sich groß gemacht und tief gegrummelt, der wollte wohl abchecken, wer von den Rüdis der größere Macker ist mit den größeren Glocken.

 

 

In's Affenhaus durften wir Wuffels nicht hinein. Macht nix, wir haben eh jeden Tag zwei Affen zu Haus...

 

Diese Hüpfteile, ich glaub die heißen Kängurus (wieso eigentlich Kängu-Ruh ? die sollten Kangu-Hoppel heißen), fand ich auch ganz spannend, leider durfte ich nicht hinterher hüpfen.

 

 

 

Natürlich haben wir auch Vronis große Verwandtschaft besucht, die Löwen. Zur Zeit wohnen dort nur 2 Löwinnen, der Löwenmann ist gestorben. Wahrscheinlich sind die Löwinnen dem Löwen so auf den Nerven herum getrampelt, wie es unsere Kasha macht.

 

Bolbo hat sich dann mit der Löwin unterhalten und schöne Grüße von der Vroni ausgerichtet. Immer wenn Bolbo was gesagt hat, hat sie Löwin zurückgebrüllt. Na ja, so sind die Frauen eben... 

Ich hab' mich lieber hinter der Frauchen versteckt und meine Schnuss gehalten.

 

 

Und hier bei den Pavianen fand ich es besonders interessant. Die sind da wie die vergifteten Affen (entschuldigt das Wortspiel) in ihren Gehege herumgefetzt.

Was ich aber schon etwas eigentümlich fand war, dass die das einfach ungeniert miteinander - oh Gott, wie sag ich's bloß -  na eben miteinander, Ihr wisst schon, so eng miteinander ..... gepoppt haben (uff, jetzt iss raus). Das wollte der Bolbo dann natürlich auch sehen.  

 

 

Bei den Tieren aus der Arktis waren wir auch. Ich hab mich dann mit Pinguinen angefreundet. der eine wollte mich wohl in die Nase knappsen, zum Glück war da 'ne Scheibe dazwischen. 

 

 

Die großen gestreiften Katzen haben wir uns auch angesehen. Die haben sich über den 80 cm hohen Zaun nicht zu uns herübergetraut. 

 

Und als tibetische Delegation machten wir natürlich auch den Yaks unser Aufwartung

 

Sogar das gefährliche goldige Zwergnashorn haben wir beschnuffelt.

Und nachdem wir Tiger, Panther, Eisbären, Gnus, Wiesente, Nasenbären, Afrikanische Wildhunde, Esel, Pumas, Fledermäuse, Okapis, Bison, Auerochsen, Flamingos, Vikunjas, Giraffen, Elefanten, Nyalas, Geparden, Leoparden, Strauße, Seelöwen, Ponys, Kiangs, Vielfraße, Schneeziegen, Elche, Luchse, Murmeltiere und und und sahen

.... haben wir zum Abschluss noch dieses süße Zwergschaf und seine Babys angeguckt.    

Nach dem Tierparkbesuch gab's erstmal ein spätes Frühstück für uns Jungs mit Leberkäse und Käsewurst. Dann lieferten wir Herrchen in seinem Termin ab und machten uns mit Frauchen wieder auf an die Isar  zum ausgiebigen Rumfetzen und Hunde kennen lernen. Nach ewigen Zeiten traf Frauchen Manuel mit seiner Julie wieder, einer Ridgeback-Retriever Hündin. Julie ist mittlerweile 12 Jahre alt, also ebenso alt wie unser Papa Chacko. Außerdem ist sie ebenso fit und gut drauf wie der Chacko.

Nach nochmals knapp 3 Stunden an der lsar holten wir Herrchen ab und düsten in Richtung Heimat. Puh, ich war echt geschafft - aber mir ging's wahnsinnig gut nach diesem spannenden und ereignisreichen Tag.

Euer Miklos

 

Mittwoch der 18.03. bis Dienstag, der 24.03.2009
Am Mittwoch den 18.03. holten wir Kasha morgens aus dem Krankenhaus ab. Um 2750 Euro ärmer und aber um die Gewissheit reicher, dass unsere Süße bald schmerzfrei auf beiden Hüften laufen kann traten wir den Heimweg mit unserer Zuckerpuppe an.

Wir hatten extra Urlaub genommen um immer bei Kasha präsent sein zu können. Das war auch gut so, denn die Hüfte scheint einen Turbo zu beinhalten, der Kasha einfach nicht ruhig sein lässt. Wie sollte ihr auch bewusst sein, dass sie sich eigentlich schonen sollte, wenn es doch so viel aufzupassen und rumzufetzen gibt. Nun, bis Mitte Mai ist wieder mal Leinenpflicht angesagt. So toll wie die Wunde aber bis heute geheilt ist und so gut wie sich Kasha mit der neuen und nun zweiten künstlichen Hüfte bewegt, ist es das allemal wert. 

Heute, den 24.03. sind endlich die Klammern an der ca. 12cm langen Naht am Oberschenkel entfernt worden.

Hubert und Berit

.nach oben
zurück zu "Unsere Fellnasen"