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"Tu gar nichts Unheilsames und führe Heilsames umfassend aus, zähme deinen Geist vollständig, das ist die Lehre des Buddha."

 

 - Klicken Sie auf die blau geschriebenen tibetischen Texte und Wörter, und Sie hören diese in Original-Tibetisch gesprochen - 

Die tibetische Sprache gehört zu den tibeto-birmanischen Sprachen Asiens. Tibetisch wird von ca. 6 Millionen Tibetern gesprochen, wovon die meisten in Tibet leben, aber auch von ca. 130.000 Exiltibetern, die hauptsächlich in Nepal, Indien und Bhutan leben.   

Tibetisch zählt zu den einsilbigen Sprachen Ostasiens und ist in Schrift- und Literatursprache seit mehr als 1200 Jahren bis heute unverändert erhalten. Der Grund hierfür ist in der fast abgöttischen Verehrung des geschriebenen Wortes zu sehen. Tibetisch verfügt über drei Stilebenen: die Umgangssprache Phal-skad, die höfliche gesprochene Sprache She-sa, die vor allem in Lhasa benutzt wird, und das klassische Tibetisch Chos-skad, in welchem die klassischen Schriften (v.a. religiöse Texte) verfasst sind.  

Die tibetische Schrift wurde vom tibetischen Minister Tönmi Sambotha im Auftrag seines Königs Songtsen Gampo im 7. Jahrhundert entworfen. Als Grundlage dienten die altindischen Schriften Lansta und Wartu, die auch der Urspruch des modernen Deva Nagri sind. 

Wie diese indischen Schriften ist auch tibetisch eine Buchstabenschrift, die von links oben nach rechts unten geschrieben wird. Sanskrit hat sechzehn Vokale und vierunddreißig Konsonanten, tibetisch vier Vokale und dreißig Konsonanten.

Einige Regeln: 

Mit dreißig grundlegenden Buchstaben werden die Laute der tibetischen Sprache wiedergegeben.

Silben haben ein Grundzeichen. Dem Grundzeichen können ein oder zwei Folgezeichen folgen. Vor dem Grundzeichen kann ein Präfix stehen. Das Grundzeichen  kann mit einem Vokalzeichen versehen sein. Eine Silbe kann aus ein bis vier Buchstaben bestehen. 

Ein Silbe wird mit einem Punkt abgeschlossen. Wörter bestehe aus einem oder mehreren Silben. Ein Satz besteht aus einer Reihe von Silben und wird mit einem senkrechten Strich abgeschlossen.  

Es gibt die zwei Modi Infinitiv und Imperativ und drei Tempora: Präsens, Perfektum und Futurum. Das Verbum ist durchweg unpersönlich, Aktivum und Passivum werden nicht unterschieden. Das handelnde Subjekt eines transitiven Zeitworts steht im Instrumental, z.B.  ("durch mich ist getan"). Es existieren im Satzbau nur wenige feste Regeln, allerdings schließt der einfache Satz immer mit dem Zeitwort ab.     

                                                           Konsonanten

Während die tibetische Schrift- und Literatursprache seit Jahrhunderten unverändert ist, existieren aber diverse moderne tibetische Dialekte.So werden die Dialekte dBus-gTsang in der Region Ü-Tsang, Khams in Kham und A-mdo in der Region Amdo unterschieden.  Dzongkha, die Amtssprache in Bhutan, steht dem Tibetischen sehr nahe bzw. ist ein Dialekt des Tibetischen. Tibetische Dialekte werden auch in Nepal (Sherpa und  Mustang) und Indien - Ladakh (Ladakhi) gesprochen.  

Eine Methode zur „Übersetzung“ der tibetischen Schrift  in unsere Sprache und Buchstaben ist die Umschrift nach Wylie, bei der die ursprünglichen Zeichen der fremden Schrift auf einer normalen englischen Tastatur ohne Umlaute und Sonderzeichen verwendet werden.  

Die tatsächliche Aussprache des klassischen Tibetisch ist eine Rekonstruktion auf der Grundlage ihrer geschriebenen Form und der modernen tibetischen Dialekte. Die Aussprache des Tibetischen wird mit Hilfe der Transkription vorgenommen (v. lateinisch: trans hinüber; scribere schreiben; „Umschrift“). Unter Transkription versteht man die aussprachebasierte Darstellung von Sprache mit Hilfe einer phonologischen Notation oder einer phonetischen Lautschrift, oder eines anderen Basisalphabetes als Lautschriftersatz.  

Zur richtigen Aussprache des tibetischen nimmt man die Lautschrift und Umschrift zu Hilfe. Der Zweck besteht darin, Nichtmuttersprachlern eine halbwegs richtige Aussprache des Wortes zu ermöglichen und entsprechend die Fremdsprache erlernen zu können.  

Bei einer Lautschrift handelt es sich um ein Schriftsystem, das den Zweck hat, die Aussprache von Laute oder Lautketten möglichst exakt oder "nur" phonologisch korrekt wiederzugeben. Eine Umschrift ist die Darstellung eines Lautes, Wortes oder Namens aus einer anderen Sprache mit den Buchstaben eines gegebenen Alphabetes (zumeist lateinisches Alphabet) oder einer Lautschrift. 

Es ist also nicht möglich ist, tibetische Schrift und Sprache  1:1 in unsere Schrift und Sprache zu übersetzen.

Folgend möchten wir Ihnen einige Wörter in tibetischer Schrift und deren Aussprache vorstellen. 

Viel Spaß beim Hören und Lernen.   

Übersetzt heißt der Tibetische Gruß "Möge es Dir wohl ergehen" oder Glück und Wohlergehen".

Es existieren hierzu z.B. die verschiedene Lautschriften „Tashi Delek“, „Tashi deleg“ und „Tashi deleh“. Wobei alle drei gleichwertig als richtig anzusehen sind.    

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alle

Berg
Bewußtsein, Geist
Buddha Dorje
Edelstein Empfindung
Erde essen
Fisch Flügel
Frieden Frosch
Gastfreundschaft groß
gut

Gute Erde
Herz
hin und her
hinauf und hinunter Honig
Hund ich
Joghurt Kunst
leben Lhasa (Götter-Erde)
Mantra Mark (Bein-Butter)
Maus Mond
Niederlage Pferd
Qualität Salz
Schlange schmackhaft
Schwanz (bei Tieren) sich fürchten
Sonne Spiel
Suppe Traum
Vater Vorstellung
Weisheit Wolke
wunderbar Ziege

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