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Ein Hund kommt in’s Haus

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Die Entwicklung des Hundes

 

Der Welpe

Das Heranwachsen eines Hundes ist in recht deutlich abzugrenzende Phasen einzuteilen. Ab der ca. 4 Lebenswoche beginnen sich die Strukturen im Gehirn des Welpen zu vernetzen. Der Welpe wird aufmerksamer und deutlich aktiver. Im Familienverband  mit seiner Mutter und seinen Wurfgeschwistern hat der Welpe in der Regel ein optimales Umfeld. Er kann über den Umgang mit seinem Geschwistern, Raufen, Spielen, Fressen, Körperkontakt u.s.w. wichtige Aspekte für seine weitere Entwicklung aufnehmen und lernen.

Ab der ca. 8. bis zur 12. Lebenswoche wird in den meisten Publikationen die wichtige Phase der Prägung auf Sozialpartner und Umweltreize angesetzt. In dieser Zeit bilden u. vernetzen sich die Gehirnstrukturen des Welpen intensiv. 

Sozialisation findet allerdings das gesamte Leben des Hundes statt.

Das ist meist auch der Zeitpunkt, während dem der Welpe zu seinem Halter, seiner Familie kommt. Er wird aus der Geborgenheit  seiner Hundefamilie "gerissen", ist einer Umgebungsveränderung und mannigfaltigen neuen Eindrücken ausgeliefert.

Erfahrungen, die der Welpe in dieser sensiblen Phase macht, können ihn für seine gesamte weitere Entwicklung und auch sein gesamtes weiteres Leben prägen. In diesem Zeitraum Erfahrenes, Erlebtes und Erlerntes bleibt in der Regel ein Leben erhalten. Ermöglicht man dem Welpen, vielfältige, vorrangig positive, aber auch moderaten Streß verursachende Reize aufzunehmen und hat der Welpe die Möglichkeit, verschiedene Sozialpartner kennen zu lernen, bietet man ihm  die besten Vorraussetzungen, sich zukünftig auf verschiedene Situationen einzustellen. Es ist grundlegend wichtig, den Welpen in gerade dieser Phase mit den Dingen vertraut zu machen, die ihn auch im weiteren Leben begleiten werden.

Ebenso wie das intensive Beschäftigen des Menschen mit dem Hund und das Heranführen an verschiedene Sinneseindrücke ist es ebenso von herausragender Bedeutung, dem Welpen nicht nur menschliche Sozialkontakte anzubieten sondern auch Sozialkontakte mit Hunden. Der Welpe lernt zu Mensch und Tier Sozialbindungen einzugehen und  soziale Verhaltensweisen werden ausgebildet (deshalb werden z.B. auch Hunde, die zukünftig den Schutz einer Viehherde übernehmen sollen, in dieser Phase schon intensiv mit den Tieren zusammengebracht, das Schaf z.B. wird zum engen Sozialpartner des Hundes)

Ab der 15.-20. Lebenswoche tritt der Welpe dann in die Rangordnungsphase ein. Die Welpen suchen im Sozialspiel bei harmlosen Kämpfen eine Rangordnung untereinander zu etablieren und stabilisieren.

Man sieht deutlich, dass gerade die ersten Monate im Leben eines Welpen von großer Bedeutung sind und großen Einfluss auf seinen späteren Umgang mit Mensch und Tier haben können.

Es ist ratsam, eine kompetente Hundeschule zu besuchen, die über das Angebot des Welpenspielens und Welpenerziehung eine gute Basis für die Entwicklung des Kleinen anbieten. Das Welpenspielen sollte für Welpen bis 5 Monate mit einer Bezugsperson gedacht sein und soll selbstverständlich unter Aufsicht stattfinden. Es sollten die unterschiedlichsten Rassen, ob groß oder klein aufeinander treffen. Mobbing der Hunde untereinander muß unterbunden werden.

(Grafik: Jörg Schröder)  

Der Junghund  

Selbstverständlich befindet sich der Junghund weiter in der Entwicklung.

Ab der 21.-30 Woche durchlebt er die so genannte Rudelordnungsphase. Diese Phase weist dem Junghund in erster Linie einen Platz in seiner Familie, seinem "Rudel", zu.

Oftmals für den Halter besonders anstrengend ist die Zeit ab der ca. 31. Woche bis zu ca. 15 Monaten. Der Hund befindet sich in der Pubertät. Und eben das, was wir auch von uns Menschen als pubertäres Verhalten kennen, zeigt auch der Junghund in "hündischer" Ausprägung. Er wird sich widersetzen, ist frech, das bisher Gelernte scheint vergessen und der Hund testet sich und seine Kräfte immer wieder dem Menschen und anderen Hunden gegenüber aus. In dieser Phase findet auch die Prägung auf Sexualpartner statt.

Beim Junghundespielen in einer einer kompetenten Hundeschule der Hund die Möglichkeit, sich in der Begegnung und im Auseinandersetzen mit anderen Hunden sozial weiter zu entwickeln und zu etablieren.

Das Junghundespielen sollte für Hunde ab 5 Monaten mit einer Bezugsperson angeboten werden. Die Bezugspersonen müssen selbstverständlich auch hier bei Mobbing-Versuchen regelnd eingreifen.

(Grafiken: Jörg Schröder) ...
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