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Ein Hund kommt in’s Haus

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Der Hund im Alter

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Der Hund im Alter

Welpen sind unheimlich knuddelig und süß, Junghunde agil und ständig in Bewegung und erwachsene Hunde endlich können die Dinge, die wir ihnen beigebracht haben nahezu im Schlaf. Sie sind wunderbare Begleiter und man ein besonderes Verhältnis miteinander aufgebaut.

So wunderbar es ist einen aktiven, jungen Hund an seiner Seite zu haben, so schön gestaltet sich das Leben mit einem älteren Hund. Ab ca. 7 Jahren spricht man von einem alten Hund, je nach Rasse und deren Degenerationserscheinungen und Gewicht kann aber ein Hund der wesentlich jünger ist, schon zum alten Eisen gehören. Hunde, die im Schutzdienst eingesetzt waren, werden mit ca. 8 Jahren ausgemustert, leider oft genug nicht nur ausgemustert von der Arbeit , sondern ausgemustert aus dem Leben des Menschen. Die früher gängige Aussage, einem Menschenjahr entsprechen 7 Hundejahre muß differenzierter gesehen werden. Anhand der folgenden Tabelle kann man das Alter des Hundes genauer bestimmen.

  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
15-30 kg 14 23 27 31 39 43 47 51 55 59 53
30-45 kg 15 24 29 39 44 49 54 59 64 69 74
ab 45 kg 12 19 26 40 47 54 61 68 75 82 89

Für uns steht es völlig außer Frage, einen Hund mit dem man einen großen Teil seines Lebens verbracht hat, auch im Alter zu begleiten. Und uns ist es völlig unverständlich, wie Menschen nur ihre alten Hunde weggeben können, um sich wieder einen jungen zuzulegen?!

Gerade ein alter Hund zeigt immer wieder seine Lebenserfahrung und manchmal eine Würde, an der sich so einige Menschen ein Beispiel nehmen könnten.

Wir hätten unsere alte Lajita und Abeja nicht missen wollen. Wir lieben es, bei unseren Senioren immer wieder neue weiße Haare im Fell zu entdecken, zu beobachten, wie ihre ehemals schwarze Schnauze immer weißer wird. Wir lieben es, wenn sie wieder einmal schwerhörig sind, ob echt oder mit ziemlicher Sicherheit manchmal gespielt.  Wir können uns ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn sie wieder mal hingebungsvoll schnarchen.  Wir sind traurig wenn wir beobachten, wenn sie mit den Jüngeren beim Eichkätzchenjagen nicht mehr mithallten können.

Und wir machen uns riesige Sorgen, wenn sie mal humpeln oder husten oder würgen oder...

Hiermit möchten wir eine Lanze für alte oder aber auch für behinderte Hunde brechen. Kein Tier darf ausgemustert werden, nur weil es den gängigen Idealen nicht mehr entspricht. Auch ein alter, blinder, tauber, dreibeiniger oder sonst wie gehandicapter Hund ist ein wahnsinnig liebenswertes und wertvolles Tier!

Ebenso wie beim alten Menschen werden sich beim alten Hund die natürlichen Begleiterscheinungen des Alters zeigen. Die Beweglichkeit und Kondition wir nachlassen. So kann der Hund Probleme beim Aufstehen nach längerem Liegen zeigen oder die Arthrose macht ihm wie auch einem alten Menschen zu schaffen. Selbstverständlich hat das Tier im Alter andere Bedürfnisse. Vielleicht will es nur noch kurz spazieren gehen. Wahrscheinlich wird der Hund mehr schlafen (und eben vielleicht auch schnarchen).   Es kann ebenso sein, daß er krank wird und regelmäßig behandelt werden muß. Und daß er dann teure Medikamente benötigt. Andererseits wird der Hund vielleicht „häßlich“ werden, weil er Warzen bekommt oder das Fell verliert. Oder er fängt unangenehm zu riechen an. Die Zahnsteinbildung wird intensiver und vielleicht riecht er auch aus dem Maul.

Auch Übergewicht ist beim alten Hund ein wichtiges Thema. Meist bleibt die Futtermenge beim weniger aktiven alten Hund die selbe und das Tier nimmt unweigerlich zu. Problematisch ist das besonders deshalb, da das Übergewicht Beschwerden am Bewegungsapparat begünstigt und Herz und Lungenfunktion beeinträchtigen.  Selbstverständlich wird bei derartigen Beschwerden die Lebensdauer des Hundes verkürzt.

Aufgrund dessen sollte der Gesundheitszustand eines alten Hundes regelmäßig vom Tierarzt gecheckt werden und man sollte den Hund genau beobachten um Veränderungen im Frühstadium zu erkennen.

Über die gesundheitlichen Einschränkungen hinaus kann der alte Hund –auch hier ebenso wie ein Mensch- gewisse Eigenheiten entwickeln. Lajita z.B. hat früher kaum gebellt und jeden Hund freudig aber ruhig begrüßt.  Heute läuft sie kläffend auf jeden Hund zu, ist zwar nach wie vor freundlich, aber mit ihrem Gekläffe stachelte sie Abeja und Chacko natürlich an. Auch konnte sie Objekte nicht mehr so gut erkennen und bellte eben schon mal vorsorglich. Manchmal konnte das ganz schön nerven. Andererseits war sie aber so wahnsinnig anhänglich und lieb und wir ertrugen ihren Altersstarrsinn mit der Stoischen Ruhe, die sie uns gelehrt hat

Es gibt so viele Eventualitäten, die das Leben mit einem alten Hund ganz anders aussehen lassen als früher als er noch jung war. Aber genau das muß man bei der Anschaffung eines Hundes genau bedenken! Und genau das macht einen alten Hund zu etwas Besonderem.

Wir können nur sagen, daß wir auf unsere „Hunde-Oma`s“ wahnsinnig stolz waren. Und daß wir sie genau so mit ihren leibenswerten Schrullen liebten, wie unsere anderen Wuffels auch.
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